Airplay, Miracast, DLNA & Co.

MHL und Miracast

10.2.2016 von Hannes Rügheimer

ca. 2:00 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Smartphone mit Fernseher und Lautsprecher verbinden
  2. Airplay
  3. Google Cast und Android TV
  4. MHL und Miracast
  5. DLNA, UPnP und Bluetooth

MHL überträgt Bild und Ton per Kabel, Miracast erledigt denselben Job drahtlos. MHL braucht geeignete Sendegeräte, Miracast spezielle Empfänger.

Während Google Cast von Google entwickelt wurde, stehen hinter MHL und Miracast in erster Linie Gerätehersteller. Mobile High-Definition Link, kurz MHL, propagiert das MHL Consortium - ein Firmenverbund, dem unter anderem Samsung, Sony und Toshiba angehören. Sie haben einen Standard für eine Kabelverbindung definiert, mit der Mobilgeräte hochauflösende Audio- und Videodaten an passende Empfänger übertragen können. Dabei ist die MHL-Spezifikation nicht an eine bestimmte Buchse gebunden. Dies führte in der Praxis dazu, dass Android-Geräte, die MHL unterstützen, diese Funktion über ihre ohnehin vorhandene Micro-USB-Buchse anbieten. Vor Kurzem präsentierte das Konsortium mit "Super MHL" eine neue, verbesserte Version ihres Standards.

Allerdings unterstützen längst nicht alle Smartphones MHL - das Feature findet sich nur in teureren Geräten wie Samsungs Galaxy-Serie oder der Xperia-Z-Reihe von Sony. Ein Adapterkabel wandelt die MHL-Signale dann auf HDMI um, sodass praktisch jedes HDTV-Gerät und jeder HD-taugliche Projektor die Signale in Empfang nehmen und darstellen können.

Mini-Projektor Aiptek Pocket Cinema A100W
Der Mini-Projektor Aiptek Pocket Cinema A100W unterstützt sowohl Miracast als auch Airplay. Der handtellergroße Beamer kostet 349 Euro.
© Aiptek

Super MHL

Die neueste Version des Anschlussstandards MHL macht die Kabel-Übertragung MHL fit für 8K, USB 3.1 und schnelles Akkuladen.

Mit "Super MHL" rüstet das MHL Consortium seinen Kabelstandard für die Zukunft: Damit bestückte Geräte empfangen über die schnelle Strippe Videos bis zu 8K-Auflösung (7680 x 4320 Pixel). Zu früheren MHL-Versionen ist Super MHL abwärtskompatibel. Vorgesehen ist diesmal ein eigener Stecker, der sich wie USB C beidseitig einstöpseln lässt. Alternativ können Telefon-Hersteller Super MHL aber auch an USB-C- oder Micro-USB-Buchsen bereitstellen.

MHL-Kabel
Der neue Standard um- fasst diesmal auch ei- gene Buchsen und Strippen.
© MHL

Adapterkabel auf HDMI oder Displayport sind ebenfalls geplant - allerdings unterstützt das aktuelle HDMI 2.0 8K-Videos nur mit 24 Hertz, Displayport 1.3 schafft zumindest 60 Hertz beziehungsweise Bilder/Sekunde. Außerdem kann Super MHL Mobilgeräte mit bis zu 40 Watt aufladen. Erste Geräte mit Super MHL sollen im Laufe des Jahres erscheinen.

Miracast

Miracast ist quasi das drahtlose Pendant zu MHL. Hinter dieser Spezifikation steht die für WLAN-Standards verantwortliche WiFi-Alliance. Zur Funkübertragung von HD-Bild und -Ton wird das Verfahren WiFi Direct genutzt - Sender und Empfänger müssen nicht im gleichen WLAN-Netz angemeldet sein. Der Standard Miracast ist seit der Version 4.2 Jelly Bean fester Bestandteil von Android.

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