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Astell & Kern: A&futura SE100 im Test

25.10.2018 von Stefan Schickedanz

Der neue Astell & Kern A&futura SE100 überzeugt als sehr klar und stimmig klingender HiRes-Player mit bequemen Zugriff auf Tidal. Wir haben den Test.

ca. 1:50 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Astell&Kern: A&futura SE100 MP3-Player im Test
© Astell&Kern

Pro

  • 5-Zoll-Display
  • strom- und spannungspotente Ausgangsstufe bietet deutliche Boost
  • 300-Ohm-Hörer
  • sehr klar und stimmig
  • lässt sich ins Netzwerk einbinden
  • bietet bequemen Zugriff auf Tidal
  • erlaubt One-Button-Ripping
  • Speicher kann mit microSD-Karte um 400 GByte erweitert werden

Contra

  • scharfkantiges Design ist nicht grifffest
  • man benötigt einen kostspieligen Kopfhörer-Verstärker

Fazit

Stereoplay Testurteil: 92 Punkte; Preis/Leistung: überragend


Hervorragend

Vor zwei Jahren fand der Autor beim AK 300 noch eine ganze Liste kleiner, aber in der Praxis entscheidender Kritikpunkte. Doch schon kurz danach begannen Software-Updates, einen nach dem anderen auszumerzen. Weil zu der über die letzten Jahre gereiften Software beim neuen A&futura SE100 von Astell & Kern noch ein großzügiges 5-Zoll-Display hinzukommt, gab es nur einen kleinen Kritikpunkt: das scharfkantige Design des HiRes-Players, das ihn trotz eines aus dem Vollen gearbeiteten Aluminiumgehäuses nicht gerade zum Handschmeichler macht.

Und dann das: Der Vertrieb hat die optionale Hülle nicht nur im Angebot, sondern auch beigelegt. Damit liegt er satt in der Hand und ist zudem gegen Hinfallen geschützt. Schließlich kostet die mit High-End-8-Kanal-DAC ESS 9038 Pro von Sabre, Octa-Core Chip (8-Kern-Prozessor wie im Smartphone) und identischen Endstufen wie der SP1000 ausgestattete Pretiose 1800 Euro. Der Preis wäre eigentlich zu kritisieren, würde nicht der beinahe als Zwilling zu bezeichnende A&ultima SP1000 mit fast 4000 Euro zu Buche schlagen.

Widerstand zwecklos

Wen die Ahnenforschung kalt lässt, der kann schnell zu dem Schluss kommen, dass er hier viel Geld für etwas bezahlt, das er grundsätzlich auch mit seinem Smartphone machen kann. Doch das greift zu kurz. Allein die ebenso strom- wie spannungspotente Ausgangsstufe bietet selbst mit MP3 noch einen deutlichen Boost gegenüber iPhone und Co. - und zwar in umgekehrt proportionaler Relation zur Impedanz und zum Wirkungsgrad des verwendeten Hörers. Während mit dem extrem niederohmigen Campfire Cascade der Unterschied zum Smartphone oder Tablet fast klein ausfällt, ist er bei einem 300-Ohm-Hörer signifikant, was Punch und Dynamik betrifft. Für solche Resultate braucht man unabhängig von der Auflösung des Quellenmaterials einen kostspieligen Kopfhörer-Verstärker, weil Mobilgeräte diesen immensen Punch sowie den Maximalpegel - nur das Ohr bestimmt das Limit - nicht liefern können.

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Damit relativiert sich der Preis des sehr klar und stimmig klingenden HiRes-Players, der sich via AK Connect über WLAN als Streamer ins Netzwerk einbinden lässt und bequemen Zugriff auf Tidal bietet. Mit dem AK CD-Ripper Ⅱ erlaubt der SE100 One-Button-Ripping. Genug Platz ist da: Sein 128-GByte-Speicher kann mit einer microSD-Karte um 400 GByte erweitert werden.

Fazit

Noch nie ließ sich ein HiRes-Player von Astell &Kern so gut bedienen - ein Verdienst von ausgereifter Software und großem 5-Zoll-Display. Inzwischen gibt es für 500 Euro den Astell & Kern AK CD-Ripper Ⅱ, der den SE100 zum vollwertigen kleinen Musik-Server macht, der sich via WLAN ins Netzwerk einbinden lässt. Außerdem steht Bluetooth-Streaming zu Lautsprechern oder Kopfhörern mit AptX-HD bereit. Und der Klang ist auch an leisen Hörern absolut top.

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