Virtuelle Telefonanlagen

VIO:Networks im Test

Im Vergleich zum letzten Test im Jahr 2013 hat sich die virtuelle TK-Anlage Vio:pbx des Berliner Anbieters Vio:networks verbessert. Es bleiben Schwächen bei Sprachqualität und Faxübertragung.

© VIO:Networks

VIO:Networks

Da Vio:networks aus Berlin keine eigenen DSL-Anschlüsse betreibt, haben wir seine virtuelle Telefonanlage "Vio:pbx" an einer DSL-16.000-Leitung der Telekom getestet. Das Angebot lässt sich zwischen drei und 1000 Teilnehmern skalieren. Dabei kann man pro Nebenstelle bis zu drei Endgeräte nutzen, etwa ein IP-Telefon, einen SIP-Client auf dem PC und ein Mobiltelefon. Alle drei übertragen auf Wunsch bei abgehenden Telefonaten die Durchwahlnummer der IP-Anlage.

Zum Leistungsumfang zählen auch Unified-Communications-Merkmale wie CTI (Computer Telephone Integration), Fax-to-Mail- und Mail-to-Fax-Unterstützung, Instant Messaging, interaktive Sprachdialogsysteme, Warteschleifen und vieles mehr. Telefonkonferenzen lassen sich mit bis zu 30 Teilnehmern führen, und auf Wunsch werden die IP-Telefonverbindungen mit VPN-Technik verschlüsselt. Wer will, kann seinen Anschluss mit der Groupware "Vio:xchange" erweitern, welche dann Funktionen wie Präsenzmanagement oder gemeinsame Dokumentenund Kalenderverwaltung als Cloud-Service bereitstellt.

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Langsame Datenpalete: Die Testverbindungen über die Anschlüsse von Vio:networks (violette Kurve) weisen hohe Verzögerungswerte auf - nur Sipgate (türkis) ist noch schlechter.

Messergebnisse im Mittelfeld

Die von zafaco ermittelten Messwerte sind insgesamt okay, zeigen allerdings Schwächen bei der Sprachqualität: Bei fast 16 Prozent der Testverbindungen liegt der wichtige PESQ-Wert unter der kritischen Schwelle von 4,0. Auch die ermittelten Verzögerungen und Fax-Fehlerraten fielen bei vielen Testverbindungen zu hoch aus. So ergibt sich für die Berliner doch ein deutlicher Abstand zum Sieger-Trio in unserem Vergleichstest.

Fazit

Auch wenn es nicht ganz für eine Spitzenposition reicht, kommt die "Vio:pbx" auf brauchbare Messwerte. Doch bei fast 16 Prozent der Sprachverbindungen gibt es Qualitätseinbußen, auch Verzögerungswerte und Fax-Fehlerraten sind recht hoch.

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