Die neuen Alleskönner

Samsung Galaxy S22 und S22 Plus im Test

21.3.2022 von Andreas Seeger

Die neuen Modelle von Samsungs Galaxy-S22-Serie mögen keine Überraschungen bieten, zeigen aber, wie gut der Marktführer die Smartphone-Klaviatur beherrscht. Vor allem das ultrakompakte S22 sticht in unserem Test heraus, denn so viel Technik auf engstem Raum ist selten geworden.

ca. 7:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Samsung Galaxy S22 und S22+
Im Vordergrund das Galaxy S22, das ab 849 Euro erhältlich ist.
© connect
EUR 789,57
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Pro

  • ultrakompakt und leicht (S22)
  • Haptik und Design sind erst­klassig
  • sehr gute Verarbeitung mit IP68
  • OLED mit 120 Hertz und extrahellem Boost
  • Power-Prozessor und umfangreiche Connectivity (beim Galaxy S22+ mit WiFi 6E und UWB)
  • Kamerasystem mit sehr guter Bildqualität und vielen Optionen inklusive RAW
  • Benutzeroberfläche mit vielen Extras und 5 Jahren Updates
  • gute Akustik und sehr gute ­Funkeigenschaften im LTE-Netz
  • herausragende Akkulaufzeit (S22+)

Contra

  • magerer Lieferumfang

Fazit

Vom enttäuschenden Lieferumfang einmal abgesehen macht Samsung alles richtig. In allen Bereichen wird Top-Qualität geboten, ergänzt von einem umfangreichen Software-Paket mit der in der Android-Welt einmaligen Update-Garantie von vier neuen Android-Versionen. Das Galaxy S22 punktet zudem mit einem ultrakompakten Formfaktor: Wer ein kleines Smartphone mit Highend-Ausstattung sucht, kommt um dieses Modell praktisch nicht herum. Wertung Galaxy S22: sehr gut (435 Punkte), 87 Prozent; Wertung Galaxy S22+: sehr gut (435 Punkte), 87 Prozent

Das Flaggschiff der S22-­Serie, das Galaxy S22 Ultra, hatten wir bereits getestet und für sehr gut befunden. Können die Schwestermodelle S22 und S22+ auf dem gleichen Niveau überzeugen? Mit ihrem Design grenzen sie sich klar vom Ultra ab, dessen kantige Formensprache an der Galaxy-Note-Serie orientiert ist. Und auch die Unterschiede zu den Vorgängern S21 und S21+ sind größer, als es auf den ersten Blick scheint.

Samsung macht das Gehäuse kleiner, beim S22+ sind es oben und unten fünf Millimeter weniger; das S22 wird nicht nur in Längsrichtung (um sechs Millimeter) gestutzt, auch in der Breite schrumpft es auf nur noch 71 Millimeter und gehört damit zu den kompaktesten High-End-Smartphones, die man kaufen kann. Da­runter leidet zwangsläufig die Displaydiagonale, aber mit 6,1 statt 6,2 Zoll und 6,6 statt 6,7 Zoll (S22+)lässt es sich gut leben.

Galaxy S22+ und S22 Größenvergleich
6,6 versus 6,1 Zoll: Beim Galaxy S22+ und beim Galaxy S22 ist die Größe der entscheidende Unterschied.
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Gehäuse aus Glas und besonders hartem Aluminium

Die abgestufte Kameraeinheit geht wieder sehr elegant in den Rahmen über, aber dieser Rahmen ist breiter, als er bei den S21-Modellen war, und füllt nun die gesamte Seiten­fläche aus. Dementsprechend ist die Rückseite zu den Rändern hin nicht mehr gerundet und eckt stattdessen im 90-Grad-Winkel an den Rahmen an.

Die Smartphones sind also kantiger geworden, und mit ihrem massiveren Rahmen machen sie einen besonders stabilen Eindruck. Dass sie dennoch gut in der Hand liegen, verdanken sie vor allem der ergonomischen Rundung des Rahmens.

Samsung-Galaxy S22 und S22+ Rückseite
Kantiger als die Vorgänger der S21-Serie: Der Rahmen wird an den langen Seiten nicht schmaler, sodass das Glas auf der Rückseite plan aufliegt.
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Die Haptik ist exzellent, weil Samsung nur feinste Zutaten verwendet: Während der Rahmen aus einer gehärteten Aluminiumlegierung gefertigt wurde, bestehen Vorder- und Rückseite aus Gorilla Glass Victus+. Auch beim S22 verwendet Korea auf dieses Glas und merzt damit einen zentralen Kritikpunkt des Vorgängers aus, dessen Rückseite aus Kunststoff bestand.

Die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel, das zeigen unter anderem die knackigen und präzisen Druckpunkte von Lautstärkewippe und Powertaste. Natürlich ist das Gehäuse wasserfest nach IP68. Die beiden Phones sind in vier Farben erhältlich: klassisch in Schwarz und Weiß und auffälliger in Grün und Pinkgold. Exklusiv im Samsung Online-Shop sind vier weitere Farben erhältlich, unter anderem Blau und Violett. Allen gemeinsam ist die Kombination aus mattiertem Glas und einem auf Hochglanz polierten Metallrahmen

Displays mit überragendem Boost

In beiden Phones stecken OLEDs der jüngsten LTPO-Generation mit erweiterter Full-HD-Auflösung, dynamischer Bildwiederholrate mit maximal 120 Hertz und einer sehr guten Darstellungsqualität. Im Vergleich mit den S21-Phones hat Samsung die Kontrastausbeute in hellen Umgebungen erhöht.

Die ­maximale Leuchtkraft, der Boost, der kurzzeitig in einer besonders hellen Umgebung aktiviert wird (zum Beispiel in direktem Sonnenlicht), wurde dagegen nicht weiter hochgedreht. Die beiden S22-­Modelle leuchten also nicht so hell wie das Ultra und bewegen sich auf dem Niveau der Vorgänger.

Samsung Galaxy S22 und S22+ Displaydiagramme
Links das S22, rechts das S22+. Gegenüber dem S21 hat Samsung die Kontrastausbeute in hellen Um­gebungen (Innenraum, freier Himmel) verbessert. Dazu passt auch der Boost-Modus, der mit 1055 cd/m2 zu den besten seiner Klasse gehört. Auch beim Plus-Modell ragt der Boost mit 1367 cd/m2 heraus. Die Blickwinkelstabilität und die meisten anderen von uns gemessenen Parameter erreichen dagegen nicht das Topniveau von Oppo oder Sony.
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Display Messergebnisse Kontrastausbeute Galaxy S22 und Galaxy S22+

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Galaxy S22 Galaxy S22+
Kontrast bei <1 Lux 1:9999 1:1099
Kontrast bei 500 Lux 1:1117 1:1197
Kontrast bei 20 000 Lux 1:22 1:22
Displayhelligkeit 455 cd 443 cd

Neuer Exynos-Prozessor mit AMD-Technik

Unter dem Display hat sich dagegen einiges getan. Während in den US-Modellen Qualcomms Top-SoC Snapdragon 8 Gen 1 von 2022 eingebaut wird, kommt in allen in Deutschland verkauften S22-Va­rianten die Samsung-Eigenproduktion Exynos 2200 zum Einsatz.

Die im modernen 4-Nanometer-Verfahren gefertigte Baureihe setzt auf eine besonders leistungsfähige Grafikarchitektur von AMD, mit der erstmals hardwarebeschleunigtes Raytracing auf einem Smartphone möglich sein soll.

Benchmark-Ergebnisse Galaxy S22 Ultra (vor Software-Update) versus Galaxy S22+ (nach Software-Update)

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Benchmark-Ergebnisse Galaxy S22 Ultra (vor Update) Galaxy S22+ (nach Update)
Antutu: 689035 784257
Geekbench Single-Core: 828 1152
Geekbench Multi-Core: 3189 3382
3DMark Wild Life Extreme: 2032 2137
GFXBench Car Chase: 2225 3979

Schon beim S22 Ultra hat sich allerdings gezeigt, dass die damit verbundenen hohen Erwartungen bisher nicht eingehalten werden können, denn in Benchmarks liegen Apples A15 und der Snapdragon 8 Gen 1 vor dem Exynos. Das letzte Wort ist hier aber noch nicht gesprochen, denn Samsung hat im März bereits ein großes Software-Update veröffentlicht, das unter anderem die Performance in Benchmarks deutlich gesteigert hat.

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die starke Hardware zum aktuellen Zeitpunkt noch gar nicht voll ausgereizt wird. Klar ist aber schon jetzt, dass die S22-Nutzer keine Gedanken an die Performance verschwenden müssen.

Wie gut ist das Kamerasystem?

Samsung stattet das S22 und das S22+ gleich aus. Während das S22 Ultra einen 108-MP-Sensor hat, arbeitet die Hauptkamera des S22(+) mit 50 Megapixeln, zudem fehlt das optische Zehnfachzoom. Geblieben sind das optische Dreifach­zoom und die 12-MP-Superweitwinkelkamera.

Kameraqualität Weitwinkel

Die Hauptkamera von S22 und S22+ fotografiert mit 50 oder mit 12 Megapixeln. Dank ihrer besseren Leistung bei wenig Licht und im Dunkeln liegen die 12-MP-Fotos unterm Strich vorne und erhalten die Gesamtnote „gut“. Ihre Qualität ist mit der von den 12-MP-Aufnahmen aus dem S22 Ultra vergleichbar.

Bei viel Licht lohnt sich der Wechsel zur maximalen ­Auflösung bei beiden Modellen nur eingeschränkt, ­obwohl die Fotos aus der „gut“- in die „sehr gut“-Liga aufsteigen. Zum Teil ist der Vorsprung in der Auflösung sichtbar, doch nicht in allen Strukturen. Insgesamt sind die Vorteile zu sehen, wenn auch nicht zu deutlich, und die ­Dateigröße wächst um den Faktor 2,5 bis 3.

Bei wenig Licht sind dann die 12-MP-Fotos besser. Die Qualitätseinbußen sind moderat, die Detailwiedergabe ist besser als mit 50 Megapixeln. Das gilt vor allem für die Nachtaufnahmen, denn diese entrauscht Samsung zu stark, und das geht auf Kosten der Feinzeichnung. Nichtdestotrotz schneidet die Weitwinkelkamera bei dieser Aufgabe mit einem soliden „befriedigend“ ab.

Samsung Galaxy S22 und S22+ Fotovergleich Weitwinkel
Was bringt die maximale Auflösung gegenüber 12 Megapixeln? Liefert die hohe Auflösung die besseren Fotos? Ja, zeigen die Samsung-Modelle S22 und S22+, obgleich das "Ja" nicht wie Donnerhall tönt. Bei viel Licht ist die Feinzeichung im 50-MP-Foto (links) wirklich besser als im Bild mit 12 Megapixeln (mitte). Zudem wirkt die Aufnahme nicht überschärft, dafür aber zum Teil zu weich. Mit nachlassendem Licht kann die höhere Auflösung dagegen weniger gut umgehen (rechts), dann liegen die Fotos mit 12 Megapixeln vorne. Optimierte Kontraste und nachgezeichnete Kanten bleiben bestehen (damit sollte Samsung etwas zurückhaltender umgehen), doch auch die Bildauflösung der 12-MP-Aufnahmen ist besser. Im Dunkeln ist das Fotografieren mit 12 Megapixeln – wie so oft – die eindeutig bessere Option.
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Kameraqualität 2x Zoom

Da das S22(+) kein optisches Zweifachzoom bietet, haben wir die digitale Lösung getestet und und mit der Hauptkamera zweifach gezoomt. Das Resultat: Selbst bei idealen Lichtbedingungen sind die Verluste an Feinzeichnung gegenüber Aufnahmen mit dem vollen Bildwinkel für einen so kleinen Zoomfaktor zu groß. Beide Geräte erreichen hier nur ein „befriedigend“.

Das S22 liefert etwas bessere Resultate als das S22+ – das gilt auch für die anderen Lichtstufen. Mit abnehmenden Licht geht die Feinzeichnung noch weiter zurück, und in beim Fotografieren in Dunkelheit erhält man nur noch bunte, aber stark verfremdete und kaputte Bilder.

Kameraqualität 3x Zoom

Das bildstabilisierte Dreifachtele baut Samsung in alle drei S22-Modelle ein, und es kann bei viel Licht in allen Geräten mit guten Ergebnisse auf vergleichbarem Level überzeugen. Das S22 hält das Niveau sogar noch bei wenig Licht: Für die Gesamtnote „gut“ fehlt ihm nur ein halber Punkt.

Das Plus-Modell lässt unerwartet mehr nach. Im Dunkeln sollte man allerdings nicht mit dem Dreifachtele fotografieren. In Summe schneidet es in beiden Smartphones mit „befriedigend“ ab. Aufgrund der optischen Distanzverkürzung können ­sie Motive bei den passenden Lichtverhältnissen aber mit guter Detailzeichnung abbilden.

Samsung Galaxy S22 und S22+ Fotovergleich Ultraweitwinkel und Tele
Sowohl das S22 als auch das S22+ ist einem optischen Dreifachzoom ausgestattet. Für die kleineren Zoomstufen ist die Hauptkamera zuständig, die diese Aufgabe aber nicht so gut erfüllt. Die Fotos aus dem digitalen Zweifachzoom (links) liefern sowohl im Vergleich mit der Weitwinkelaufnahme als auch mit dem Dreifachzoom die schlechtere Zeichnung. Die Telekamera gefällt wiederum bei viel Licht (mitte) mit höherer Auflösung. Sie kann aufgrund des kleineren Sensors und der insgesamt geringeren Pixelzahl bei nachlassendem Licht das Niveau nicht so gut aufrecht halten – das gilt vor allem für das S22+. Dafür war bei unseren Testmustern das Superweitwinkelmodul des S22+ besser justiert (rechts) – und hat unter opti­malen Bedingungen gute Bilder gemacht.
© connect

Kameraqualität Superweitwinkel

Die S22-Serie wird auf den ersten Blick mit der gleichen Superweitwinkelkamera ausgeliefert, doch die Bilder zeigen Unterschiede: Das Ultra-Modell verzeichnet die Fotos kissenförmig, die Kameras von S22 und S22+ ­dagegen tonnenförmig. Im Labor liefern das S22 und S22+ ähnliche Resultate, aber beide schlechtere als das Superweitwinkelmodul des S22 Ultra.

Bei viel Licht schafft das S22+-Modul gerade noch ein „gut“, und beim S22 messen wir noch etwas schwächere Werte: Seine Aufnahmen wirken sehr weich sowie ein wenig ­defokussiert. Bei nachlassendem Licht passiert erst einmal wenig: S22 und S22+ können das Niveau halten und fallen erst im Dunkeln deutlich ab. Unterm Strich kommt das S22 hier nicht über ein „ausreichend“ hinaus, und das S22+ erhält die Note „befriedigend“.

Kamerasystem Fazit

Beim Fotografieren mit dem S22 und S22 Ultra vermisst man den „Wow“-Effekt: Die Hauptkamera ist insgesamt „gut“, bei viel Licht mit 50 Megapixeln sogar sehr gut. Das Digitalzoom bringt keinen Gewinn, doch das optische Dreifachtele ist sehr nützlich und nur im Dunkeln schwach. Das Superweitwinkelmodul liefert leider insgesamt nur Mittelmaß. Sowohl das S22 als auch das S22+ sind solide Arbeitspferde, aber keine Rennhengste. Vom Superweitwinkelmodul abgesehen, eignet sich das S22 etwas besser zum Fotografieren.

Samsung Galaxy S22 und S22+ Messergebnisse Kamerasystem

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Samsung Galaxy S22 Samsung Galaxy S22+
Ultraweitwinkel: 63 ausreichend 69 befriedigend
Weitwinkel: 80 gut 78 gut
Fotoqualität Weitwinkel hell: gut gut
Fotoqualität Weitwinkel dunkel: gut gut
Kurzes Tele/Zweifachzoom digital: 63 ausreichend 62 ausreichend
Langes Tele: 72 befriedigend 68 befriedigend

Wie gut sind Software und Benutzeroberfläche?

Auf beiden Modellen ist Android 12 installiert, zusammen mit Samsungs One UI in Version 4.1. Die zeichnet sich durch zahlreiche Designoptionen aus, mit denen man Icons, Benachrichtigungen oder Hintergrundbilder anpassen kann. Zudem bietet sie eine runderneuerte Wetter-App und neue Widgets und Emojis sowie erweiterte Funktionen zum Schutz der Privatsphäre. Es gibt zum Beispiel direkte Hinweise auf die Kamera- und Mikrofonverwendung von Apps, die sich sehr einfach sperren beziehungsweise deaktivieren lassen.

Samsung Galaxy S22 und S22+ Benutzeroberflaeche One UI
Der Ordner ist prall gefüllt mit Apps und Diensten. Kein anderer Hersteller kann da mithalten (links). Das gilt auch für die Cloud-Dienste, die unter einem eigenen Samsung-Account gebündelt sind (mitte). Ebenfalls konkurrenzlos gut sind die Automatismen, die man über Bixby Routinen erstellen kann (rechts).
© connect/Hersteller

Doch viel wichtiger ist der extra­lange Software-Support. Samsung hat angekündigt, dass die gesamte S22-Serie vier neue Android-Versionen per Update erhalten wird. Security-Updates werden fünf Jahre lang ausgeliefert. Man will dieses Angebot in naher Zukunft auch auf andere Produktlinien ausweiten. Samsung überholt damit sogar Google, die Security Patches zwar auch fünf Jahre lang ausliefern, aber Systemupdates nur drei Jahre.

Samsung Galaxy S22 und S22+ Lautsprecherfrequenzgang
Der Lautsprecherfrequenzgang zeigt von tiefen (li.) bis hohen (re.) Tönen den gesamten Frequenzbereich. Beide S22 schaffen ein ausgewogenes Klangbild mit ausreichendem Volumen auch im Bassbereich - vor allem das kleine S22 liegt hier über unseren Erwartungen.
© connect

Speicher und Connectivity

Beide Smartphones werden mit zwei Speicherkonfigurationen angeboten, 128 GB oder 256 GB, jeweils mit 8 GB RAM kombiniert. Eine Erweiterung ist nicht vorgesehen, dafür aber Dual-SIM, wobei Samsung dem Nutzer mit 2x Nano-SIM und 1x eSIM die maximale Flexibilität bietet. In Sachen Connectivity fällt das S22 etwas zurück, denn nur das S22+ unterstützt Wi-Fi 6E und UWB.

Das S22 erreicht mit Wi-Fi 6 und 5G aber immer noch auf Flaggschiff-Niveau. Unsere WLAN-Messungen zeigen jedoch, dass das kompakte Phone im WLAN nicht so schnell und stabil unterwegs ist wie das größere Schwestermodell, mit wachsendem Abstand zum Router sinkt der Datendurchsatz deutlich, während das S22+ ein mit dem Ultra ­vergleichbares Tempo halten kann.

Samsung Galaxy S22 und S22+ WLAN-Messungen 5 GHz
Unsere WLAN-Messungen zeigen, dass das S22 (links) nicht so schnell im WLAN-Netz unterwegs ist wie das Schwestermodell S22+. Die Downloadgeschwindigkeit ist niedriger und vor allem störanfälliger mit zunehmendem Abstand zum Router.
© connect

Akkulaufzeit, Funk und Fazit: Top-Smartphones vom Marktführer

Sowohl bei den LTE-Funkeigenschaften als auch bei der Akustik liegen beide Modelle dagegen auf dem gleichen hohen Niveau. Unterschiede lassen sich bei der Akkulaufzeit feststellen: Hier stolpert das S22 über seine kompakte Bauform, die keinen Platz für einen großen Akku lässt. Mit 9:46 Stunden in unserem Testverfahren kann es bei intensiver Nutzung zum Abend hin auch schon mal knapp werden. Das S22+ hält dagegen rekordverdächtige 13 Stunden durch.

Beide Phones lassen sich kabellos aufladen – allerdings nur mit maximal 15 Watt. Der ­magere Lieferumfang ist ebenfalls ein Kritikpunkt, der obendrein viele Punkte in unserer Testwertung kostet. Auch das Kamerasystem ist qualitativ kein Überflieger. Dass trotzdem mühelos ein sehr gutes Gesamtergebnis erreicht wird, zeigt, wie stark die gesamte S22-Serie ist. Von uns gibt es eine klare Kauf­empfehlung.

Testsiegel connect sehr gut
Testsiegel
© WEKA Media Publishing GmbH

Samsung Galaxy S22 (256 GB) und S22+ (256 GB) Testergebnisse

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Galaxy S22 256 GB Galaxy S22+ 256 GB Testergebnisse
Preis (Euro): 899 1099
Preis-Leistungs-Verhältnis: sehr gut befriedigend
AUSDAUER (max.125): sehr gut (124) überragend (125)
AUSSTATTUNG (max. 210): gut (176) gut (177)
System (max. 50): 48 48
Display (max. 35): 33 33
Connectivity (max. 25): 21 22
Kamera (max. 80): 64 64
Audioplayer (max. 5): 4 4
Features (max. 5): 5 5
Lieferumfang (max. 10): 1 1
HANDHABUNG (max. 40): sehr gut (35) gut (33)
Handlichkeit (max. 20): 15 13
User Interface (max. 5): 5 5
Verarbeitungsqualität (max. 15): 15 15
MESSWERTE (max. 125): gut (102) gut (100)
Akustik (max. 55): 44 44
Senden und Empfangen (max. 70): 58 56
LTE-Bewertung: sehr gut sehr gut
GSM-Bewertung: gut befriedigend
URTEIL (max. 500): 435 sehr gut 435 sehr gut

Samsung Galaxy S22 (256 GB) und S22+ (256 GB) Ausstattung

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Galaxy S22 Galaxy S22+ Ausstattung
GRÖSSE UND GEWICHT
Abmessungen (L x B x H in mm): 146 x 71 x 8 157 x 76 x 8
Gewicht (Gramm): 167 196
SYSTEM
Betriebssystem: Android 12 Android 12
Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz): Samsung Exynos 2200/8/2800 Samsung Exynos 2200/8/2800
Arbeits-/Datenspeicher (MB): 8192/221400 8192/221400
Steckplatz für Speicherkarte: [:-:] [:-:]
SIM-Format/Dual-SIM: Nano-SIM/[:+:] Nano-SIM/[:+:]
Akkukapazität (mAh)/kabelloses Laden: 3700/>= 15 Watt 4500/>= 15 Watt
Systemperformance: überragend überragend
DISPLAY
Typ/Diagonale (Zoll): OLED/6.1 OLED/6.6
Auflösung (Pixel): 1080 x 2340 1080 x 2340
Maximale Bildwiederholrate: 120 Hertz 120 Hertz
Screen-to-Body-Ratio (%): 88 89
Displayqualität: sehr gut sehr gut
CONNECTIVITY
GSM/LTE/Kategorie: [:+:]/[:+:]/CAT 20 [:+:]/[:+:]/CAT 20
5G/Frequenzbereich: [:+:]/Sub-6-GHz [:+:]/Sub-6-GHz
Bluetooth: Version/Hi-Res-Audio:5.2/[:+:] 5.2/[:+:]
WLAN-Standard: WiFi 6 WiFi 6E
USB-Typ/-Version/NFC: USB-C/3.2 Gen 1/[:+:] USB-C/3.2 Gen 1/[:+:]
Hauptkamera
Anzahl Sensoren Hauptkamera: 4 4
Auflösung: Ultra-Weitwinkel/Weitwinkel/Zoom ([MP]: 12/50/10 12/50/10
Fotolicht/Bokeh/Makroaufnahmen: 1 LED/[:+:]/[:-:] 1 LED/[:+:]/[:-:]
optischer Bildstabilisator/optischer Zoom-Faktor: [:+:]/3-fach [:+:]/3-fach
Zeitlupe/-raffer/RAW: [:+:]/[:+:]/[:+:] [:+:]/[:+:]/[:+:]
Video-Auflösung/fps: 7680 x 4320/24 7680 x 4320/24
Videonachtaufnahmen [:+:]
Frontkamera
max. Auflösung Frontkamera (Megapixel): 10 10
Sensoren/Bokeh/Blitz: 1/[:+:]/[:+:] 1/[:+:]/[:+:]
Benutzerführung/Features [:s:]
Entsperrung/Sensor im Display: Finger + Gesicht/Ultraschall Finger + Gesicht/Ultraschall
Privater Modus/App-Cloning/Spielemodus: [:+:]/[:+:]/[:+:] [:+:]/[:+:]/[:+:]
Always-On-Display/Stereolautsprecher: [:+:]/[:+:] [:+:]/[:+:]
IP-Schutzklasse: IP68 IP68
Lieferumfang
Headset/Datenkabel/Ladegerät: [:-:]/[:+:]/[:-:] [:-:]/[:+:]/[:-:]
Schutzhülle/Display-Folie: [:-:]/[:-:] [:-:]/[:-:]

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