Report: BMW iDrive & Audi MMI

Behutsam neu: Audi MMI 2.0

Inhalt
  1. Zwei Superhirne
  2. Behutsam neu: Audi MMI 2.0
  3. Komplett neu: BMW iDrive 2.0

© Fotos: Hersteller

Bewährte Anordnung: Nur der Controller wurde um einen Joystick erweitert

Oberflächlich gesehen sind die Änderungen beim MMI 2.0 eher behutsam ausgefallen, doch in Wahrheit gibt's viel neues. Am auffallendsten ist die 3-D-Kartendarstellung, die das Gelände und sogar einige Sehenswürdigkeiten in Großstädten plastisch in Szene setzt.

Spurassistent, die Anzeige der nächsten Sehenswürdigkeiten auf der Route sowie Text-to-Speech lassen das neue MMI zum Stand der Technik aktueller Navi-Systeme aufschließen.

Aber nicht nur das; die von Audi gewohnte sinnige Sortierung der Bedienelemente und die unaufgeregte, klare Darstellung verhindern, dass es trotz all der Neuerungen zum Options-Overkill kommt.

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Die Darstellung: Gebäude in 3-D, Topographie und hilfreiche Informationen

Beim Thema Telefonieren im Auto zeigt Audi einmal mehr, wie man Gutes noch besser macht. So bieten die Ingolstädter eine Lösung mit Handyhalter an, aber auch die Anbindung allein über Bluetooth ist möglich. Sofern das mit dem MMI zu verbindende Handy Bluetooth-SIM-Access unterstützt, wird dessen Sende-Empfangseinheit abgeschaltet und über die im Audi verbaute telefoniert - inklusive Außenantenne.

Alternativ ist die Anbindung über Bluetooth-Handsfree möglich, das nahezu jedes Bluetooth-Handy unterstützt. Dafür gibt es für viele Handys Halterlösungen mit Ladefunktion und Außenantennenanschluss. Hinzu kommt noch ein SIM-Karten-Einschub im Armaturenbrett, über den das MMI zum vollwertigen Autotelefon wird, wenn man bei seinem Provider eine Zweit-SIM besorgt.

An der Sprachbedienung hat Audi ebenfalls gefeilt; die Neurungen erstecken sich über das ganze System, das nun weitgehend verbal kommandiert werden kann. So lassen sich Navigationsziele im Klartext per Sprache eingeben, was im neuen Q5 selbst bei vielsilbigen Gemeinheiten wie "Markgröningen" erstaunlich zuverlässig klappte.

Allerlei Musiklieferanten

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Enorme Anschlussvielfalt: Die Musik geht so schnell nicht aus

Die Spracherkennung von Harman/Becker ist also etwa der von Nuance in der Mercedes C-Klasse offensichtlich überlegen. Auch Telefonate können so eingeleitet werden. Mit dem Kommando "Anrufen bei..." und einem beliebigen Namen aus dem Handy- oder Auto-Adressbuch entfallen so einige vom Verkehr ablenkende, sonst aber notwendige Handgriffe.

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Auch Fahrwerk und Klima lassen sich über das neue MMI regeln

Bei den Musiklieferanten kann man zwischen Musik-CD, DVD, MP3-CD, USB-Stick, iPod, Speicherkarte und der 40-Gigabyte-Festplatte wählen, auf der 10 Gigabyte für Musik bereitstehen. Via USB lässt sich auch eine viele Gigabyte große, portable 2,5-Zoll-Harddisk anschließen. Selbst Fahrten rund um die Erde sind so ohne eine Liedwiederholung möglich.

Optional ist eine Bang-&-Olufsen-Anlage mit 14 Lautsprechern und rund 500 Watt Power. Das neue Audi MMI 2.0 ist zwar "nur" eine Weiterentwicklung des alten Systems, aber die geht exakt in die richtige Richtung. Sie ist es unbedingt wert, bei der Neuwagenkonfiguration angekreuzt zu werden.

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