Report - die AUDIO-Titel-CD

KEF - Tonangebend durch die Seventies

17.5.2011 von Malte Ruhnke, Christof Hammer, Otto Paul Burkhardt und Claus Dick

ca. 1:55 Min
Ratgeber
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  1. KEF - Tonangebend durch die Seventies
  2. KEF - Tonangebend durch die Seventies
KEF LS 3/5A
Profi-Technik: Die LS3/5a, ursprünglich als Studiomonitor für die BBC entwickelt.
© Archiv

Ab dem Jahr 1975 schrieb der Monitor LS3/5A Geschichte - als wohl wichtigstes Resultat der Zusammenarbeit von KEF mit der BBC. Er definierte den "BBC Standard for Loudspeakers" und erlangte unter High-End-Begeisterten Kultstatus. Der Clou des LS3/5A-Systems waren Treiber mit herkömmlicher Ausrichtung, bei denen der Hochtöner über dem Woofer thronte. Filz an den Kanten der Schallwand reduzierte eventuelle Beugungen. Und eine perforierte Hochtöner-Metallabdeckung sollte die Klangperformance im oberen Frequenzbereich optimieren sowie gleichzeitig den Tweeter schützen. Übrigens: Erst 1987 wurden ein einziges Mal Änderungen am LS3/5A-System vorgenommen.

KEF Reference 105
Da schau her: Mit der 105 konstruierten die KEF-Ingenieure einen Blickfang erster Güte. Aber auch technisch spielte dieses Modell in den späten 70ern ganz weit vorne mit.
© Archiv

1977 war das Jahr von Fleetwood Macs Referenz-Album "Rumours" - und KEFs Reference Model 105. Der legendäre Lautsprecher galt auf dem Markt als ultramodern und technisch optimal ausgereift. Sein Markenzeichen war ein separates Gehäuse für die Bass- und Mittel-/Hochfrequenzbereiche. Das Ziel: eine Harmonisierung der Klangverteilung auf der Zeitachse sowie über den gesamten Audiofrequenzbereich hinweg. Die augenfällige Bauart erlaubte überdies den Einsatz hochwertiger akustischer Linkwitz-Riley-Frequenzweichen der vierten Ordnung.

1977 steht übrigens auch noch für eine andere, smarte Revolution: In Stuttgart wurde die Idee einer deutschen HiFi-Zeitschrift geboren - und schließlich, im Januar 1978, AUDIO als neuartiges HiFi-Magazin gelauncht.

KEF Kits
bestseller: Für Tüftler und Do-it-yourself-HiFiisten waren die KEF-Bausätze ein Fest.
© Archiv

1979 gelang es KEF, einen möglichen Konkurrenten für das BBC-System LS3/5A zu kreieren: Das Modell Reference 101 profitierte von der ausgereiften Mess- und Analyseinfrastruktur, die KEF während der 1970er Jahre entwickelt hatte. Der Lautsprecher spielte mit einem 6,7-Liter-Gehäuse auf und besaß überdies eine ähnlich komplexe Frequenzweiche wie das Modell LS3/5A.

Für seine außerordentlichen Verdienste wurde Raymond Cooke 1979 mit dem "Order of the British Empire" mit Ritterehren bedacht. In dieser Zeit unterstützte Cooke auch die Künste - und begleitete zum Beispiel eine Aufnahme der EMI von Gustav Holsts "Die Planeten", eingespielt vom London Philharmonic Orchestra unter Sir Adrian Boult. Ein für die damalige Zeit spektakuläres Event stieg dann im Jahr 1980 beim Edinburgh Festival, bei dem die Reference-Serie einen großen Auftritt haben sollte: In der Usher Hall wurde das Te Deum des französischen Komponisten Hector Berlioz unter Leitung von Claudio Abbado aufgeführt - dieses monumentale Werk wird teils auch von Orgelklängen geprägt. Die Orgel selbst stand jedoch einige Kilometer entfernt in der St. Mary's Cathedral - ihren Klang übertrug eine BBC-UKW-Funkverbindung auf 36 KEF Reference 105/2-Modelle.

"Wenn ich die Augen schließen würde, wäre es mir nicht bewusst gewesen, dass Gillian Weir nicht im gleichen Saal wie das Orchester gespielt hat", schwärmte damals Andrew Clements von der "Financial Times".

Doch das ist schon wieder eine andere Geschichte und der Auftakt zu einer weiteren Dekade in der KEF-Historie.Mehr dazu in AUDIO 9/2011 ...

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