iPad-Kaufberatung

Pro, Mini oder Air - welches iPad sollte man 2021 kaufen?

27.4.2021 von Tim Kaufmann

Gleich vier verschiedene iPads hat Apple 2021 im Angebot. Wir stellen die Modelle vor und sagen, welches sich für welchen Zweck am besten eignet.

ca. 7:35 Min
Vergleich
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iPad-Modelle 2021
Alle iPad-Modelle, die Apple 2021 anbietet, unterstützen eine Version des Apple Pencil.
© Apple

Ob Sie nun auf der Suche nach Ihrem ersten Tablet sind oder Ihr vorhandenes Gerät ersetzen möchten - Apples iPad gehört zum besten, das der Markt derzeit hergibt. Die Apple-Tablets gelten als qualitativ hochwertig. Anders als für Android gibt es für iOS auch eine breite Auswahl an Apps, die die größeren iPad-Displays optimal ausnutzen. Nur, dass es gleich vier aktuelle iPads gibt, erleichtert die Auswahl nicht gerade. Zeit für einen Überblick. Wir beginnen beim günstigsten und enden beim teuersten iPad.

Hinweis: Alle iPads sind auch mit Mobilfunk-Option erhältlich.​

iPad (2020)

  • CPU: A12 Fusion
  • Bildschirmgröße: 10,2 Zoll
  • Speicherplatz: 32 oder 128 Gigabyte
  • Farben: Space Grau, Silber, Gold
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 379 Euro
Apple iPad 2020
Apple iPad 2020
© Apple

Das Apple iPad (2020) ist das Tablet mit dem besten - für Apple sogar außergewöhnlich guten - Preis-/Leistungsverhältnis. Teilweise ist es schon für wenig mehr als 300 Euro inklusive Versand erhältlich. Dafür erhalten Sie ein 10,2 Zoll großes Display mit Retina-Auflösung und voller Unterstützung für alle aktuellen Apps. So eignet sich das iPad prima für Einsteiger und alle, die mit möglichst kleinem Budget möglichst viel erreichen wollen. Trotzdem müssen Sie gegenüber den teureren Modellen kaum auf Funktionen verzichten. Selbst der erste Apple Pencil funktioniert auf dem Einstiegsgerät, so dass Sie zeichnen, schreiben und Apps per Stift bedienen können.

Statt vier Lautsprechern wie bei den Pro-Modellen gibt es hier aber nur zwei auf der Unterseite. Der Ton hat dadurch ein wenig „Schlagseite“, wenn Sie bei horizontaler Ausrichtung Videos schauen oder Spiele spielen. Das lässt sich angesichts des günstigen Preises aber ebenso gut verschmerzen wie das veraltete Design mit dickem Rand und das nicht laminierte Display. Dadurch sitzt das Display weiter weg von der darüberliegenden, schützenden Glasscheibe. Der Kontakt zu Apps und Spielen fühlt sich deshalb weniger direkt an.

Apple iPad Pro 12,9 Zoll (2021) im Test

Quelle: connect
Wir haben das iPad Pro 12,9 Zoll aus 2021 im Video für euch getestet!

Praktisch finden wir, dass es mittlerweile auch der Smart Connector in das billigste iPad geschafft hat. Über diesen lassen sich einige Tastaturen direkt mit dem Tablet verbinden und erhalten darüber auch ihren Strom. Mit einer Bluetooth-Tastatur arbeitet es sich zwar vergleichbar gut, aber sie muss eben alle 1-2 Monate ans Ladegerät.

Die CPU des iPad 2020 ist ein bisschen älter. Apple verbaut den A12 Bionic, der schon 2018 mit dem iPhone XS erschien. Aktuell geht das gemessen am Preis absolut in Ordnung und macht sich auch noch kaum bemerkbar. Apps starten gefühlt eine halbe Sekunde langsamer als auf dem iPad Air, d.h. auf dem iPad, das preislich gesehen am nächsten liegt. Aber das iPad 2020 dürfte als erstes dabei sein, wenn leistungsschwächere Geräte von einer künftigen iOS-Version nicht mehr unterstützt werden. Außerdem raten wir dringend von der Variante mit nur 32 Gigabyte Speicher ab. Das reicht allenfalls für eine Handvoll Spiele oder für den Offline-Genuss heruntergeladener Videos und ist deshalb nicht mehr zeitgemäß.

Kaufempfehlung: Als günstiges Tablet für die Couch, Schule und Ausbildung.

iPad mini (2019)

  • CPU: A12 Bionic
  • Bildschirmgröße: 7,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64 oder 256 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Nein
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 449 Euro
Apple iPad Mini 2019
Apple iPad Mini 2019
© Apple

Es lässt sich kaum noch zählen, wie häufig das iPad​ mini​ schon für tot erklärt wurde. Schließlich hat Apple sich zwischen dem letzten Modell (2015) und dem aktuellen (2019) satte vier Jahre Zeit für eine Aktualisierung gelassen. Mit seinen 7,9 Zoll eignet es sich hervorragend als Ergänzung zu einem kleineren Smartphone wie dem iPhone SE oder als handliches Zweitgerät für Besitzer eines iPad Pro 12,9 Zoll. So wird es zum komfortablen Reader für Webseiten und E-Books, der sich auch mit nur einer Hand bequem halten lässt.

Bei einem Straßenpreis ab 425 Euro ist das iPad mini eine Ecke teurer als das iPad (2020). Das scheint merkwürdig, sieht das iPad mini auf den ersten Blick doch aus wie eine verkleinerte Ausgabe des 10,2-Zoll-Tablets. Unterschiede zeigen sich vor allem in der Display-Auflösung. Sie ist nominell bei beiden Geräten gleich. Aufgrund der kleineren Displayfläche ist das Bild des iPad mini aber deutlich schärfer. Außerdem ist es farbenprächtiger und spiegelt weniger. Den Smart Connector finden Sie am iPad mini aber nicht.

Kaufempfehlung: Kleiner wird's nicht! Das iPad mini ist ein guter Begleiter für kleine Smartphones und das iPad Pro 12,9 Zoll. Auch als E-Reader beliebt, der in (fast) jede Handtasche passt.

iPad Air (2020)

  • CPU: A14 Bionic
  • Bildschirmgröße: 10,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64 oder 256 Gigabyte
  • Farben: Silber, Space Grau, Roségold, Grün, Sky Blau
  • Anschluss: USB-C
  • Kopfhöreranschluss: Nein
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 2
  • Offizieller Preis: ab 649 Euro
Apple iPad Air 2020
Apple iPad Air 2020
© Apple

Das iPad Air (2020) ist der heimliche Star unter Apples Tablets. Obwohl formal das iPad Pro das Top-Modell bleibt, dürften sich viele - auch professionelle - Anwender für das aktuelle Air entscheiden. Es bietet viele Komfortfunktionen des iPad Pro, ist dabei aber eine Ecke günstiger. Damit ist es auch für Käufer, die sich primär für das iPad (2020) interessieren, mehr als nur einen Blick wert.

Mit dem A14 Bionic Chip ist das iPad Air (2020) dem iPad und dem iPad mini in Sachen Rechenkraft und Grafikleistung deutlich voraus. Vom iPad Pro hat es das moderne, schlanke Gehäusedesign geerbt. Dabei ist die Fingerabdruckerkennung TouchID in die obere, seitliche Taste gewandert. Beim Display handelt es sich um ein 10,9 Zoll großes, leuchtstarkes Liquid Retina Display, das den vollen P3-Farbraum abdeckt und Farben auf Wunsch an das Umgebungslicht anpasst (so genannte "True Tone" Technik).

Wie das iPad Pro ist das Air kompatibel zu Apples Magic Keyboard mit integriertem Touchpad und zum Apple Pencil 2. Dank USB-C-Anschluss lässt es sich mit einer breiten Anzahl von Geräten ohne Adapter verbinden. Das Air ist in neuen Farbtönen erhältlich, die sich angenehm vom üblichen Tablet-Grau unterscheiden.

Aus diesen Gründen empfehlen wir das iPad Air, wenn

  • Sie etwas mehr investieren können für die leistungsstärkere und damit zukunftssichere CPU
  • Sie Wert auf ein richtig schönes Display legen, ohne gleich in die oberste Preisklasse zu greifen.
  • Sie das iPad als Laptop-Ersatz nutzen und eine Tastatur anschließen möchten, die nur unwesentlich aufträgt

Kaufempfehlung: Das iPad Air ist der in technischer Hinsicht sehr unterhaltsame Mittelweg zwischen dem spartanischen iPad (2020) und dem High-End-Modell namens iPad Pro. Ein gutes Tablet, sowohl für die Couch als auch als Laptop-Ersatz für Arbeit und Studium.

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iPad Pro (2021)

  • CPU: M1
  • Bildschirmgröße: 11 oder 12,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64, 256 oder 512 Gigabyte, 1 oder 2 Terabyte
  • Farben: Silber, Space Grau
  • Anschluss: USB-C
  • Kopfhöreranschluss: Nein
  • Authentifizierung: Face ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 2
  • Offizieller Preis: ab 879 oder ab 1.199 Euro
Apple iPad Pro 2021
Apple iPad Pro 2021
© Apple

Seit sich das iPad Air im selben, modernen Design präsentiert wie das iPad Pro fällt die Entscheidung zwischen den beiden Geräten deutlich schwerer als früher. Allerdings bietet das iPad Pro in jeglicher Hinsicht deutlich mehr Leistung.

Los geht es beim Display. Das iPad Pro erhalten Sie mit 11 Zoll (einen Hauch größer als das iPad Air) und mit 12,9 Zoll (deutlich größer). Schon das Display des kleineren Pro ist dem des Air voraus. Es ist nicht nur etwa 20 Prozent heller, sondern bietet dank erhöhter Bildwiederholrate (90 Hz gegenüber 60 Hz) butterweiches Scrollen und schnellere Bilder bei Spielen. Wer die Funktion - Apple nennt sie "ProMotion" - einmal hatte, trennt sich nach unserer Erfahrung nur ungerne wieder davon. Speziell beim iPad Pro 12,9 Zoll packt Apple noch mal eine Schippe drauf. Mit der neuen MiniLED-Technik wächst die Zahl der LEDs, die für die Hintergrundbeleuchtung des Displays sorgen, von gut 70 beim iPad Pro (2020) auf 10.000 an. Dadurch liefert das große iPad ein deutlich helleres Bild, bessere Schwarzwerte und spürbar mehr Kontrast.

Auch in Sachen Rechenleistung und Speicherausstattung übertrifft das iPad Pro das Air. Apple verbaut die zuvor Laptops vorbehaltene M1 CPU, die schneller ist als der A14 im Air. Wo das Air bei 256 Gigabyte Speicherplatz Schluss macht, bekommen Sie das Pro auch mit 512 GByte beziehungsweise 1 oder 2 Terabyte. Damit einher geht eine vergleichsweise üppige Ausstattung mit Arbeitsspeicher: 8 Gigabyte bei den Geräten bis einschließlich 512 GByte, 16 GByte bei den Terabyte-Boliden. Käufer eines iPad Air erhalten generell 4 GByte. Zur Einordnung: Auch das Air dürften derzeit nur wenige Nutzer ausreizen. Wenn Sie aber intensiv Bilder und 4K-Videos mit dem iPad bearbeiten, außerordentlich viel Speicherplatz benötigen oder einfach maximale Zukunftssicherheit suchen, dann sind Sie mit dem Pro besser bedient.

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Dem Pro vorbehalten ist auch die Gesichtserkennung FaceID. Gerade wenn Sie das iPad mit einer zusätzlichen Tastatur und Maus nutzen wollen, macht sie den Unterschied zum Fingerabdrucksensor des Air. Ob Sie nun das iPad selbst oder zum Beispiel den Passwortmanager entriegeln - immer ist FaceID schneller und erspart das Auflegen des Fingers und damit einen zusätzlichen Handgriff.

Mit Thunderbolt/USB 4-Verbindung anstelle von USB-C zeigt sich das Pro auch in Sachen "Verbindung zur Außenwelt" besser ausgestattet. Dasselbe gilt für das optionale, mobile Internet. Hier ist das iPad Pro das erste Apple-Tablet, das 5G-Internet unterstützt. Der praktische Vorteil gegenüber 4G ist derzeit aber noch klein. Eher bemerkbar macht sich da die bessere Webcam des Pro. Sie bietet nicht nur die höhere Auflösung (1.080p gegenüber 720p), sondern auch ein Weitwinkel-Objektiv. Darauf basiert Apples "Center Stage"-Funktion. Dank ihr folgt Ihnen das Kamerabild durch den Raum, wenn Sie sich während der Übertragung bewegen. Damit das klappt müssen Entwickler ihre Videokonferenz-Apps aber entsprechend anpassen.

Für optimalen Ton sorgt das Pro mit insgesamt vier Lautsprechern. Das sind zwei mehr als bei den anderen iPads. So genießen Sie Stereoklang egal wie herum Sie das iPad gerade halten. Unabhängig von der Ausrichtung geben die jeweils unteren beiden Lautsprecher die tieferen Töne wieder, die oberen Lautsprecher die höheren Töne. Gleich fünf Mikrofone tragen zur Gesprächsqualität bei FaceTime-Anrufen etc. bei.

Tipp: Wenn Sie Ihr Tablet auch zum Fotografieren nutzen ist das iPad Pro das bessere Gerät für Sie. Zu seiner Kameraeinheit gehört ein zusätzliches Ultraweitwinkelobjektiv, das die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Außerdem produziert das Blitzlicht realistischere Hauttöne.

Kaufempfehlung: Das iPad Pro ist weiterhin das beste Tablet, das man für Geld kaufen kann. Apple hat die Hardware über Jahre hinweg perfektioniert und bietet manches Feature hier exklusiv an. Mit Preisen von bis zu 2.600 Euro zzgl. Tastatur lässt sich Apple das Leistungsplus aber auch fürstlich bezahlen.

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