Testbericht

Elac FS 67

19.3.2008 von Redaktion connect und Malte Ruhnke

Stand-Lautsprecher um 700 Euro, die auch mit widrigen Umständen klar kommen, sind selten. Dazu gehört auch die Elac FS 67.

ca. 1:20 Min
Testbericht
  1. Elac FS 67
  2. Datenblatt
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© Archiv

Andere Hersteller leisten sich eine wahre Boxengalerie für jede Serie, Elac hatte in der günstigen 60er-Reihe bisher nur eine Standbox im Repertoire: die FS 68. Mit einer zierlicheren Figur als die FS 68 punktet nun die FS 67, die Elac für 600 Euro auf den Markt bringt. 

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Elac setzt auf Single-Wiring und zwei unverrundete, große Reflexrohre
© Foto: H.Härle

Zwei Konustreiber mit Aluminium-Papier-Sandwich-Membran im minimalistischen 14-Zentimeter-Format schwingen auf ihrer Front, zwei rückwärtige, nicht verrundete Reflexrohre unterstützen bis in die unterste hörbare Oktave. Bereits ab 2200 Hertz kann die 25-Millimeter-Kalotte übernehmen; Membran und Schwingspulenträger sind hier aus einem Stück Aluminium gezogen, was beste Wärmeableitung und höchste Belastbarkeit garantiert. Samt einer flachen Schallführungseinheit verschwindet der Hochtöner hinter Gittern - das schützt vor Kinderhänden und Katzenkrallen und ist in die tonale Abstimmung bereits eingerechnet. Diese folgt dem Elac-Prinzip der stetigen Schall-Leistungsverteilung, wobei nicht nur der genau auf Achse abgegebene Schall berücksichtigt ist - auch ein möglichst unverfärbter Diffusschall soll im Hörraum erzeugt werden. Damit die Abstrahlung optimal brechungsfrei gerät, ist die Box rund um den Hochtöner deutlich verrundet, was den Schallwellen eine sanfte Beugung erlaubt. 

Eine technische Besonderheit: Die FS 67 ist als reine 6-Ohm-Box ausgelegt, was sie neben ihrem ordentlichen Wirkungsgrad zum Geheimtipp für Besitzer älterer, nicht so laststabiler Verstärker machen dürfte. Wem die Haptik der schwarzen Matt-Version nicht gefällt, der kann eine glänzende Variante in dunkler Kirschnachbildung ordern.

Hörtest

Die Elac FS 67 tat sich in Glinkas "Ruslan und Ludmilla""-Ouvertüre (AUDIO pure music one, Bose ) mit frischen  und transparenten Klangfarben hervor. Sie spielte mit beinahe monitorhafter Genauigkeit. Die Weavers wirkten allerdings in ihrer minimalistischen Liveversion von "Rambling Boy" ("Reunion Concert", Analogue Production) schon auffallend schlank, ja fast ausgezehrt, das mitsingende Publikum setzte im Refrain eher blechern ein.

Zur Aufstellung: Die Elac erhielt in wandnaher Position den nötigen Grundton.

Elac FS 67

Elac FS 67
Hersteller Elac
Preis 600.00 €
Wertung 70.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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