Mittelklasse-Notebook

Acer Aspire 5 (A515-56-511A) im Test

Wenn das neue Notebook weder ultrakompakt noch federleicht sein muss, lässt sich beim Kauf ordentlich Geld sparen. Wie der neue Mobilrechner von Acer in unserem Test zeigt, bekommt man zum Mittelklassepreis einiges an Premium-Ausstattung.

© Acer

Acer Aspire 5 (A515-56-511A) im Test

Pro

  • gut verarbeitetes 15,6-Zoll- Notebook
  • leistungsstarker Prozessor und 16 GB Arbeitsspeicher
  • flotte Terabyte-SSD
  • sehr gute Schnittstellenausstattung
  • hochwertige Eingabegeräte, Tastatur mit Nummernblock
  • großer, entspiegelter Bildschirm
  • ansprechendes Aluminiumgehäuse
  • relativ geringes Gewicht

Contra

  • mittelmäßige Akkulaufzeit
  • kein Kartenleser
  • keine biometrische Anmeldung

Fazit

connect-Urteil: sehr gut (429 von 500 Punkten)
85,8%

Der jahrelang dahinsiechende Notebook-Markt erlebt nicht zuletzt pandemiebedingt ein unverhofftes Revival. Die Branche boomt, verbunden mit teils massiven Lieferschwierigkeiten, weil Produktionskapazitäten fehlen. Und die Marktforscher prognostizieren auch für die nächsten Jahre weiteres Wachstum.

Ein wesentlicher Grund: Der Trend zu Homeoffice und Homeschooling dürfte anhalten – das Rad wird sich nicht komplett zurückdrehen. Die Rechner fürs Arbeiten zu Hause müssen vor allem produktiv nutzbar und nicht zwingend ultramobil sein. Gefragt sind also vor allem Notebooks, die mit Ausstattung und Leistung überzeugen, auch der Preis spielt eine wichtige Rolle.

Acers Modellserie Aspire ist bekannt für alltagstaugliche Allround-Notebooks, die zum moderaten Preis viel Nutzwert bieten – ein stylisches Design und besonders edle Komponenten darf man von ihnen freilich nicht erwarten. Doch die Grenzen zur mobilen Oberklasse verschwimmen allmählich.

So konnte sich bis dato noch kein Mobilrechner mit einem dreistelligen Preisetikett im connect-Test mit der Gesamtnote „sehr gut“ schmücken. Dem Acer Aspire 5 mit der sperrigen Zusatzbezeichung gelingt dieses Kunststück nun erstmals – und das, obwohl es die 1000-Euro-Marke deutlich unterschreitet.

Arbeiten während der Coronavirus-Krise

Was für die einen geübte Praxis ist, ist für andere Neuland. Wir zeigen, mit welcher Ausstattung Sie komfortabel arbeiten.

Verantwortlich dafür sind vor allem Ausstattungsdetails, die man in dieser Preisklasse nicht unbedingt vermuten würde. Dazu gehören etwa eine schnelle SSD, die ein ganzes Terabyte an Daten fasst – das ist selbst bei Laptops, die das Doppelte kosten, bei Weitem noch nicht selbstverständlich.

Auch 16 GB Arbeitsspeicher sind in der Preisklasse des Aspire 5 noch eine Rarität. Im Verbund mit dem verbauten Intel-Core-i5-Prozessor der elften Generation bildet er eine starke Recheneinheit, die so schnell nichts aus der Ruhe bringt und die alltägliche Aufgaben mit Bravour erledigt.

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Testsiegel

Auch die integrierte Grafikeinheit Intel Iris Xe verrichtet souverän ihren Dienst, sofern man ihr keine Hardcore-Aufgaben stellt. Besonders spendabel zeigt sich der Hersteller bei den Schnittstellen: An den Geräteseiten befinden sich neben gleich vier USB-Anschlüssen – darunter einer im USB-C-Format – auch ein HDMI-Port, ein Netzwerkanschluss sowie eine Vorrichtung für die Sicherung mit einem Kensington- Schloss.

Einen Kartenleser gibt es zwar nicht, angesichts des riesigen internen Speichers haben wir einen solchen aber auch gar nicht vermisst.

Gefallen haben uns auch die großzügig dimensionierten Eingabegeräte inklusive separatem Nummernblock. Wer des Öfteren Zahlen eintippen muss, wird daran sicher seine Freude haben. Zudem wird die Tastatur beim Aufklappen des Laptops ein wenig angehoben, was den Komfort bei der Arbeit zusätzlich erhöht.

Dass bei dem Kampfpreis, den Acer für das Aspire 5 aufruft, nicht alles glänzt, was Silber ist, versteht sich von selbst. So fehlt dem Arbeitstier etwa eine biometrische Anmeldemöglichkeit per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Das matte 15,6-Zoll- Display dürfte gern auch etwas heller strahlen, und ein Ausdauerwunder ist der optisch ansprechende Taiwaner ebenfalls nicht. Das alles trübt den positiven Gesamteindruck aber nur wenig.

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