Mittelklasse-Smartphone

Vivo V21 5G im Test

31.8.2021 von Lennart Holtkemper

Vivo knipst beim V21 die Lichter an und schlägt mit dem Mittelklasse-Phone einen erfrischend ungewöhnlichen Weg ein. Wer gern Selfies macht und häufig Videocalls mit seinem Smartphone führt, sollte sich das V21 genauer ansehen.

ca. 3:40 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Vivo V21 5G im Test
  2. Fotoqualität: Vivo V21 5G camera quality benchmark
vivo v21 sunset im Test
Das Smartphone V21 von vivo ist derzeit in den Farben Sunset Dazzle und Dusk Blue erhältlich.
© vivo Mobile Communication Co.

Pro

  • sehr handliches Design
  • OLED mit 90 Hz, guter Displayhelligkeit und Darstellung
  • hochauflösende Frontkamera mit guter Qualität samt LEDs für die Beleuchtung bei Dunkelheit
  • Hauptkamera mit sehr guter Fotoqualität
  • überragende Akkulaufzeit und 33-Watt-Laden
  • Schutzhülle, Displayfolie und Kopfhörer im Lieferumfang enthalten

Contra

  • kein aktuelles WiFi 6
  • mäßiger LTE- und GSM-Empfang
  • strahlt vergleichsweise stark

Fazit

connect-Urteil: gut (407 von 500 Punkten)


81,4%

Mit dem X60 Pro im Test hat Vivo bereits bewiesen, in der gehobenen Mittelklasse ein starkes Smartphone mit vielen Features zu einem angemessenen Preis anbieten zu können. Gefallen hat uns dabei, dass der Hersteller mit seiner Gimbal-Kamera im sonst eher einheitsbreiigen Smartphone-Markt Akzente setzt.

Für das Mittelklasse-Phone V21 hat sich Vivo wieder etwas Cleveres und einfallen lassen, was zudem perfekt in die heutige Zeit passt: Die hochauflösende Frontkamera wird von zwei LEDs flankiert, die das eigene Gesicht bei Dunkelheit für Selfies oder Videotelefonate ausleuchten können. Ob das etwas bringt, erfahren Sie später.

Haptik und Verarbeitung

Erst einmal zum Äußeren: Das kann sich gerade in der Farbe Sunset Dazzle mit seinem schillernden Farbverlauf durchaus sehen lassen. Wer es seriöser mag, greift zu dunkelblau. Das matte Glas fühlt sich angenehm und qualitativ hochwertig an, Fingerabdrücke haben es darauf ebenfalls schwer.

Dass der Rahmen aus Kunststoff gefertigt ist, stört beim aufgerufenen Preis nicht so sehr. Hilfreich ist der geriffelte Powerknopf, den man dadurch nicht verfehlen kann – er dürfte nur etwas fester sitzen. Dennoch: Die Verarbeitung ist rundum top.

Handlichkeit und Bildqualität

Unschlagbar ist bei Vivo wieder einmal die Handlichkeit, denn für einen 6,4-Zöller ist das V21 mit seinen 176 Gramm sehr leicht. Nur die Kollegen von Oppo stellen mit dem Find X3 Lite (173 Gramm) ein noch leichteres Phone in der Klasse. Bemerkenswert ist zudem die Dicke von nur sieben Millimetern, womit das V21 wie das X60 Pro zu den dünnsten 5G-Smartphones zählt.

Und ja: Das spürt man tatsächlich positiv in der Hand! Selbst bei längerer Nutzung vermittelt das Phone ein leichtes, luftiges Gefühl, ohne dass sich das geringe Gewicht auf das Qualitätsempfinden auswirkt. Das bereits angesprochene OLED-Display löst mit 1.080 x 2.400 Pixeln standesgemäß auf. Die Bildwiederholrate von 90 Hz, die Texte beim Lesen weich über den Screen gleiten lässt, ist ebenfalls bereits Standard in diesem Preisbereich.

Vivo-V21-von-allen-Seiten
Mit seinen 176 Gramm liegt das Vivo V21 sehr leicht in der Hand.
© vivo Mobile Communication Co.

Praktisch ist das auch beim Gaming, gerade bei rasanten Spielen. Unsere Messwerte aus dem Labor bescheinigen dem OLED so weit eine gute Qualität. Allerdings dürfte das V21 von allem gern noch etwas mehr haben: eine bessere seitliche Ablesbarkeit, höhere Kontraste und eine stärkere Leuchtkraft. In diesem Segment bieten das Xiaomi Poco F3 oder das Sony Xperia 10 III die besseren Displays.

In Sachen Leistungsfähigkeit ist man mit dem V21 gut aufgestellt, auch wenn es um 400 Euro noch performantere Smartphones gibt. Der verbaute Mediatek Dimensity 8000U hat sich im mittleren Preissegment etabliert und sollte mit seinen 8 GB RAM für die meisten Anwendungsszenarien vollkommen ausreichen. Gelegentliches Gaming ist kein Problem, auf die höchsten Einstellungen muss man natürlich verzichten. Flüssig und ruckelfrei navigiert man sich auch durch die Nutzeroberfläche.

Vivo V21 Screen
Vivo bietet viele praktische Einstellungsmöglichkeiten für die Kontonutzung.
© vivo Mobile Communication Co. / Screensot: connect.de

Bedienung

Mit Funtouch OS setzt Vivo auf die eigene Nutzeroberfläche, die auf Android 11 basiert. Optisch ist sie schlicht gehalten und erinnert an natives Android. Beim Design hat man allerdings ein paar Individualisierungsmöglichkeiten. Vivo nennt den Punkt in den Einstellungen „Dynamische Effekte“. Hier kann man aus einem großen Fundus an Animationen für den Fingerprintscanner, die Gesichtserkennung oder fürs Laden schöpfen.

Zudem lassen sich einige Apps klonen und so mit zwei verschiedenen Konten nutzen. Wer mag, kann verschiedene auf das Alter abgestimmte Klangprofile fürs Musikhören aktivieren, die sich auch individuell anpassen lassen. Dazu muss man jedoch einen Kopfhörer anschließen, wofür sich ein einfaches Modell im Lieferumfang findet. Eine klare Silikonhülle und die werksseitig aufgetragene Schutzfolie sammeln ebenfalls Pluspunkte.

Testsiegel connect gut
Testsiegel connect gut
© WEKA Media Publishing GmbH

Technische Details

Da das V21 auf einen Klinkenanschluss verzichtet, läuft die Verbindung über den ebenfalls beiliegenden Adapter. Ansonsten natürlich kabellos über Bluetooth in Version 5.1, wobei man auf HiRes-Audiocodecs wie aptX HD oder LDAC verzichten muss. Nicht ganz aktuell ist auch der WLAN-Standard, der bei WiFi 5 den Schlussstrich zieht. Rasant vernetzt ist man – sofern verfügbar – dank 5G im mobilen Netz. Dual-SIM ist vorhanden, eine Speichererweiterung per microSD fehlt.

Unser Testgerät kommt derweil mit einem 108 GB großen internen Speicher, der den meisten Nutzern genügen sollte. Aufgrund der schlanken Bauform ist der verbaute Akku mit 4000 mAh nicht riesig. Angst vor einer kurzen Akkulaufzeit muss man trotzdem nicht haben, denn das V21 hielt im Laufzeittest satte 12 Stunden durch – sogar mit aktivierter 90-Hz-Wiederholrate. Zwei normale Nutzungstage kann man somit erreichen. Geladen wird danach mit fixen 33 Watt, die das V21 in 30 Minuten zu 63 Prozent wieder volltanken.

Auf kabelloses Laden muss man verzichten, was bei dem Preis verständlich ist. Die weiteren Messwerte aus dem Labor bescheinigen dem V21 eine gute Telefonieakustik. In Senderichtung könnte die Lautstärke etwas höher ausfallen. Die Empfangseigenschaften sind hingegen eher mittelmäßig, auch im wichtigen LTE-Netz.

Lesetipp: Vivo X60 Pro im Test: Kompakter Allrounder

Mit dem V21 hat Vivo ein gut ausgestattetes Mittelklassegerät im Portfolio, das vor allem durch seine Frontkamera hervorsticht und damit erfrischend anders ist. Nicht einmal Topgeräte können bei der Qualität der Frontkamera mithalten. Für den aufgerufenen Preis gibt es allerdings auch leistungsstärkere Phones. Hier kommt es ganz auf die Nutzung an.

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