Testbericht

Blackberry Pearl 8110

7.4.2008 von Florian Stein und Redaktion connect

Eigentlich ist der Blackberry Pearl 8110 ein Handy mit integrierter Mail-Maschine. Aber der connect-Test zeigt: Das kleine Wunderding kann viel mehr - bei Bedarf sogar navigieren.

ca. 2:05 Min
Testbericht
Blackberry Pearl 8110
Blackberry Pearl 8110
© Archiv

Research In Motion hat einen Nerv getroffen: Seit Jahren gelten die unter dem Namen Blackberry vermarkteten PDA-Phones als Synonym für mobiles Messaging. Und während sie in der Anfangszeit die Adelung des Managers durch sein Unternehmen darstellten, können spätestens seit Einführung des ersten Pearls mit entsprechenden Tarifen der Netzbetreiber auch Privatmenschen die ständigen Erreichbarkeit via E-Mail auskosten. Mit dem RIM Blackberry Pearl 8110 wird die sogar noch ein Stück komfortabler. 

Gewöhnungsbedürftiges Konzept

Hauptmenü
Das Hauptmenü des 8110 erschlägt zunächst einmal mit seinen unzähligen Menüpunkten.
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Wobei der Trackball, wie ihn auch HTC bei einigen Modellen verbaut, Navi-Key-gewohnte Nutzer beim ersten Kontakt irritiert. Um mit dem Bällchen flüssig durch das arg umfangreiche Menü zu steuern, bedarf es etwas Übung. Immerhin kann man dessen Ansprechverhalten nach Gusto konfigurieren. Ebenfalls Übungssache ist die Kerndisziplin des Blackberry, die Texteingabe: Da alle Buchstaben-drücker doppelt belegt sind und das selbstvervollständigende Wörterbuch nicht immer richtig liegt, wünschen sich manche Vielschreiber doch eine vollständige alphanumerische Tastatur wie beispielsweise beim Palm Centro. Allerdings gilt auch hier: Die Übung macht's.

E-Mails
Das Empfangen und Verwalten von E-Mails ist auf dem Blackberry die helle Freude.
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Vom Fleck weg Freude macht das exzellente 240-x-260-Pixel-Display des 8110. Dessen Leuchtkraft wird durch einen Umgebungslichtsensor gesteuert und ist im wahrsten Sinne des Wortes kräftig: Mit satten 873 cd/m2 strahlt der Screen den Nutzer noch an, wenn auf anderen Telefonen schon lange nichts mehr zu sehen ist. Dabei sorgt die dynamische Helligkeitsregelung dafür, dass der Akku nicht zu schnell leergenuckelt wird. Wobei der Elektronenspeicher ohnehin ein Dauerläufer ist: Mit einer im Messlabor ermittelten Standby-Zeit von 13 Tagen und einer typischen Ausdauer von rund 14 Stunden ist das Stehvermögen für ein PDA-Phone sehr gut.

Bestnote bei der Handlichkeit

Menü
Das Menü hält für den Technikfan Überraschungen wie eine Feldstärkeanzeige bereit.
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Noch besser ist seine Handlichkeit: Das nur 107 x 50 x 14 Millimeter große und 93 Gramm leichte PDA-Phone ist unterm Strich westentaschenfreundlicher als so manches Handy. Doch im Gegensatz zu diesen, die meist nur POP3- oder IMAP-Zugang zum E-Mail-Server bieten, zeigt ein Blackberry die Mails im Moment des Eintreffens auf dem Server an. Das klappt auch beim 8110 problemlos. Auch Anhänge in den gängigen Formaten werden wiedergegeben. Zudem lassen sich Dateien von der MicroSD-Speicherkarte an E-Mails anhängen. Seinen Job als Messenger erledigt der 8110 also erwartungsgemäß mit Bravour - wenn man sich an die doppelt belegten Text-Tasten gewöhnt hat.

Navi
Die Offboard-Navi TeleNav kostet zwar Geld, ist in Kombination mit dem hellen Display aber toll.
© Archiv

Aber auch als Mobiltelefon zeigt sich der 8110 von der besten Seite. Zum einen dank seiner knappen Maße, zum anderen, da ihm unser verlagseigenes Messlabor rundum gute Werte bei der Sende- und Empfangsqualität attestiert. Auch ein GPS-Empfänger inklusive der Offboard-Navigation TeleNav 4.8 sowie ein paar Bluetooth-Profile sind an Bord, allerdings fehlen UMTS und WLAN. Etwas schwierig gestaltete sich die PC-Synchronisation mit dem Blackberry-Desktop-Manager. Allerdings konnten wir nicht klären, ob daran die Henne (PC) oder das Ei (8110) schuld ist. Sicher ist, dass die 4.2SP2-Software zickte, während die Version 4.3 gut funktionierte. So bleibt am Ende ein positives Fazit: Der 8110 ist eine extrem handliche Messaging-Maschine mit superhellem Display, aber gewöhnungsbedürftiger Bedienung.

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