Service-Test: Breitbandqualität & -leistung

Festnetztest Alpenländer 2022: Qualität und Leistung der Breitbandnetze in Österreich und der Schweiz im Test

30.8.2022 von Hannes Rügheimer

Zum vierten Mal untersuchen wir Qualität und Leistung der Breitbandnetze in Österreich und zum dritten Mal die in der Schweiz – diesmal in einem gemeinsamen großen Test.

ca. 2:30 Min
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  1. Festnetztest Alpenländer 2022: Qualität und Leistung der Breitbandnetze in Österreich und der Schweiz im Test
  2. Festnetztest Alpenländer 2022: So testen connect und zafaco
Festnetztest 2022: Qualität und Leistung der Breitbandnetzte in Österreich und der Schweiz im Test
Festnetztest: Qualität und Leistung in Österreich und der Schweiz im Test
© BUTENKOV ALEKSEI / Aritra Deb / Ryzhkov Oleksandr / asharkyu / shutterstock.com

Schon in den Vorjahren liefen die Messungen, die connect-Testpartner zafaco in Österreich und in der Schweiz vorgenommen hat, gleichzeitig – auch wenn wir die Ergebnisse dann in zwei aufeinanderfolgenden connect-Ausgaben veröffentlicht haben.

Von dieser Praxis weichen wir diesmal ab: 2022 nehmen wir die Breitband- und Festnetzangebote in beiden deutschsprachigen Alpenländern gleichzeitig unter die Lupe.

Wie in den Vorjahren hat zafaco die getesteten Netze übers gesamte Jahr beobachtet. Auch im dritten Jahr der Corona-Pandemie können wir daher sicher sein, dass die veränderten Anforderungen und Nutzungsgewohnheiten durch Homeoffice, Homeschooling und Streaming-Boom für die Netzbetreiber keinen unfairen Nachteil bedeuteten.

Tatsächlich kommen alle Anbieter souverän mit dieser Belastung klar – und mit dem neuen Testcase VoIP trägt unser Testprogramm den veränderten Nutzungsmustern in den Netzen auch verstärkt Rechnung.

Ergebnisse nicht vollständig mit Deutschland vergleichbar

Das im vorliegenden Test beobachtete sehr hohe Leistungsniveau belegt, dass sich auch die Anbieter mittlerweile auf das neue Normal eingestellt haben. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass die Testergebnisse in den beiden Alpenländern wegen abweichender Methodiken nicht 1:1 mit den Resultaten unseres Tests in Deutschland vergleichbar sind.

So weicht etwa die im vorliegenden Test betrachtete VoIP-Konstellation von den Telefonietests in Deutschland ab. Und auch für das im nördlichen Nachbarland als Teil der Bewertung betrachtete Crowdsourcing gibt es in den beiden Alpenländern nach wie vor keine vergleichbaren öffentlichen Datenquellen. Das führt zu einer unterschiedlichen Punkteverteilung. Für die hier vorgestellten beiden Alpenländer ist Letztere allerdings identisch.

Hinzu kommen allerdings auch noch landesspezifische Schwellenwerte, die den unterschiedlichen Leistungsniveaus in den Festnetzen gerecht werden. Dabei möchten wir aber erneut betonen, dass unsere Testergebnisse die Ende-zu-Ende-Leistungen der jeweiligen Netze abbilden – sie spiegeln somit nicht den Durchschnitt aller im jeweiligen Land verlegten Anschlüsse wieder. Doch damit genug der Vorrede, Vorhang auf für die Ergebnisse.

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Neuer Testcase für Web-Services: Jetzt mit VoIP

Auf die Bewertung traditioneller Telefonverbindungen übers Festnetz verzichten zafaco und connect in ihren Breitband- und Festnetztests in Österreich und der Schweiz. Denn aufgrund günstiger Mobilfunktarife in den Alpenländern spielt diese Kommunikationsart dort nicht dieselbe Rolle wie noch im Nachbarland Deutschland.

Dennoch haben wir in unserem diesjährigen Testprogramm für Österreich und die Schweiz einen Telefonie-basierten Anwendungsfall aufgenommen: Voice over IP in der Kategorie Web-Services. Dieser Testfall bildet eine Konstellation ab, die durch die massive Zunahme von Arbeit im Homeoffice seit der Pandemie häufig im Netz zu finden ist: Außenstellen beziehungsweise Homeoffice-Nutzer telefonieren IP-gestützt untereinander oder mit einer Firmenzentrale – außerhalb des öffentlichen Telefonnetzes.

Festnetztest A/CH VoIP-Testcase-Bild
Virtuelles Homeoffice: Der VoIP-Test in unserem Testszenario bildet das IP-basierte Telefonieren zwischen Außenstellen und einer Firmenzentrale ab.
© connect

Als Endgeräte in den Homeoffices kommen dabei üblicherweise sogenannte Softphones – als App ausgeführte VoIP-Clients – zum Einsatz. Aber auch spezialisierte IP-Telefone, etwa in einer Filiale des Unternehmens, können so angebunden sein. Die Telefonieverbindungen werden über das SIP-Protokoll (Session Initiation Protocol) aufgebaut und laufen anschließend über RTP (Realtime Transport Protocol).

Die Codierung erfolgt typischerweise über Audio-Codecs wie G.711 oder G.722. Genau diese Konstallation bilden die Mess-Clients von zafaco ab: Sie bauen über die genannten Protokolle eine VoIP-Verbindung zu einem zentralen Testserver, die Gegenstelle in der Firmenzentrale, auf und ermitteln dann die Ende-zu-Ende-Sprachqualität der so realisierten Telefonverbindung.

Dabei werden standardisierte Sprachproben männlicher und weiblicher Stimmen in beiden Kommunikationsrichtungen übertragen und mit dem Original verglichen. Die Messeinheiten erfassen die Verbindungsaufbauzeit, Fehlerraten, Sprachlaufzeiten und den MOS-Wert ( Mean Opinion Score, gemittelter Qualitätskennwert) der Sprachqualität gemäß dem ITU-T-Standard P.863 POLQA (Perceptual Objective Listening Quality Analysis). Die so ermittelten Werte erlauben Rückschlüsse über die Eignung einer Internetverbindung für den beschriebenen, in der Praxis bedeutsamen Anwendungsfall.

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