iPad-Kaufberatung

Pro, Mini oder Air - welches iPad sollte man 2020 kaufen?

Gleich fünf verschiedene iPads hat Apple 2020 im Angebot. Wir stellen die Modelle vor und sagen, welches sich für welchen Zweck am besten eignet.

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Alle iPad-Modelle, die Apple 2020 anbietet, unterstützen eine Version des Apple Pencil.

Ob Sie nun auf der Suche nach Ihrem ersten iPad sind oder Ihr vorhandenes Tablet ersetzen möchten - Apples iPad gehört zum besten, das der Markt derzeit hergibt. Die Apple-Geräte gelten als qualitativ hochwertig. Anders als für Android gibt es für iOS auch eine breite Auswahl an Apps, die die größeren iPad-Displays optimal ausnutzen. Nur dass es gleich vier, je nach Betrachtung sogar fünf aktuelle iPads gibt erleichtert die Auswahl nicht gerade. Zeit für einen Überblick. Wir beginnen beim günstigsten und enden beim teuersten iPad. Alle iPads sind auch mit Mobilfunkoption erhältlich.​​

iPad (2019)

  • CPU: A10 Fusion
  • Bildschirmgröße: 10,2 Zoll
  • Speicherplatz: 32 oder 128 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 379 Euro

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Apple iPad 2019

Das Apple iPad (2019) ist das Tablet mit dem besten - für Apple sogar außergewöhnlich guten - Preis-/Leistungsverhältnis. Teilweise ist es schon für wenig mehr als 300 Euro inklusive Versand erhältlich. Dafür erhalten Sie ein 10,2 Zoll großes Display mit Retina-Auflösung und voller Unterstützung für alle aktuellen Apps. So eignet sich das iPad prima für Einsteiger und alle, die mit möglichst kleinem Budget möglichst viel erreichen wollen. Trotzdem müssen Sie gegenüber den teureren Modellen kaum auf Funktionen verzichten. Selbst der erste Apple Pencil funktioniert auf dem Einstiegsgerät, so dass Sie zeichnen, schreiben und Apps per Stift bedienen können.​

Statt vier Lautsprechern wie bei den Pro-Modellen gibt es hier aber nur zwei auf der Unterseite. Der Ton hat dadurch ein wenig „Schlagseite“, wenn Sie bei horizontaler Ausrichtung Videos schauen oder Spiele spielen. Das lässt sich angesichts des günstigen Preises aber ebenso gut verschmerzen wie das nicht laminierte Display. Dadurch sitzt das Display weiter weg von der darüberliegenden, schützenden Glasscheibe. Der Kontakt zu Apps und Spielen fühlt sich deshalb weniger direkt an. 

Praktisch finden wir, dass es mittlerweile auch der Smart Connector in das billigste iPad geschafft hat. Über diesen lassen sich einige Tastaturen direkt mit dem Tablet verbinden und erhalten darüber auch ihren Strom. Mit einer Bluetooth-Tastatur arbeitet es sich zwar vergleichbar gut, aber sie muss eben alle 1-2 Monate ans Ladegerät.​

Was uns am iPad 2019 am ehesten stört, das ist die alte CPU. Apple verbaut den A10 Fusion, der schon 2016 mit dem iPhone 7 erschien. Aktuell macht sich das noch kaum bemerkbar: Apps starten gefühlt eine halbe Sekunde langsamer als auf iPads mit aktuellem Chip. Aber das iPad 2019 dürfte als erstes dabei sein, wenn leistungsschwächere Geräte von einer künftigen iOS-Version nicht mehr unterstützt werden. Außerdem raten wir dringend von der Variante mit nur 32 Gigabyte Speicher ab. Das reicht allenfalls für eine Handvoll Spiele oder für den Offline-Genuss heruntergeladene Videos und ist deshalb nicht mehr zeitgemäß.​

iPad mini (2019)

  • CPU: A12 Bionic
  • Bildschirmgröße: 7,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64 oder 256 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Nein
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 449 Euro

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Apple iPad Mini 2019

Es lässt sich kaum noch zählen, wie häufig das iPad mini​ schon für tot erklärt wurde. Schließlich hat Apple sich zwischen dem letzten Modell (2015) und dem aktuellen (2019) satte vier Jahre Zeit für eine Aktualisierung gelassen. Mit seinen 7,9 Zoll eignet es sich hervorragend als Ergänzung zu einem kleineren Smartphone wie dem iPhone XR oder dem iPhone XS. So wird es zum komfortablen Reader für Webseiten und E-Books, der sich auch mit nur einer Hand bequem halten lässt.

Bei einem Straßenpreis ab 425 Euro ist das iPad mini eine Ecke teurer als das iPad (2019). Das scheint merkwürdig, sieht das iPad mini auf den ersten Blick doch aus wie eine verkleinerte Ausgabe des 10,2-Zoll-Tablets. Tatsächlich ist es aber deutlich moderner. Als CPU kommt Apples A12 Bionic zum Einsatz. Das Display bietet die selbe Auflösung (1.536 x 2.048 Pixel) bei kleinerer Fläche, was zu einem schärferen Bild führt. Außerdem ist es farbenprächtiger und spiegelt weniger. Den Smart Connector finden Sie am iPad mini aber nicht. ​

iPad Air (2019)

  • CPU: A12 Bionic
  • Bildschirmgröße: 10,5 Zoll
  • Speicherplatz: 64 oder 256 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 549 Euro

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Apple iPad Air 2019

Das iPad Air (2019) füllt die Lücke zwischen dem sehr günstigen iPad (2019) und dem iPad Pro (2020). Das gilt hinsichtlich des Preises (knapp 200 Euro über dem iPad, 330 Euro unter dem günstigsten iPad Pro), aber auch im Hinblick auf Leistung und Funktionen. 

Tatsächlich entspricht das iPad Air weitgehend dem iPad Pro 10,5 Zoll (2017). Dem entsprechend läuft es noch mit breitem Displayrahmen, Home-Knopf mit TouchID, Lightning-Anschluss, Kopfhöreranschluss und Stereolautsprechern auf und kann mit dem Apple Pencil 2 noch nichts anfangen. Die CPU hat Apple aber aktualisiert. Mit dem A12 Bionic von 2018 tickt ein Prozessor unter dem Display, der noch von einigen künftigen iOS-Versionen unterstützt werden dürfte.

Das Display des Air ist dem das iPad (2019) um Welten voraus. Das liegt weniger am geringen Größenunterschied als vielmehr an der vollständigen Laminierung, dem größeren Farbraum (P3) und der True Tone Technik, die die Farben auf dem Display an das Umgebungslicht anpasst.

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Vom iPad Pro hat das Air auch den Smart Connector geerbt. Dadurch können Sie Apples Smart Keyboard mit dem iPad Air verbinden. Die Tastatur ist zugegebenermaßen teuer (179 Euro). Aber dank ihrer leichten und kompakten Bauweise ist sie nach unserer Erfahrung auch die einzige „Immer dran“-Tastatur für das iPad. Alle anderen Tastaturen werden spätestens dann unbequem, wenn Sie das iPad als Lesegerät nutzen möchten. Häufig lassen sie sich dann nur umständlich abziehen beziehungsweise wieder befestigen. Praktischerweise wird das Smart Keyboard über den Smart Connector auch gleich mit Strom versorgt.

Aus diesen Gründen empfehlen wir das iPad Air, wenn

  • Sie etwas mehr investieren können für die leistungsstärkere und damit zukunftssichere CPU
  • Sie Wert auf ein richtig schönes Display legen, ohne gleich in die obere Preisklasse zu greifen.
  • Sie das iPad als Laptop-Ersatz nutzen und eine Tastatur anschließen möchten, die nur unwesentlich aufträgt

iPad Pro (2020)

  • CPU: A12Z Bionic
  • Bildschirmgröße: 11 oder 12,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64, 256 oder 512 Gigabyte,  1 Terabyte
  • Farben: Silber, Space Grau
  • Anschluss: USB-C
  • Kopfhöreranschluss: Nein
  • Authentifizierung: Face ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 2
  • Offizieller Preis: ab 879 oder ab 1.099 Euro

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Apple iPad Pro 2020

Das iPad Pro bietet maximale Leistung, das neue iPad-Design mit besonders schmalem Rahmen und mehr Komfort als die übrigen Modelle, zum Beispiel weil es gleich vier Lautsprecher beherbergt. Kaufen Sie das Gerät, wenn Sie das iPad als Haupt-Computer einsetzen, es auch beruflich nutzen oder einfach Spaß an der jeweils neuesten und besten Technik haben.​

Als bislang einziges iPad kommt das Pro ohne Home-Knopf daher. Entsperrt wird es stattdessen per Face ID, Apples Gesichtserkennung. Der Rahmen um das Display fällt entsprechend schlank aus. Dadurch findet ein 11-Zoll-Display im Pro statt, ohne dass es nennenswert größer oder schwerer als das iPad Air ist. Selbst das große iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display geht noch fast als handlich durch.​ 

Nicht nur in der Größe, auch technisch ist das Display des iPad Pro allen anderen voraus. Apples ProMotion-Technik erhöht die Bildwiederholrate bei Bedarf auf bis zu 120 Herz. Die Anzeigequalität profitiert davon merklich, zum Beispiel in Form von butterweichem Scrollen durch Webseiten. Außerdem ist das so genannte „Liquid Retina Display“ nochmal heller als das „Retina Display“ des Air (600 statt 500 Nits).​

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Apple hat das iPad Pro 2020 vorgestellt. Wir vergleichen es mit dem Vorgänger aus dem Jahr 2018 und sagen, für wen sich das Upgrade lohnt.

Das iPad Pro birgt Apples bislang leistungsfähigste mobile CPU, den A12Z Bionic. Für optimalen Ton sorgt das Tablet mit zwei zusätzlichen Lautsprechern. Unabhängig von der Ausrichtung geben die jeweils unteren beiden Lautsprecher die tieferen Töne wieder, die oberen Lautsprecher die höheren Töne. Gleich vier Mikrofone sorgen für gute Gesprächsqualität bei FaceTime-Anrufen u.ä. Audio-Fans müssen aber auf einen Kopfhöreranschluss verzichten.​

Den Lightning-Anschluss hat Apple durch USB-C ersetzt. Das hat den Vorteil, dass Sie zum Beispiel auch ein 4K-Display, externe Datenträger und viele andere Geräte anschließen können. Das iPad Pro ist kompatibel zum Apple Pencil 2. Er hält magnetisch an der Seite des iPads und lädt dort auch auf.​

Tipp: Nur das 12,9-Zoll-Modell erlaubt die gleichzeitige Darstellung von zwei Apps in der Tablet-Ansicht. Beim 11-Zoll-Modell zeigt Split View maximal eine App in der Tablet-Ansicht und die zweite zwangsläufig im Smartphone-Modus.

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