Gaming-Smartphone

Honor Play im Praxistest

Das Honor Play richtet sich mit speziellen Features besonders an Gamer. Wie schneidet das Gaming-Smartphone im Praxistest von connect ab?

Honor Play

© Honor

Honor Play

Pro

  • taktiles Feedback in kompatiblen Spielen
  • leistungsstarker Prozessor
  • großer Akku
  • 64 GB interner Speicher
  • Anschluss für 3,5-mm-Headsets
  • Case im Lieferumfang
  • Notch deaktivierbar
  • niedriger Preis

Contra

  • Monolautsprecher
  • 4 GB RAM
  • Lieferung ohne Displayschutz

Fazit

connect Praxistest: 4 von 5 Sternen (Ausstattung: 4 von 5 Sternen; Handhabung: 4 von 5 Sternen)
Gut

In China wurde das Honor Play bereits im Juni vorgestellt, auf der Gamescom feierte es nun seine Europa-Premiere. Die Spezifikationen waren also wenig überraschend. Offen war noch, welche Speichervariante Honor für Europa vorsah, und hier gibt es eine Enttäuschung: Während die Chinesen zwischen 4 und 6 Gigabyte wählen können, beschränkt Honor den wichtigen RAM-Baustein hierzulande auf 4 GB und stellt die größere Variante bislang auch nicht in Aussicht.

Rechnen darf man dagegen mit mindestens einem Update für Android. Über der installierten Version 8.1 ermöglicht Huaweis EMUI 8.2. unter anderem eine kosmetische Korrektur der Notch – gut für Spiele und andere Apps, die weiterhin auf einen geraden Rand bauen. Das Full-View-Display bietet Full-HD+-Auflösung (1080 x 2340 Pixel) bei einer großen Diagonalen von 6,3 Zoll und dem ungewöhnlichen Seitenverhältnis von 19,5:9.

Interessant für Gamer ist natürlich der starke Kirin 970 mit Mali-G72. Huaweis bester Chip, zumindest bis zur IFA, ist denen von Qualcomm und Samsung nicht überlegen, wird hier aber ab Werk per Software von dem neuen GPU-Turbo gepusht. Huawei beziffert die Verbesserung der grafischen Leistung mit 60 Prozent, damit einher geht auch eine höhere durchschnittliche Bildrate. Obendrein soll die Technologie den Energieverbrauch um durchschnittlich 30 Prozent senken. Was eigentlich ein Paradoxon ist; es sei denn, die Angabe bezieht sich auf einen geringeren Anstieg des Energieverbrauchs bei hoher Leistung gegenüber vorher.

4-D-Smart-Shock-Technologie

Erstmalig können Spiele auf einem Smartphone von Honor oder Huawei ein taktiles Feedback geben. Unterstützung erhält die Technologie bereits durch den Shooter Player Unknown’s Battlegrounds, weitere Titel sollen folgen. Den adäquaten Sound liefert mangels Stereolautsprechern am besten ein Headset; positiv: das Honor Play hat noch einen separaten Anschluss für 3,5-mm-Klinkenstecker.

Honor bietet keine Glasrückseite, dafür eine optische Aufwertung des Aluminiums: Neben drei glatten Gehäusen in Violett, Blau und Schwarz gibt es für 349 anstelle der regulären 329 Euro eine gefräste Rückseite in Schwarz oder Rot. Die Preise sind mit Blick auf den Hochleistungschip und vergleichbare Huawei-Smartphones wirklich günstig; denen gegenüber gibt es allerdings Abstriche bei der dualen Kamera, die zwar gleichfalls von der NPU des Kirin 970 und der intelligenten Szenenerkennung profitiert, mit nur 13 und 2 Megapixeln aber schwächer auflöst. Alle Modelle haben 64 Gigabyte Speicher verbaut, die sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen.

Im Gespräch mit connect räumte der Hersteller ein, dass das Honor Play ohne Displayschutz verkauft werde. Bei Amazon soll es aber ein Bundle mit Folie geben. Übrigens: Das Honor Play gehört zu den von Epic Games genannten Smartphones, auf denen die Android-Version von Fortnite läuft.

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