iPad-Kaufberatung

Pro, Mini oder Air - welches iPad sollte man 2019 kaufen?

Gleich fünf verschiedene iPads hat Apple 2019 im Angebot. Wir stellen die Modelle vor und sagen, welches sich für welchen Zweck am besten eignet.

iPad Lineup 2019

© Apple

Alle iPad-Modelle, die Apple 2019 anbietet, unterstützen eine Version des Apple Pencil.

Ob Sie nun auf der Suche nach Ihrem ersten iPad sind oder Ihr vorhandenes Tablet ersetzen möchten - Apples iPad gehört zum besten, das der Markt derzeit hergibt. Die Apple-Geräte gelten als qualitativ hochwertig. Anders als für Android gibt es für iOS auch eine breite Auswahl an Apps, die die größeren iPad-Displays optimal ausnutzen. Nur dass es derzeit gleich fünf aktuelle iPads gibt erleichtert die Auswahl nicht gerade. Zeit für einen Überblick. Wir beginnen beim günstigsten und enden beim teuersten iPad. Alle iPads sind auch mit Mobilfunkoption erhältlich.​

iPad (2018)

  • Bildschirmgröße: 9,7 Zoll
  • Speicherplatz: 32 oder 128 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Nein
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 349 Euro
Apple iPad 2018

© Apple

Apple iPad 2018

Das Apple iPad (2018) ist das Tablet mit dem besten - für Apple sogar außergewöhnlich guten - Preis-/Leistungsverhältnis. Teilweise ist es schon für rund 300 Euro inklusive Versand erhältlich. Dafür erhalten Sie ein 9,7 Zoll großes Display mit Retina-Auflösung und voller Unterstützung für alle aktuellen Apps. So eignet sich das iPad prima für Einsteiger und alle, die mit möglichst kleinem Budget möglichst viel erreichen wollen. Trotzdem müssen Sie gegenüber den teureren Modellen kaum auf Funktionen verzichten. Selbst der erste Apple Pencil funktioniert auf dem Einstiegsgerät, so dass Sie zeichnen, schreiben und Apps per Stift bedienen können.

Statt vier Lautsprechern wie bei den Pro-Modellen gibt es hier aber nur zwei auf der Unterseite. Der Ton hat dadurch ein wenig „Schlagseite“, wenn Sie bei horizontaler Ausrichtung Videos schauen oder Spiele spielen. Das lässt sich angesichts des günstigen Preises aber ebenso gut verschmerzen wie das Fehlen eines Smart Connectors. Über diesen lassen sich einige Tastaturen direkt mit dem Tablet verbinden und erhalten darüber auch ihren Strom. Mit einer Bluetooth-Tastatur arbeitet es sich aber vergleichbar gut, sie muss eben alle 1-2 Monate ans Ladegerät.

Was uns am iPad 2018 am ehesten stört, das ist die recht alte CPU. Apple verbaut den A10 Fusion, der schon 2016 mit dem iPhone 7 erschien. Aktuell macht sich das noch kaum bemerkbar: Apps starten gefühlt eine halbe Sekunde langsamer als auf iPads mit aktuellem Chip. Aber das iPad 2018 dürfte als erstes dabei sein, wenn leistungsschwächere Geräte von einer künftigen iOS-Version nicht mehr unterstützt werden.

iPad mini (2019)

  • Bildschirmgröße: 7,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64 oder 256 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Nein
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 449 Euro
Apple iPad Mini 2019

© Apple

Apple iPad Mini 2019

Es lässt sich kaum noch zählen, wie häufig das iPad mini schon für tot erklärt wurde. Schließlich hat Apple sich zwischen dem letzten Modell (2015) und dem aktuellen (2019) satte vier Jahre Zeit für eine Aktualisierung gelassen. Mit seinen 7,9 Zoll eignet es sich hervorragend als Ergänzung zu einem kleineren Smartphone wie dem iPhone XR oder dem iPhone XS. So wird es zum komfortablen Reader für Webseiten und E-Books, der sich auch mit nur einer Hand bequem halten lässt.

Bei einem Straßenpreis ab 425 Euro ist das iPad mini eine Ecke teurer als das iPad (2018). Das scheint merkwürdig, sieht das iPad mini auf den ersten Blick doch aus wie eine verkleinerte Ausgabe des 9,7-Zoll-Tablets. Tatsächlich ist es aber deutlich moderner. Als CPU kommt Apples A12 Bionic zum Einsatz. Das Display bietet die selbe Auflösung (1.536 x 2.048 Pixel) bei kleinerer Fläche, was zu einem schärferen Bild führt. Außerdem ist es farbenprächtiger und spiegelt weniger.

iPad Air (2019)

  • Bildschirmgröße: 10,5 Zoll
  • Speicherplatz: 64 oder 256 Gigabyte
  • Farben: Gold, Silber, Space Grau
  • Anschluss: Lightning
  • Kopfhöreranschluss: Ja
  • Authentifizierung: Touch ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 1
  • Offizieller Preis: ab 549 Euro
Apple iPad Air 2019

© Apple

Apple iPad Air 2019

Das iPad Air füllt die Lücke zwischen dem sehr günstigen iPad (2018) und dem iPad Pro. Das gilt hinsichtlich des Preises (200 Euro über dem iPad, 330 Euro unter dem günstigsten iPad Pro), aber auch im Hinblick auf die Leistung:

  • Vom iPad (2018) hat das Air das klassische Design mit breitem Displayrahmen geerbt, den Home-Knopf, den Lightning-Anschluss, den Kopfhöreranschluss, die Stereolautsprecher und die Kompatibilität zum Apple Pencil 1.
  • An das iPad Pro rückt das Air mit seiner CPU heran (A12 Bionic aus dem Jahr 2018) und mit seinem entspiegelten, farbenprächtigeren Display. Die Anzeigefläche ist mit 10,5 Zoll so groß wie die des kleinen iPad Pro aus dem Jahr 2017.
  • Vom iPad Pro hat das Air auch den Smart Connector geerbt. Dadurch können Sie Apples Smart Keyboard mit dem iPad Air verbinden. Die Tastatur ist zugegebenermaßen sehr teuer (179 Euro). Aber dank ihrer leichten und kompakten Bauweise ist sie nach unserer Erfahrung auch die einzige „Immer dran“-Tastatur für das iPad. Alle anderen Tastaturen werden spätestens dann unbequem, wenn Sie das iPad als Lesegerät nutzen möchten. Häufig lassen Sie sich dann nur umständlich abziehen beziehungsweise wieder befestigen. Praktischerweise wird das Smart Keyboard über den Smart Connector auch gleich mit Strom versorgt.

Aus diesen Gründen empfehlen wir das iPad Air, wenn

  • Sie etwas mehr investieren können für die leistungsstärkere und damit zukunftssichere CPU
  • Ihnen das Display des iPad (2018) zu klein ist
  • Sie das iPad als Laptop-Ersatz nutzen und eine Tastatur anschließen möchten, die nur unwesentlich aufträgt

iPad Pro (2018)

  • Bildschirmgröße: 11 oder 12,9 Zoll
  • Speicherplatz: 64, 256 oder 512 Gigabyte / 1 Terabyte
  • Farben: Silber, Space Grau
  • Anschluss: USB-C
  • Kopfhöreranschluss: Nein
  • Authentifizierung: Face ID
  • Smart Connector: Ja
  • Stiftbedienung: Apple Pencil 2
  • Offizieller Preis: ab 879 oder ab 1.099 Euro
Apple iPad Pro 2018

© Apple

Apple iPad Pro 2018

Das iPad Pro bietet maximale Leistung, das neue iPad-Design mit besonders schmalem Rahmen und mehr Komfort als die übrigen Modelle, zum Beispiel weil es gleich vier Lautsprecher beherbergt. Kaufen Sie das Gerät, wenn Sie das iPad als Haupt-Computer einsetzen, es auch beruflich nutzen oder einfach Spaß an der jeweils neuesten und besten Technik haben.

Als bislang einziges iPad kommt das Pro ohne Home-Knopf  daher. Entsperrt wird es stattdessen per Face ID, Apples Gesichtserkennung. Der Rahmen um das Display fällt entsprechend schlank aus. Dadurch findet ein 11-Zoll-Display im Pro statt (iPad Pro 11 Zoll im Test), ohne dass es nennenswert größer oder schwerer als das iPad Air ist. Selbst das große iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display ist erstaunlich handlich.

Nicht nur in der Größe, auch technisch ist das Display des iPad Pro allen anderen voraus. Apples ProMotion-Technik erhöht die Bildwiederholrate bei Bedarf auf bis zu 120 Herz. Die Anzeigequalität profitiert davon merklich, zum Beispiel in Form von butterweichem Scrollen durch Webseiten. Außerdem ist das so genannte „Liquid Retina Display“ nochmal heller als das „Retina Display“ des Air (600 statt 500 Nits).

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Das iPad Pro birgt Apples bislang leistungsfähigste mobile CPU, den A12X Bionic. Für optimalen Ton sorgt das Tablet mit zwei zusätzlichen Lautsprechern. Unabhängig von der Ausrichtung geben die jeweils unteren beiden Lautsprecher die tieferen Töne wieder, die oberen Lautsprecher die höheren Töne. Gleich fünf Mikrofone sorgen für gute Gesprächsqualität bei FaceTime-Anrufen u.ä. Audio-Fans müssen aber auf einen Kopfhöreranschluss verzichten.

Den Lightning-Anschluss hat Apple durch USB-C ersetzt. Das hat den Vorteil, dass Sie zum Beispiel auch ein 4K-Display anschließen können. Andererseits passt vielleicht schon vorhandenes Zubehör für den Lightning-Anschluss nicht an das Pro. Die Kamera des iPad Pro löst mit 12 statt 8 Megapixel auf und wird zusätzlich von einem LED-Blitz unterstützt. Das iPad Pro ist kompatibel zum neueren Apple Pencil. Er hält magnetisch an der Seite des iPads und lädt dort auch auf.

Tipp: Nur das 12,9-Zoll-Modell erlaubt die gleichzeitige Darstellung von zwei Apps in der Tablet-Ansicht. Beim 11-Zoll-Modell zeigt Split View maximal eine App in der Tablet-Ansicht und die zweite zwangsläufig im Smartphone-Modus.

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