Tastatur-Smartphone

Blackberry KEY2: Neuer Tasten-Blackberry im Praxistest

In New York haben TCL und Blackberry das KEY2 vorgestellt. Die Technik wurde auf den neuesten Stand gebracht und das Design verfeinert. Connect konnte das Tastatur-Smartphone bereits in die Hand nehmen und verrät, wie gut die zweite Generation geworden ist.

Blackberry KEY2

© connect

Blackberry KEY2

Im Vergleich mit dem Vorgänger ist das massive Aluminium-Gehäuse des Blackberry KEY2 kantiger, was sich negativ auf die Ergonomie auswirkt: Das Blackberry KEYone liegt besser in der Hand. Es ist im Gegenzug aber auch schwerer, der Neue wiegt nur noch 168 Gramm, also 20 Gramm weniger. Ein Unterschied, den man deutlich spürt.

Verarbeitung und Haptik sind exzellent. Die Rückseite besteht weiter aus einem rutschfesten Kunststoff, am Markenzeichen der Serie hält TCL, der Lizenznehmer für Blackberry-Smartphones, also zum Glück fest. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Tastatur, und hier ist den Produktdesignern das Kunststück gelungen, die Tastaturfläche um 20 Prozent zu vergrößern. Jede einzelne Taste ist größer geworden, was die Finger dankbar zur Kenntnis nehmen. Ein kleines, aber feines Detail: Die Tastatur-Oberfläche ist nicht mehr klavierlackglänzend, sondern matt, und die drei Android-Menütasten zwischen Display und Tastatur (Zurück, Home, Task-Manager) sind nicht mehr dauerhaft sichtbar, sondern nur noch bei aktiviertem Display. Dadurch wirkt die Frontseite geschlossener und eleganter.

Blackberry KEY2 mit neuer Taste

Eine große Stärke des KEYone ist die Konfigurierbarkeit der Tastatur: Man kann alle 52 Tasten mit Schnellzugriffen belegen, die eine App öffnen, einen Kontakt anrufen oder eine Nachricht senden. Das klappt allerdings nur vom Homescreen aus, durch den längeren Druck auf eine Taste. Beim Nachfolger hat TCL diese Möglichkeit verbessert, ein neuer “Speed Key” neben der Leertaste muss einfach zusammen mit der jeweiligen Taste gedrückt werden, um eine Aktion zu starten. Der Vorteil: Mit dieser Kombination kann man aus jeder Anwendung heraus eine Shortcut-Aktion starten und muss vorher nicht zurück auf den Homescreen wechseln.

Installiert ist die aktuelle Android-Version 8.1 samt aller von Blackberry bekannten Extras, unter anderem erweiterte Sicherheits- und Datenschutzfunktionen (mittels DTEK-App) und ein geschützter Bereich für Dokumente und Fotos (Locker-App). Beide Apps wurden marginal verbessert: DTEK entha?lt die neue Funktion „Proactive Health Check“, mit der der Nutzer das Gera?t scannen kann und sofortiges Feedback zu potenziellen Schwachstellen und Sicherheitsoptimierungen erhält. Bei Locker kann man Apps in den Tresor legen und so jeglichen Upload in eine Cloud unterbinden.

Weil das KEY2 zudem zu Googles Android Enterprise Recommended Programm gehört, sind monatliche Sicherheitsupdates gesichert, außerdem eine optimierte Geräteverwaltung für Unternehmen und mindestens ein Versionsupdate – Android P kommt also garantiert auf das KEY2.

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Galerie
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Blackberry hat die neue Version seines Tastatur-Smartphones vorgestellt. Wir zeigen das Blackberry KEY2 in der Bildergalerie.

Mit optischem Zoom und neuem Chipsatz

Technisch werden keine Überraschungen geboten. TCL hat die Komponenten modernisiert, aber im vom KEYone vorgegeben Rahmen: Das Display ist wieder 4,5 Zoll groß, die Auflösung bleibt bei 1620 x 1080 Pixel. Das SoC ist wieder in der Mittelklasse angesiedelt und stammt von Qualcomm, allerdings handelt es sich nicht mehr um den Snapdragon 625, sondern um den Nachfolger 660, der deutlich leistungsstärker und effizienter arbeitet. Bei der Kamera springt TCL auf den Trendzug auf und baut eine Dual-Optik (jeweils 12 Megapixel) mit unterschiedlichen Brennweiten ein, was einen optischen Zoom und einen Porträtmodus mit Hintergrundunschärfe möglich macht. Die Akkukapazität bleibt bei 3500 mAh – angesichts des effizienten Chipsets und der beachtlichen Laufzeit des Vorgängers (10 Stunden) verspricht das eine hervorragende Ausdauer.

Der erste Eindruck ist also ein guter: Das KEY2 scheint ein gelungener Nachfolger zu sein. So ist denn auch die Kritik bereits vom KEYone bekannt: Angesichts eines Mittelklasse-SoC halten wir den Preis für etwas zu hoch gegriffen. 649 Euro soll das Blackberry KEY2 mit 64 GB Speicher und 6 GB RAM kosten, wenn es im Juni in den Handel kommt.

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