Strom sparen im Smart Home

Lichtblick vernetzt private Solaranlagen

Der Stromanbieter Lichtblick setzt seit Jahren auf die Vernetzung vieler Anlagen. Auch Privatkunden mit Solaranlage können so Stromkosten sparen.

© Lichtblick

Der Lichtblick-Schwarm setzt auf eine vernetzte Steuerung der Erzeugungs- und Speicherkapazitäten.

Die Möglichkeiten für Privatkunden, ihren selbst erzeugten Strom auf einem flexiblen Markt zu verkaufen, sind bisher noch sehr überschaubar. Das liegt daran, dass eine Direktvermarktung bislang überhaupt erst ab Anlagengrößen im Format eines kleinen Quartier-Heizkraftwerkes oder eines größeren Windrades möglich ist.

Lichtblick betreibt für solche Anlagen bereits seit Jahren eine zentrale Steuerungstechnik namens „Schwarmdirigent“, die viele solcher Kleinkraftwerke virtuell vernetzt und ihre Produktionskapazitäten gemeinsam vermarktet. So entsteht aus vielen kleinen, flexibel einsetzbaren Anlagen eine große Kapazität, die Lichtblick in unterschiedlichen Segmenten des Strommarktes verkaufen kann.

Privathäuser im Schwarm

Seit letztem Jahr bietet Lichtblick auch Hausbesitzern an, am Schwarm teilzunehmen. Voraussetzung: Sie haben eine Solaranlage und eine Hausbatterie. Das zugehörige Produkt heißt folgerichtig „Schwarmbatterie“. Es umfasst eine vernetzte Steuerungseinheit für die Ladung der Batterie über die Solaranlage sowie über das Stromnetz. Auf Dauer will Lichtblick alle so vernetzten Schwarmbatterien als Energiepuffer für Überkapazitäten im Stromnetz einsetzen. Bislang wird das Ganze modellhaft untersucht und durchgespielt. Der Kunde profitiert schon heute von der Schwarm-Teilnahme: Lichtblick belohnt ihn mit einem Bonus von 100 Euro pro Jahr auf die Stromrechnung. Teil des Deals ist, dass man auch seinen regulären Strom von Lichtblick bezieht.

Diese Lösung zielt auf dezentrale, vernetzte Speicher- und Erzeugungskapazitäten, die wohl ab nächstem Jahr über virtuelle Communitys direkt am Strommarkt teilnehmen können.

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