Ultrabook

Huawei MateBook X Pro im Test

Nach dem Smartphone-Gipfel erklimmt Huawei mit dem MateBook X Pro nun auch die Spitze der Ultrabook-Bestenliste – und das, obwohl die Chinesen recht neu in dem Geschäft sind. Der connect-Test zeigt, wie sie das geschafft haben.

Huawei MateBook X Pro im Test

© Huawei / Montage: connect

Auch wenn es aufgrund der besseren Aus­stattung dicker und schwerer ist als sein Vor­gänger, gibt es am Design des Matebook X Pro nichts aus­zusetzen.

EUR 1.599,00

Pro

  • schickes, robustes Ultrabook
  • hochwertige Verarbeitung
  • herausragende System- und Grafikperformance
  • hochauflösendes, extrem helles Display
  • USB­-A-­, USB-­C­- und Thunderbolt-­3­-Anschlüsse
  • in der Tastatur ver­senkbare Webcam
  • gute Soundqualität (vier Lautsprecher)
  • gute Ausdauer

Contra

  • im Lastbetrieb deutlich hörbarer Lüfter
  • kein Kartenleser
  • relativ hoher Preis

Fazit

connect Testurteil: sehr gut (458 von 500 Punkten)
91,6%

Zwei Jahre ist es erst her, dass Huawei mit dem Matebook erstmals einen Laptop-ähnlichen Mobilrechner auf den Markt brachte. 2017 folgte mit dem Matebook X das erste „richtige“ Notebook der Chinesen, auf dem diesjährigen Mobile World Congress wurde der jüngste Spross der Geräteserie vorgestellt, das Matebook X Pro. Pünktlich zum Marktstart konnten wir den Newcomer ins Testlabor schicken und überprüfen, ob die zahlreichen Vorschusslorbeeren berechtigt sind. 

So viel vorweg: Das sind sie – trotz des stolzen Preises. Denn bereits die Einstiegsvariante mit Core-i5-Prozessor und 256-GB-SSD schlägt mit 1500 Euro zu Buche. In der vorliegenden Testkonfiguration mit i7-CPU und 512 GB Datenspeicher sind es sogar 1700 Euro. Aber auch die ist das Ultrabook wert. Denn erstens bekommt man Vergleichbares bei der Konkurrenz auch nicht geschenkt, und zweitens haben die Chinesen einen großartigen Job gemacht. 

Das beginnt bereits beim Gerätedesign, das sich vor dem optischen Vorbild von Apple wahrlich nicht verstecken muss. Aber das Ultrabook sieht nicht nur gut aus, es ist auch extrem gut verarbeitet – das gilt explizit auch für das nahezu rahmenlose Display. Der 13,9 Zoll große Touchscreen im 3:2-Format ist ohnehin ein besonderes Highlight des Matebook X Pro: Der mit 2000 x 3000 Pixeln sehr hoch auflösende Bildschirm leuchtet mit über 500 cd/m² extrem hell, Inhalte werden sehr kontrastreich und in kräftigen Farben dargestellt. Dank Helligkeitssensor passt sich das Gerät zudem automatisch an die Lichtverhältnisse der Umgebung an.

Huawei MateBook X Pro im Test - Sensor

© Josef Bleier

Versteckter Sensor: Wie bereits bei Huaweis erstem Notebook, verbirgt sich der Fingerprintscanner praktischerweise im Einschaltknopf.

Innovative Features

Wer die Webcam vermisst – dafür ist in dem schlanken Displayrahmen schlicht kein Platz – findet sie an einer ganz ungewohnten Stelle: Huawei hat sie zwischen den Funktionstasten F6 und F7 versteckt, wo sie sich bei Bedarf per Knopfdruck ausfahren lässt. Von dieser Position aus ergibt sich zwar eine für Videotelefonate ungünstige Perspektive, der Mechanismus erspart vorsichtigen Nutzern aber den obligatorischen Aufkleber auf der Linse. 

Bereits vom Vorgänger bekannt, aber nach wie vor raffiniert, ist die Integration des Fingerabdrucksensors in den Einschaltknopf. Die Versorgung mit Schnittstellen mag auf den ersten Blick spartanisch erscheinen: Drei USB-Anschlüsse plus Audiobuchse – das war’s. Darunter befindet sich allerdings nicht nur ein klassischer USB-A-Stecker, sondern auch ein Thunderbolt-3-Port, der rasend schnell Daten überträgt und für die Anbindung externer Monitore sowie einer Dockingstation sorgt. In Gestalt des Mate Dock 2 gehört eine solche sogar zum Lieferumfang des Matebook X Pro. 

Huawei MateBook X Pro im Test - Webcam

© Josef Bleier

Versteckte Kamera: Die in die Tastatur versenkbare Webcam hat Huawei viel Aufmerksamkeit eingebracht, ist aber mehr als ein Marketing-Gag.

Im Inneren des Ultrabooks hat Huawei weiter aufgerüstet: Mit der Nvidia GeForce MX150 kommt erstmals eine dedizierte Grafikkarte zum Einsatz – sie und der kräftigere Akku erklären die im Vergleich zum Vorgänger um zwei Millimeter angewachsene Bauhöhe. In Kombination mit dem hochwertigen Intel-Prozessor sorgt die GPU für eine System- und Grafikleistung, die wir in dieser Geräteklasse noch nicht erlebt haben. 

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dabei jedoch: Im Gegensatz zum komplett lautlosen Vorgänger braucht das Matebook X Pro zur Kühlung einen Lüfter. Zwischen Basiseinheit und Display versteckt, sieht man ihn zwar nicht, dafür ist er im Lastbetrieb aber nicht zu überhören. Verrichtet die Recheneinheit Schwerstarbeit, ist in Richtung Scharnier auch eine deutliche Wärmeentwicklung spürbar.

Testsiegel connect sehr gut

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Fatzit: Überzeugendes Gesamtpaket

Nun könnte man meinen, dass die geballte Rechenpower auf Kosten der Ausdauer ginge: Doch weit gefehlt – auch in dieser Testkategorie sammelt das Matebook X Pro ordentlich Wertungspunkte. Zehneinhalb Stunden Akkulaufzeit bei normaler Office-Tätigkeit ergeben keinen Spitzenwert, sind aber dennoch höchst beachtlich und in der Praxis meist völlig ausreichend. Ebenfalls auf der Habenseite verbuchen kann der stylishe Chinese die schnelle SSD, das große, präzise Touchpad, eine für Ultrabook-Verhältnisse außergewöhnliche Akustik sowie ein ungewohnt langes Stromkabel. Den Spitzenplatz in der Bestenliste hat er sich also absolut verdient.

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