Stress-Management, EKG und Achtsamkeits-Score

Starke Fitbit-Newcomer: Zwei Smartwatches und ein Tracker

Die Gesundheits-Smartwatch Fitbit Sense kann EKGs erstellen und per EDA-Sensor den Stresslevel messen. Die beliebte Versa hat nun GPS intus und wertet die Trainingsintensität aus.

© Fitbit

Legt den Fokus auf Gesundheit: die Smartwatch Fitbit Sense.

Highlight der Corona-kompatiblen, virtuellen Produktpräsentation war ohne Zweifel die neue Fitbit Sense. Die Smartwatch für 329,95 Euro legt den Fokus auf die Erfassung von Gesundheitsdaten und soll die Achtsamkeit dem eigenen Körper und Wohlbefinden gegenüber steigern.

Sensor erfasst Stresslevel

Als weltweit erste Smartwatch bringt die Fitbit Sense einen Sensor für elektrodermale Aktivität (EDA) mit. Durch Handauflegen misst die Uhr den Leitungswiderstand der Haut, der sich etwa durch Stress und damit verbundenes Schwitzen verändert. Die zugehörige Smartphone-App wertet den Level dann aus und gibt Tipps zum Stressabbau.

EKG-Messungen wie bei der Apple Watch

Zudem misst die Sense die Herzfrequenz und bietet als erstes Fitbit-Produkt eine EKG-App. Die ist zunächst nur in den USA verfügbar, in Deutschland muss erst noch die Freigabe als Medizinprodukt erteilt werden. Ebenfalls neu: der Hauttemperatursensor, der frühzeitig Indizien einer Krankheit liefern kann. Der SpO2-Sensor, der die Sauerstoffsättigung des Blutes misst, ist bei Fitbit schon länger Usus. Trotz der Funktionsvielfalt verspricht Fitbit eine Akkulaufzeit von mehr als 6 Tagen.

Neues Fitbit Premium sechs Monate inklusive

Käufer der Fitbit Sense erhalten einen 6-monatigen Gratiszugang zur Analysesoftware Fitbit Premium, die tiefer greifende Auswertungen der Messwerte sowie Anleitungen etwa zur Stressreduktion und geführte Trainings beinhaltet. Das sogenannte Health Metrics-Dashboard informiert über Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz und SpO2-Werte.

Vorsicht: Das neue Fitbit Premium steht bereits jetzt in der Fitbit-App als 90-Tage-Testversion bereit. Laut Presseinformation ist der längere Gratiszugang mit den neuen Gadgets aber nur für Kunden verfügbar, die Fitbit Premium noch nicht nutzen. Wer mit dem Kauf liebäugelt und bereits ein Fitbit-Produkt besitzt, sollte also noch warten.

In der Folge kostet Fitbit Premium aktuell 10,49 Euro monatlich oder 85,99 Euro pro Jahr.

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Schicker Auftritt: Die neue Versa 3 mit optionalem Spezial-Armband.

Fitbit Versa 3: jetzt mit GPS

Auch die beliebte Versa-Reihe erhält ein Update. Die Versa 3 (Preis: 229,95 Euro) hat erstmals einen GPS-Sensor intus, zur Streckenaufzeichnung braucht sie also kein Smartphone mehr.

Zudem führt Fitbit wie beim Tracker Charge 4 nun auch in der Versa-Familie die Trainingsintensitätskarte und Aktivzonenminuten ein. Zur Sprachassistentin Amazon Alexa gesellt sich ab Winter der Google Assistant. Auch kann man mit der Versa 3 dank Lautsprecher und Mikro telefonieren, sofern das gekoppelte Smartphone in der Nähe ist.

Alle Funktionen der Fitbit Versa 3 sind auch auf der Fitbit Sense verfügbar.

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Smarter und schlank: Der Tracker Inspire 2.

Fitbit Inspire 2

Der Tracker Inspire 2 (Preis: 99,95 Euro) wartet ebenfalls mit Aktivzonenminuten, einem helleren Display mit stärkeren Farben sowie einer Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen auf. Der Nutzer kann aus 20 Trainingsmodi wählen, einen Schlaf sowie die Herzfrequenz überwachen und auf Wunsch Gewicht, Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme protokollieren. Inklusive ist hier sogar ein einjähriges kostenlosen Probeabo von Fitbit Premium.

Vorbestellungen ab sofort, Auslieferung ab September

Alle drei Newcomer sind ab sofort auf der Fitbit-Seite sowie bei ausgewählten Händlern vorbestellt werden. Der Marktstart soll im September erfolgen.

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