Testbericht

Monoblock-Endverstärker Mark Levinson No 531 H

20.12.2010 von Johannes Maier

Bei der Abstimmung ihrer Monoblöcke Mark Levinson No 531 H (12800 Euro das Paar) haben die Amerikaner weniger an High-End-Warmduscher als an fanatische Wahrheitsliebhaber gedacht.

ca. 1:20 Min
Testbericht
  1. Monoblock-Endverstärker Mark Levinson No 531 H
  2. Datenblatt
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Drei Netztrafos (1) dienen der Bedien- und Eingangselektronik sowie der Versorgung der Treiberstufen. Die Leistungskreise werden von vier Groß-Umspannern ernährt, die in einer Stahlkammer (2) sitzen.
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Vernünftigerweise geht die High-End-Schmiede Mark Levinson davon aus, dass ihre Klientel nicht in engen Studentenbuden wohnt. Deshalb stört auch niemanden, dass die Monoblöcke No 531 H recht überdimensionierte Gehäuse bekamen. In dasselbe Kabinett passen beim 532 und 533 locker auch noch ein zweites und ein drittes Verstärkermodul.

Wie um das Missverhältnis von Luft und Material noch zu betonen, konstruierten die Ingenieure ihre Eingangsstufen aus Auflötbauteilen. Zusammen mit kürzeren und einstreufesteren symmetrischen Platinenwegen ergab sich vermehrte Signalschnelligkeit, aber auch eine Gruppierung, die (inklusive einer Reihe von Optokopplern, die mit der Schutzschaltung korrespondieren) auf wenige Quadratzentimeter passt.

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Finale Kombination:Solange die passende AMP-Vorstufe noch reifen muss, gibt es zur Ansteuerung der Monos Mk 2 eigentlich keine Alternative: Es sollte schon die stereoplay-Referenzvorstufe, die TEP 3800 von Thorens sein (Test ist Heft 5/08). Ihr super anspringendes Wesen harmoniert fantastisch mit den sanften Bären von AMP.
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Zu alledem nutzen die Amis nicht mehr wie früher wenige riesige Elko-Stromspeicher, sondern viele kleine. Durch Parallelschaltung einzelner Gruppen verringern sich die Anschlussinduktivität und die Entladezeit - fürs Auge gibt die Konstruktion aber wenig her.

Der Blick fängt sich stattdessen an vier horizontal und vertikal symmetrisch aufgestellten Ausgangstransistoren der Brücken-Endstufe, die über zwei heiße Klemmen trotz relativ niedriger Betriebspannung große Hübe abliefern kann.

Mit Impuls-Vorteil ersetzen schöne braune Metallfilm-Quartetts die üblichen Zementwiderstände. Auch der Ringkerntrafo, der eine Abschirmung gegen Netzstörungen erhielt, macht einiges her. Schließlich wird sich der 531-Besitzer freuen, dass er seine Monoblöcke nicht nur per Triggerspannung  ein- und ausschalten, sondern auch via Ethernet-Buchse in einen Crestron-Kontrollverbund eingliedern kann.

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Um es gleich zu sagen: Bei der Abstimmung ihrer Monoblöcke haben die Amerikaner weniger an High-End-Warmduscher als an fanatische Wahrheitsliebhaber gedacht. Wie mit einer riesigen, frisch polierten  Lupe schauen sie in die Musik hinein, um die feinste Bass-Konturmaserung, die zarteste Stimmnuance oder das winzigste Höhenstrählchen glasklar offenzulegen.

Bei all ihrer Präzision gelang es den No 531 - da legten sich selbst die Vincent-Gewaltblöcke nieder - auch infernalischen Druck zu erzeugen. So reihten sich die neuen MLs bei den ganz großen Amps und dort als die besonders zackigen ein.

Mark Levinson No 531 H

Mark Levinson No 531 H
Hersteller Mark Levinson
Preis 12800.00 €
Wertung 59.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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