Testbericht

Samsung Galaxy Alpha im Test - Kamera, Akku und Fazit

Inhalt
  1. Samsung Galaxy Alpha im Test
  2. Samsung Galaxy Alpha im Test - Kamera, Akku und Fazit
  3. Datenblatt
  4. Wertung

Prozessor und Kamera stark

Das Display des Samsung Galaxy Alpha misst 4,7 Zoll und bietet mit 1280 x 720 Pixeln die für diese Diagonale übliche Auflösung. Zum Einsatz kommt wieder die von Samsung maßgeblich mitentwickelte AMOLED-Technologie, die für eine sehr kontrast- und farbstarke Darstellung sorgt. Mit 343 Candela ist das Panel allerdings nicht so leuchtstark wie die LCDs eines iPhone 6 (Test) oder Z3 Compact (Test), die beide mit über 500 Candela strahlen, was vor allem in einer hellen Umgebung einen Unterschied macht.

Die Android-Oberfläche reagierte während des Tests flüssig und verzögerungsfrei, was kein Wunder ist, schließlich hat Samsung den brandneuen Chipsatz Exynos 5430 eingebaut, der wie das Display aus eigener Produktion stammt. Er arbeitet nach dem modernen big.LITTLE-Prinzip von ARM: Vier sparsame A7-Kerne (1,3 GHz) erledigen Routine-Aufgaben wie das System-Standby, bei anspruchsvollen Aufgaben werden vier rechenstarke A15-Kerne (1,8 GHz) zugeschaltet. Die Performance reicht für den Alltag völlig aus, echte Poweruser, die Wert auf ganz viel (Grafik-)Leistung legen, sind allerdings mit einem Galaxy S5 (Test) oder einem Xperia Z3 stärker motorisiert - das legen zumindest die einschlägigen Benchmarks nahe.

Die Fotos der 12-Megapixel-Kamera halten auch einem Vergleich mit dem Top-Smartphone Galaxy S5 stand. Sie sind verhältnismäßig rauscharm, bieten knackige Kontraste und stimmige Farben. Hervorheben möchten wir außerdem noch den sehr schnellen Autofokus und den HDR-Modus, der den HDR-Filter in Echtzeit in der Kameravorschau einblendet. Videos zeichnet das Samsung Galaxy Alpha auf Wunsch in 4K in einer guten Qualität auf - wenn man die Auflösung reduziert, sind sogar Zeitlupen- und Zeitraffer-Sequenzen möglich.

Viele Extras inklusive

Die Bedienung der Kamera gelingt auch Smartphone-Einsteigern problemlos, die Menüs sind übersichtlich aufgebaut, alle Funktionen schnell zugänglich. Wer bereits ein Samsung-Smartphone hatte, wird sich schnell zu Hause fühlen, die gesamte System-Oberfläche wurde 1:1 vom Galaxy S5 und S5 mini (Test) übernommen. Für den Anwender bedeutet das: Zahlreiche Extrafunktionen, die in dieser Breite kein anderer Hersteller bietet - genannt seien der Samsung-eigene App Store mit Sonderangeboten oder der Sprachassistent S Voice - aber auch eine bunt-verspielte Oberfläche, die nicht auf jeder Ebene intuitiv zugänglich ist.

Ein gutes Beispiel ist das Einstellungsmenü, das mehr als 50 Einträge umfasst und selbst versierten Smartphone-Nutzern eine gewisse Einarbeitungszeit abverlangt. Viele Extras bietet aber nicht nur die Software, auch die technische Ausstattung ist Samsung-typisch sehr umfangreich und geht über den marktüblichen Standard hinaus. So findet man unter dem Fotolicht auf der Rückseite des Samsung Galaxy Alpha einen Pulssensor, der recht zuverlässig arbeitet und seine Daten direkt an die Samsung-eigene App S Health sendet.

Samsung Galaxy Alpha

© Samsung

Mittlerweile auf vielen Galaxy-Smartphones vorinstalliert: die Gesundheits-App S Health.

Der Fingerabdruck-Sensor, der in die Home-Taste integriert ist, lässt sich für Paypal-Zahlungen oder Passwörter von Webseiten verwenden. Weil die Erkennungsrate höher ist als beim Galaxy S5 und S5 mini, kann man den Sensor beim Galaxy Alpha auch zum Entsperren des Displays benutzen, ohne dabei zu verzweifeln. Nach wie vor ist die Lösung von Samsung aber unkomfortabler als bei der Konkurrenz. Bei Apples iPhones oder bei Huaweis Ascend Mate 7 (Test) reicht es aus, den Daumen oder Finger einfach draufzuhalten, während man beim Galaxy Alpha in einem bestimmten Winkel darüberstreichen muss, was Übung erfordert und nicht immer klappt.

Messungen: Stark im Labor

Bei der Präsentation des Samsung Galaxy Alpha wurde vor allem der Akku kritisiert, und tatsächlich verspricht eine Kapazität von 1860 mAh kein besonders langes Durchhaltevermögen. Doch unser Testlabor gibt Entwarnung: Mit einer Laufzeit von 6:14 Stunden im genormten connect-Nutzungsmix ist das Alpha zwar nicht gerade ein Marathonläufer, bringt seinen Nutzer aber sicher durch den Tag. Auch die Funkleistungen und die Sprachqualität enttäuschen nicht, im Gegenteil, sie sind sogar durchweg sehr gut.

Samsung Galaxy Alpha

© Samsung

Praktisch: Dank Samsungs Multi-Window-Ansicht kann man in zwei Apps gleichzeitig arbeiten.

Fazit: Die Zukunft heißt Alpha

Wenn das Galaxy Alpha die Blaupause für die künftige Smartphone-Oberklasse von Samsung ist, dann haben die Koreaner gute Chancen, ihre Spitzenposition zu verteidigen. Der handliche Allrounder überzeugt in nahezu allen Bereichen und sieht obendrein besser aus als alles, was Samsung bisher gebaut hat. Schade nur, dass ein Micro-SD-Einschub nicht mehr in das ultraschlanke Gehäuse gepasst hat - knapp 25 GB Speicher müssen ausreichen.

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