Kopfhörer-Preistipp

Tronsmart Spunky Beat im Test: Guter Klang für 30 Euro

Die In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer Tronsmart Spunky Beat liefern für schmales Geld eine mehr als ordentliche Vorstellung ab.

© Tronsmart

Preistipp für die Ohren: die In-Ears Spunky Beat von Tronsmart.

30 Euro für In-Ear-Kopfhörer mit DSP, Bluetooth 5 und einem Qualcomm-Chip, der aptX, AAC sowie SBC unterstützt und eine Extraportion Bass liefern will. Dank IPX5-Schutzklasse sind die Lauscher zudem gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt (nicht gegen Untertauchen). Mit einer Akkuladung verspricht der Hersteller bis zu sieben Stunden Spielzeit, mit Zwischenstopps im Ladecase sollen bis zu 24 Stunden möglich sein. 

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein? Im Test entpuppten sich die Stöpsel von Tronsmart jedenfalls als erstaunlich spielfreudig.

Guter Sitz, guter Klang

Zwar fächern die Tronsmart Spunky Beat keine so weite, nuancierte Klangkulisse auf wie deutlich teurere Modelle. Auch ist ohne Musik ein recht starkes Ruherauschen wahrnehmbar. Doch nicht nur in Relation zum Preis können sich die Spunky Beat mit ihrem ausgewogenen Klang hören lassen: Sie liefern wie versprochen ordentlich Bass und verstehen sich auch auf die höheren Etagen. Bei den richtig tiefen Klängen unter 30 Hz wird es allerdings etwas dünn und die Höhendämpfung greift recht früh. Unterm Strich vergibt unser Labor die Klangnote "gut".

Mit den Billig-In-Ears kann man definitiv längere Zeit entspannt Musik, Radio oder Podcasts hören, ohne dass der Sound nervt. Zumal die leichten, kleinen Stecker angenehm und sicher in den Gehörgängen sitzen. Eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) darf man zu dem Preis freilich nicht erwarten. Die Außenschallisolation erweis sich sowohl in der Praxis als auch im Labor als hoch. An einem stürmischen Tag filterten sie draußen auch starken Wind heraus.

Sensorflächen reagieren zuverlässig

Die Sensorflächen auf den beiden Lauschern arbeiten zuverlässig. Über sie kann man bequem die Wiedergabe starten und stoppen sowie vor- und zurückspringen. Die Lautstärke lässt sich durch dreimaliges Tippen regeln – theoretisch. Stattdessen schaltete sich meist der Sprachassistent ein. Auch bei der Positionerung im Ohr löst man diesen oft ungewollt aus.

Die Steuerung über Siri und Google Assistant klappte im Test gut. Auch Telefongespräche kann man auf Zuruf einleiten. Deren Qualität war aber eher mäßig – die Verständigung klappt, doch der rauschige, dumpfe Klang lädt nicht zum längeren Plaudern ein.

Die Bluetooth-Reichweite der Spunky Beat ist sehr gut und steht teuren Konkurrenten in nichts nach, die Verbindung zum Smartphone zeigte sich stabil.

Einziger Kritikpunkt: Ab und zu schalteten sich die Tronsmart-Hörer nach Entnahme aus der Ladeschale, was sie automatisch einschaltet, nach kurzer Laufzeit wieder ab und mussten erneut gestartet werden – manchmal war auch die erneute manuelle Kopplung am Smartphone nötig.

© WMP

Ladekabel immer dabei: Ein USB-A-Stecker ist im Gehäuse untergebracht. Zusätzlich wird ein USB-C-Kabel mitgeliefert.

Die stabile Ladeschale bietet den Kopfhörern bei Nichtgebrauch eine Heimat und versorgt sie dabei mit Energie. Clever: Unten ist ein USB-A-Stecker mit kurzem Kabel angebracht – so hat man die Ladestrippe stets dabei. Zusätzlich wird ein separates USB-C-Kabel mitgeliefert.

© WMP

Fazit: Preistipp

Für 30 Euro haben sich die Tronsmart Spunky Beat den Preistipp redlich verdient. Sie klingen gut, sie sitzen gut und sie sind dank IPX5-Schutzklasse auch für Sportler geeignet.

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