Testbericht

Zenec E>GO ZE-NC2010

3.11.2010 von Sebastian Stoll

Das Zenec E>GO liest deutlich mehr Daten über den CAN-Bus aus als andere Festeinbau-Navis. Mit Erfolg?

ca. 2:05 Min
Testbericht
Zenec E>GO ZE-NC2010
Zenec E>GO ZE-NC2010
© Archiv

Das Zenec E>GO ZE-NC2010 (1099 Euro) ist der Pionier unter den fahrzeugspezifischen Naviceivern. Es liest deutlich mehr Daten über die CAN-Bus-Anbindung des Autos aus als andere.

Mit Tacho-Anbindung

Das Ergebnis: Es wird nicht nur die Lenkradfernbedienung des Golf VI angesteuert, sondern auch die zentral im Tacho sitzende Multifunktionsanzeige. So lassen sich hier die Navi-Pfeile oder auch die Distanz zum nächsten Abbiegepunkt ablesen.

Zenec E>GO ZE-NC2010
Das Zenec E>GO integriert sich optisch hervorragend in die Mittelkonsole des VW Golf VI.
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Alle Menüs des E>GO sind einheitlich gestaltet: Der Wechsel vom Hauptmenü in den Navi-Modus geht fast unbemerkt vonstatten. Die Navigation lässt sich wunderbar flüssig und leicht bedienen. Die flache Menüstruktur erspart einem lange Suchorgien.

Leider fehlen Shortcuts oder eine Home-Taste; letztere hätten die Bedienung noch einmal beschleunigt. So muss man sich über die Zurück-Taste wieder ins Hauptmenü hangeln.

Die Maskenfunktion vereinfacht die Eingabe von Straßen- und Städtenamen. Bei der Bedienung machen sich die beiden großzügig dimensionierten Drehregler links und rechts positiv bemerkbar: Mit ihnen gelangt man während der Fahrt umstandslos zum Radio oder ins Telefonmenü.

Dabei verliert man die Navigation nicht aus dem Auge: Während bei vielen anderen Naviceivern die einzelnen Funktionen optisch strikt voneinander getrennt sind, lässt sich beim Zenec auch in den anderen Menüs eine einfache Pfeilansicht anzeigen. Und wer die optionale VW-Multifunktionsanzeige MFA+ besitzt, kann sich die wichtigsten Navigationselemente auch dort noch ansehen.

Zunächst lässt sich die Karte in 2- und 3-D darstellen. Am linken Bildschirmrand sind die wichtigsten Reiseinformationen wie die Distanz zum Ziel oder die Ankunftszeit zu sehen.

TMC-Pro ist optional erhältlich

Zenec E>GO ZE-NC2010
Die Navigationssoftware stellt markante Gebäude dar. Teilweise wirken Skulpturen ein wenig pixelig.
© Archiv

Das Zenec E>GO beherrscht TMC, so dass der Fahrer auch die auf der Strecke liegenden Staus sieht. Drückt man auf das Stausymbol, folgen detaillierte Infos wie Staulänge und eine Anzeige auf der Karte. Und wem TMC zu ungenau ist, der kann sich auf www.zenec.naviextras.com TMC-Pro freischalten. Für Deutschland ist die Lizenz in diesem Webshop für 49,95 Euro zu haben.

Auf der Teststrecke erwies sich das Zenec E>GO als zuverlässiger Lotse, nicht zuletzt wegen seiner gut getimten Sprachanweisungen. Allerdings kann es vorkommen, dass die Namen mancher Straßen etwas holperig aus den Lautsprechern tönen. Wer sich ganz auf die Sprachansagen verlässt, muss sich außerdem daran gewöhnen, dass das Zenec keine "Jetzt abbiegen"-Anweisungen gibt.

Spitze ist das Routing: Das Navi lotste uns praktisch fehlerfrei zu den Zielen auf unseren Teststrecken. Vor allem in Großstädten und auf Stadtautobahnen waren die Signposts mit Spurassistent hilfreich, ebenso wie die 3-D-Darstellung: In fremden Städten kann man sich damit an markanten Punkten orientieren. Es kann aber vorkommen, dass die Kartenansicht durch das gemeinsame Auftreten dieser Helfer etwas überladen wirkt. Hierzu trägt auch die etwas grobe Darstellung ihren Teil bei. Obwohl die Skulpturen beim Vorbeifahren auf dem Screen transparent werden, können sie die Übersicht etwas trüben. Aber sonst: top! 

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