Testbericht

Lautsprecher Triangle Genese Quartet

14.2.2008 von Redaktion connect und Wolfram Eifert

Einen sparsamen Umgang mit elektrischer Energie erreicht der französische Hersteller Triangle bei seiner Genese Quartet für 2600 Euro das Paar durch ein ganzes Bündel schallfördernder Maßnahmen.

ca. 1:30 Min
Testbericht
  1. Lautsprecher Triangle Genese Quartet
  2. Datenblatt
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© Archiv

So verfügt der Hochtöner, der in einer länglichen Kammer obenauf thront, über eine rundliche Schallführung, die der Kalottenmembran einiges an Hub erspart.

Triangle Genese Quartet Hochtonhorn
Die Hornmündung geht ohne hervorstehende Kanten in die Schallwand über. Das Chassis verfügt über eine längliche, geschlossene Kammer zur Dämpfung
© Julian Bauer

Die hoch aufragende, modern gestylte Standbox, die sich tatsächlich mit nur einem "t" schreibt, liegt mit einer gemessenen Empfindlichkeit von rund 86 Dezibel Schalldruck aus 2 Volt am oberen Limit des bei HiFi-Standboxen Üblichen; ein extremes Wirkungsgradwunder ist sie nicht.

Ihre Genügsamkeit verdankt die Quartet auch der Tatsache, dass Triangle seine Chassis in einer hochmodernen Fabrik herstellt und dadurch konstruktive Details verwirklichen kann, auf die externe Zulieferer sich nur ungern einlassen. Bemerkbar macht sich dies beispielsweise bei Feinheiten wie der Ausgestaltung und Maßhaltigkeit der Luftspalte, in denen die Schwingspulen hin und her sausen. Enge Zwischenräume bringen ein Mehr an magnetischer Induktion und Schalldruck, erfordern andererseits eine präzise Fertigung, weil es sonst zu Schleifgeräuschen kommt.

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Der Basstreiber (unten) trägt eine breite Randaufhängung, die des Mitteltöners (oben) ist schmaler.
© Julian Bauer

Zwei 20 Zentimeter große Konustreiber und eine nach vorn gerichtete Bassreflexöffnung mit zwei divergierenden Innenrohren erzeugen den unteren Teil des Spektrums. Den hier erzielten Wirkungsgrad, dem sich bei Passivboxen alle übrigen Zweige anpassen müssen, bestimmt ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Parameter, von denen Membranfläche, Eigenresonanz und Gehäusevolumen die wichtigsten sind. Die Mitten übernimmt ein drittes Chassis gleicher Größe mit schmalerer Randaufhängung und härterer Zentrierung.

Mit ihrem lediglich leicht überdurchschnittlichen Wirkungsgrad und der nicht ganz unkritischen Impedanz ist die Quartet von der Papierform her keine Box, bei der sich kleine, audiophile Verstärker aufdrängen, dennoch harmonierte die Französin ganz passabel mit dem auf Seite 39 beschriebenen Röhrenamp TI 120 von Lyric. Mit betont fülligem Grundton und leicht romantisierender Hochton-Milde verdiente sich die Kombination eine Empfehlung für die Fans der bauchig-genüsslichen Gangart. Anhängern staubtrockener Analytik dürfte diese Paarung hingegen zu lieblich erscheinen.

Hochtonreicher und stimmlich erheblich trockener tönte die Französin an den Referenz-Transistor-Monoblöcken TEM 3200 von Thorens, mit denen sie tonal ausgewogener und noch etwas facettenreicher auftrat, andererseits auch ein wenig pedantisch daherkam.Ein begehrenswerter Mix aus leicht reduzierter, absolut gesehen immer noch opulenter Detailfreude und südseehafter Sonnenuntergangsmilde entstand mit dem audiophil angehauchten Ayre AX 7e mit seinen maßvollen 90 Watt. Hier zeigt der Käuferdaumen nach oben!

Triangle Genese Quartet

Triangle Genese Quartet
Hersteller Triangle
Preis 2600.00 €
Wertung 55.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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