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Pocketbook Surfpad 4M im Test

9.6.2015 von Inge Schwabe

Schluss mit grauschwarzem Einheitsbrei: Pocketbook hat sein Surfpad 4M mit knallgelben Applikationen aufgefrischt. Kann das poppige Android-Tablet auch beim zweiten Blick begeistern?

ca. 2:30 Min
Testbericht
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Pocketbook Surfpad 4M
Pocketbook Surfpad 4M
© Pocketbook

Pocketbook ist hierzulande wenig bekannt. Dabei beliefert das im schönen Schweizer Lugano ansässige Unternehmen weltweit 32 Länder mit E-Book-Readern und Android-Tablets.

Das knapp 8 Zoll große Surfpad 4M aus dem großen Portfolio der Schweizer reißt im connect-Test allerdings die erste Latte mit einer mangelhaften Ausdauer: Der Verbrauch in den einzelnen Betriebsarten ist hoch, der Akku mit 4000 Milliampere zu knapp bemessen. Schon im Standby verbrät das Surfpad 4M ungewöhnlich viel Energie: So hielt es nach Vollladung gerade mal drei Tage ohne Nutzung durch, danach war der Akku leer. Im unterbrechungsfreien Ausdauertest verlangte das Surfpad 4 M bereits nach knapp viereinhalb Stunden nach der Steckdose. Das schmälert natürlich auch die Argumente für die mobile Nutzung, namentlich GPS und UMTS-Modem.

Immerhin: Mit einem Autoladekabel (nicht im Lieferumfang) ermöglichen diese unterwegs die Routenplanung unter Einbeziehung aktueller Verkehrsinfos. Modem, GPS und auch einen UKW-Tuner verdankt das Surfpad 4M dem Octa-Core-Systemchip MT8392 von Mediatek. Der liefert für seine Preisklasse zudem eine respektable Rechenleistung ab.

Medientauglich

Für die mobile Verwendung empfiehlt sich auch, das Display auf die maximale Helligkeit von 335 cd/m2 zu regeln. Beim Wechsel zwischen drinnen und draußen muss man die Displayhelligkeit allerdings manuell anpassen. Auflösung sowie Pixeldichte sind dagegen mit 2048 x 1536 Bildpunkten und 324 dpi genauso hoch wie bei dem höherklassigen HP Pro Slate 8.

Mit Full-HDWiedergabe und Stereoklang im Querformat schielt auch Pocketbook nach der Gunst der Cineasten; die wird allerdings angesichts der Klangqualität der Lautsprecher möglicherweise versagt bleiben. Wie beim HP-Tablet fehlt ein HDMI-Ausgang; dafür liest das Surfpad 4M auch Dateien von einem USB-Stick ein (Adapter nicht im Lieferumfang) und akzeptiert SDXC-Speicherkarten. Die Fächer für Speicher- und SIM-Karte am Gehäuse sind offen und ungeschützt.

Pocketbook Surfpad 4M
© Pocketbook

Software: minimalistisch

Auf dem Surfpad 4M ist noch Android 4.4 installiert. Eine kleine Anpassung an das Material Design von Android 5 bietet der alternative Launcher. Lieblings-Apps kann man in einem Klappmenü am unteren Bildschirmrand sammeln und von dort aus als Pop-up über dem aktuellen Hintergrund öffnen.

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Über diese nützlichen Ergänzungen hinaus sind nur wenige Tools wie ein File-Manager aufgespielt. Wer einen PDF-Betrachter oder eine Office-Suite braucht, muss selbst auf die Suche gehen - was manch einem lieber ist, als die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt durch den Hersteller akzeptieren zu müssen.

Optik: erfrischend anders

Optisch hebt sich das Surfpad 4M mit ein paar kleinen Feinheiten ab: An die edle, mattschwarz eloxierte Rückseite schließt im Antennenbereich nicht wie so oft billiger Kunststoff an. Stattdessen kokettiert Pocketbook frech mit zwei knallgelben, formschön in die Rückwand eingepassten Kunststoffpaspeln. Der Farbtupfer setzt sich in den Knöpfen fort, die passend zum individuellen Design auch eigens geformt sind: Plus und Minus für die Lautstärkeregelung, ein geöffneter Kreis für Power.

Fazit

So präsentiert sich das Pocketbook Surfpad 4M als Tablet mit Spaßfaktor, bei dem auch der Preis von 219 Euro nicht die Laune verdirbt. Das könnte allerdings passieren, wenn das Tablet unterwegs zu früh die Segel streicht ...

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