Bluetooth-Kopfhörer

6 kabellose In-Ear-Kopfhörer im Vergleich

9.8.2021 von Andreas Seeger und Lennart Holtkemper

In-Ear-Kopfhörer gibt es mittlerweile massig. Bei der Auswahl fällt die Entscheidung nicht leicht, deshalb haben wir sechs aktuelle kabellose In-Ears auf Leistung, Klang, Handhabung und Verarbeitung geprüft.

ca. 2:10 Min
Vergleich
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  1. 6 kabellose In-Ear-Kopfhörer im Vergleich
  2. Bose Quiet Comfort Earbuds im Test
  3. Jabra Elite 85t im Test
  4. LG Tone Free FN7 im Test
  5. Oppo Enco X im Test
  6. Samsung Galaxy Buds Pro im Test
  7. Technics EAH-AZ70W im Test
In-Ear-Kopfhoerer-Vergleich
In unserem bewährten connect-Test haben wir sechs aktuelle In-Ear-Modelle und deren Smartphone-Anbindung getestet.
© Hersteller / korkeng / shutterstock.com / Montage: connect

Der Kopfhörer etabliert sich im Windschatten von Smartwaches und Fitnesstrackern immer stärker als Smartphone-Erweiterung mit vielen Zusatzfunktionen, die via App zugänglich sind. Vor einem Jahr haben wir dieser Entwicklung Rechnung getragen und ein Testverfahren für kabellose In-Ears entwickelt. Seitdem geht der Siegeszug der smarten Stöpsel ungebrochen weiter, auch darum, weil sie die bequemste Möglichkeit bieten, in Corona-Zeiten mit Maske Musik zu hören. Wir haben das Jahr genutzt, um unser Testverfahren auf den neuesten Stand zu bringen.

Für den Test haben wir uns sechs aktuelle Vertreter heraus gegriffen. Dabei haben wir den Fokus auf die populärsten Marken und Modelle in der Preisklasse von 200 bis 400 Euro gelegt. Man muss natürlich nicht so viel Geld für gute Kopfhörer ausgeben, aber unter 150 Euro wird es schwer, daher markiert das auch unsere Untergrenze.

Der connect-Faktor

Was unseren Vergleichstest einzigartig macht, ist der Fokus auf die Smartphone-Anbindung. Wir betrachten eben nicht nur die Audioqualität, Akkulaufzeit oder Noise Cancelling in messtechnisch aufwendigen, dafür aber sehr präzisen und reproduzierbaren Verfahren. Wir sehen uns auch die App-Steuerung und die Sprachqualität beim Telefonieren an.

Unser Testverfahren

Die Messung der Telefonieakustik erfolgte nach unserem bewährten Smartphone-Testverfahren mithilfe eines Kunstkopfs von Head Acoustics. Der spielte auch bei der Ermittlung von Frequenzgang und Klirrgang eine wichtige Rolle: Das jeweils linke Earbud wurde in den künstlichen Gehörgang eingeführt, dabei sorgte eine Lippe aus Gummi für einen dichten Sitz – nur so kann der Frequenzgang im Bass korrekt ermittelt werden.

Zur Messung musste der Prüfling einen Sinuston mit ansteigender Frequenz wiedergeben, der vom kalibrierten Messmikrofon im Inneren des Kopfs detektiert wurde. Dabei wurde die Lautstärke so eingestellt, dass der zwischen 100 und 4.000 Hz gemittelte Pegel 100 dB betrug. Das ist ein relativ lauter, aber in Anbetracht der heutigen Hörgewohnheiten realistischer Wert. Der Frequenzgang zeigt, ob alle Frequenzen gleich laut wiedergegeben werden. Dies ist Voraussetzung für einen ausgewogenen, differenzierten Klang.

Lesetipp: So testet connect Smartphones - neues Testverfahren

Der Klirrgraf zeigt, ob und wie stark der Kopfhörer verzerrt. Je höher diese Kurve verläuft, desto stärker die Verzerrung. Verzerrungen können zu einem kratzigen, rauen, unsauberen Klang beitragen. Bei der Messung der Geräuschdämpfung haben wir untersucht, wie stark der Kopfhörer welche Frequenzen dämpft. Earbuds ohne aktive Dämpfung (ANC) reduzieren vor allem die mittleren und hohen Frequenzen, die ANC-Schaltung zaubert darüber hinaus tieffrequente Schallanteile mit Gegenschall weg.

Jeder Kopfhörer hat sein eigenes Dämpfungsprofil. Daher geben wir die mittlere Dämpfung aus, das ist ein über alle Frequenzen gemittelter Wert, der aufzeigt, um wie viel Dezibel der Kopfhörer Außenschall neutralisieren kann. Die Transparenzfunktion macht das Gegenteil und mischt die gedämpften Schallanteile zu. Idealerweise hört man damit so, als wenn man keinen Kopfhörer tragen würde.

Für die Messung der Laufzeit mussten alle Probanden dieselbe Playlist aus einer Sammlung gängiger Popmusikstücke der letzten drei Jahrzehnte wiedergeben. Bei Modellen mit ANC und Transparenzmodus, waren diese – soweit möglich – abgeschaltet, da sie sich je nach Umgebungsbedingungen negativ auf die Akkulaufzeit auswirken können.

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