Arbeiten während der Coronavirus-Krise

Entspannt im Homeoffice: Ausstattungstipps für Einsteiger

Home-Office ist das Gebot der Stunde. Doch was für die einen geübte Praxis ist, ist für andere Neuland. Diese Basics sind für einen ergonomischen Arbeitsplatz wichtig. Wir zeigen, mit welcher Ausstattung Sie komfortabel arbeiten.

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Nicht gut: Einfach mit dem Laptop am Küchentisch sitzen ist keine Dauerlösung fürs Homeoffice.

Die Coronakrise wird uns noch eine Weile in Atem halten. Da lohnt es sich auf jeden Fall, über die Ausstattung des Homeoffice nachzudenken. Denn stundenlang krumm und schief am Esstisch arbeitet es sich definitiv nicht gut. Und Rückenschmerzen plus eine verspannte Halswirbelsäule braucht kein Mensch.

Wir haben ein paar Ideen, mit denen Sie sich einigermaßen komfortabel einrichten können. Und wer weiß – vielleicht schießt der Arbeitgeber ja auch etwas zu? Schließlich ist die Möglichkeit, auch mal zuhause arbeiten zu können, eine gute Investition in die Mitarbeiterzufriedenheit.

Podcast: Tipps fürs Homeoffice

Schreibtische – am besten höhenverstellbar

Ein ordentlicher Sitz- und Arbeitsplatz ist die halbe Miete. Wer Raum hat und eh einen Schreibtisch anschaffen wollte, sollte gleich über einen höhenverstellbaren nachdenken – am besten elektrisch.

Solche Modelle lassen sich bequem ohne körperliche Anstrengung hoch- und runterfahren. Man kann im Sitzen oder Stehen arbeiten, was den Kreislauf ankurbelt und den Rücken entlastet. Für weniger als 300 Euro gibt es etwa bei Amazon ein höhenverstellbares Tischgestell, auf das man eine Arbeitsplatte nach eigenem Geschmack legen kann.

Hier finden Sie verschiedene Modelle im Überblick.

Die Alternative: Tischaufsätze

Freilich lebt nicht jeder so privilegiert, dass er mal eben Platz für ein derart großes neues Möbel hat. Hier können höhenverstellbare Aufsätze helfen, die auf einen vorhandenen Tisch gepackt werden und mit wenigen Handgriffen ebenfalls die Variation der Arbeitsposition erlauben.

Ein Aufsatz lässt sich abends auch wieder wegräumen, wenn die Familie etwa den Esstisch in Beschlag nehmen will. Angebote für Laptops und Desktop-PCs finden Sie unter diesem Link.

Wir haben das Modell von Bonvivo in der Redaktion ausprobiert – hier lesen Sie den Praxistest. Das ist eine stabile, allerdings auch recht schwere Lösung.

Der richtige Stuhl

Fehlt noch ein ordentlicher Bürostuhl. Was zeichnet diesen aus? Die gesetzliche Unfallversicherung VBG nennt folgende Kriterien:

  • höhenverstellbare Sitzfläche
  • abgerundete Sitzfläche vorne, hochgezogene Sitzfläche hinten (Keilwirkung)
  • höhenverstellbare Rückenlehne
  • Dynamik der Rückenlehne mit einstellbarem Anpressdruck
  • Lendenbausch in der Rückenlehne
  • zusätzlich empfehlenswert ist ein wasserdampfdurchlässiger Bezug von Sitzfläche und Rückenlehne, um Schwitzen zu vermeiden

Auch hier gibt es im Online-Handel jede Menge Auswahl – je nach Budget mit Textil- oder Lederbezug, mit Chrom veredelt oder aus Plastik.


Die Alternative: Sitzkissen

Die abgespeckte Lösung: ein orthopädisches Sitzkissen. Das lässt sich auf vorhandenen Stühlen platzieren und hilft dabei, aufrecht zu sitzen.

Lesetipp: Upright Go 2– das Gadget für mehr Haltung

Auf dem Schreibtisch

Um die Augen nicht zu ermüden, ist eine gute Beleuchtung des Arbeitsbereichs wichtig. Hier sollte man darauf achten, dass es zu keinen Reflexionen auf dem Monitor kommt, was bei seitlich stehenden Lampen oft der Fall ist.

Abhilfe schafft eine Leuchtleiste, die auf den Bildschirm aufgesetzt wird. Die hat zudem den Vorteil, dass kein Platz auf dem Tisch beansprucht wird. Wir haben kürzlich die BenQ Screenbar empfohlen. Die ist sowohl für große Monitore als auch für Notebooks erhältlich. Weitere Modelle finden Sie unter diesem Link.

Ebenfalls zu empfehlen: eine ergonomische Maus. Die liegt zwar anfangs ungewohnt in der Hand, nach ein wenig Praxis arbeitet man damit aber sehr angenehm und entlastet das Handgelenk sowie die Sehnen im Unterarm.

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Podcast-Special

Sie sind neu im Homeoffice? Wir geben Ihnen einige Tipps für den Start der Heimarbeit. Von der technischen Ausstattung bis zu nützlichen…

Headsets zum Telefonieren

Vergessen wir nicht den Klassiker: Telefonieren mit zwischen Kinn und Schulter eingeklemmtem Hörer – ganz schlecht für die Nackenmuskulatur. Ein Headset mit Mikrofonarm oder guten eingebauten Mikros hält den Kopf oben und die Hände frei.

Wer mit seinem Smartphone plaudert, dem können wir diese In-Ears empfehlen: Apple Airpods Pro (für iPhone-Besitzer erste Wahl) und Sony WF-1000XM3. Mit beiden Hören Sie Musik auf hohem Niveau, telefonieren in 1A-Qualität, zudem ist das Noise Cancelling top – was auch im Homeoffice die Nerven schont.

Lesetipp: In-Ears im Vergleichstest

Wie Sie mit Skype arbeiten, erfahren Sie in diesem Ratgeber für Einsteiger.

Weitere Kauftipps und Ratgeber zu Office-Software und -Hardware finden Sie bei unseren Kollegen von pcmagazin.de.

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