Smartphone-Plattform wechseln

Zu Android wechseln - so klappt der Datenumzug

Tools für den Umzug auf Android gibt es sowohl für den Desktop-Rechner als auch in Form von Android-Apps. Eine weitere Möglichkeit ist der Transfer der Daten direkt über die Google Cloud. So klappt der Wechsel zu Android.

Android Smartphone Nexus 5

© Bloomua - shutterstock.com

Mit den richtigen Tools klappt der Wechsel zu Android.

Android-Nutzer profitieren von dem mit Abstand umfangreichsten Hardwareangebot – attraktive Smartphones mit der Google-Betriebssoftware gibt es in jeder Preisklasse. Zudem ist Android die Systemwelt mit dem größten Marktanteil. Das erhöht die Chancen, unter Geschäftspartnern, Kollegen oder Freunden Gleichgesinnte zu finden – und es hilft bei der Suche nach Praxistipps oder spezialisierten Apps.

Android-Nutzer profitieren vom umfangreichsten Hardwareangebot – attraktive Smartphones mit dem Google-Betriebssystem gibt es in jeder Preisklasse. Zudem hat Android den größten Marktanteil. Das erhöht die Chancen, unter Geschäftspartnern, Kollegen oder Freunden Gleichgesinnte zu finden. 

Daher ist es für viele Anwender der Normalfall, innerhalb der Android-Welt auf ein Nachfolgergerät umzusteigen. Bleibt man dabei beim selben Hersteller, lassen sich Backups, die über die zugehörige Desktop-Software angefertigt wurden, meist problemlos aufs neue Gerät aufspielen. Wer einen neuen Hersteller wählt, sollte den Datenumzug jedoch lieber über die Google Cloud oder eine Umzugs-App planen. Diese Option steht auch beim Umzug auf ein Nachfolgermodell desselben Herstellers zur Wahl.​

Samsung Smart Switch und Xperia Transfer

© Screenshots/ connect

Samsung bietet mit dem Tool Smart Switch einen Helfer für Datenumzüge an. Das Programm Xperia Transfer aus Sonys Xperia Companion übernimmt Daten verschiedener Vorgängergeräte.

Umzug via Desktop-PC

Wer von iOS oder Windows Phone kommend in die Android-Welt einsteigt, sollte sich zunächst die Software für Desktop-PCs anschauen, die vom Hersteller des neuen Smartphones angeboten wird. Samsungs Smart Switch, Sonys Xperia Companion oder der​ HTC Sync Manager enthalten Funktionen, die beim Systemumzug helfen. Dazu können Sie die zu transferierenden Daten aus dem jüngsten Desktop-Backup des Vorgängergeräts extrahieren – oder die einzelnen Elemente aus den zuständigen Systemprogrammen und Speicherorten auf dem Desktop-PC zusammensuchen. Mit Einschränkungen klappt das auch mit dem Huawei-Tool HiSuite – wobei die Sync-Software der Chinesen mehr Handarbeit erfordert als die Lösungen der anderen genannten Hersteller.​

Eine Google-Suche nach den Titeln der Hilfsprogramme bringt Sie zur jeweiligen Download- Quelle. Wichtig: Laden Sie die Tools nur in der Originalversion von der Webseite des jeweiligen Herstellers. Auf Download-Portalen bereitgehaltene Versionen sollten Sie aus Aktualitäts- und Sicherheitsgründen lieber meiden.​

Falls die Herstellerprogramme nicht die gewünschten Ergebnisse liefern oder es zu Ihrem künftigen Android-Phone keine Desktop-Software gibt, können auch Transfer- Tools unabhängiger Anbieter weiterhelfen. Überwiegend zufrieden zeigen sich etwa die Nutzer der Software „Mobile Trans“ von WonderShare. Die deutsche Version​ kostet je nach Lizenztyp ab 20 Euro.​​

Apps unterstützen beim Smartphone-Wechsel

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1: Smart Switch mobile unterstützt auch die iCloud oder USB-Kabel. 2: Das Gratis-Tool Copy My Data wird auf beiden Telefonen installiert. 3: Die App Share It unterstützt neben Smartphones auch Windows-PCs.

Apps können beim Umzug helfen 

Auch Apps können die Rolle eines Umzugshelfers übernehmen. Interessant ist diese Variante vor allem, wenn Sie für Ihr bisheriges Smartphone keine Backups auf​ dem PC erstellt haben. Samsung bietet beispielsweise für seine Galaxy-Smartphones die App Smart Switch mobile an. Sie richtet sich gezielt an frühere iOS-Nutzer und kann die Daten eines iPhones aus Apples iCloud importieren.​

Einen ähnlichen Ansatz, allerdings ohne Beschränkung auf bestimmte Marken, verfolgt die App Copy My Data des britischen Softwarehauses Media Mushroom. Das Programm ist in Versionen für Android und iOS kostenlos erhältlich. Wenn es sowohl auf dem Quell- als auch auf dem Ziel-Smartphone installiert wurde und beide Geräte im selben WLAN angemeldet sind, lassen sich damit Kontakte, Termine, Fotos und Videos direkt übertragen. Zusätzlich unterstützt das Tool auch Sicherungen und Wiederherstellungen in der Google Cloud.​

Ebenfalls empfehlenswert: Die Gratis-App Share It, die für Android, iOS und Windows Phone sowie die Desktop-Versionen von Windows erhältlich ist. Sie erlaubt die Übertragung von Kontakten, Nachrichten, Fotos und Videos. Innerhalb derselben Plattform lassen sich auch Apps über ein gemeinsam genutztes WLAN oder per Bluetooth übertragen. Trotz Werbung und integrierter App-Empfehlungen klappen die Transfers ohne Probleme.​

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Datentransport über die Cloud 

Wer Kontakte, Termine und ähnliche Daten ohnehin in der Cloud ablegen möchte, dem stehen entsprechende Internetdienste als weitere Möglichkeit für den Datenübertrag zur Verfügung. Da Android sehr eng mit den Cloud-Angeboten von Google verwoben ist, eignen sie sich bei einem Systemwechsel hin zu Googles​ Smartphone-Betriebssystem besonders gut als Datenumschlagplatz. 

Wer diesen Weg gehen möchte, transferiert die gewünschten Daten sinnvollerweise zuerst vom alten Smartphone in die Google Cloud. Dabei hilft es, dass neben Android auch iOS und Windows Phone den Datenaustausch mit einem Google-Konto unterstützen. Sollen Kontakte oder Termineinträge allerdings aus anderen Cloud-Konten wie iCloud oder einem Microsoft-Konto übernommen werden, wird der Ablauf etwas komplizierter. Denn weder iOS noch Windows Phone synchronisieren die abonnierten Cloud-Konten untereinander – vielmehr laufen die unterschiedlichen, in den verschiedenen Clouds gespeicherten Inhalte auf dem Smartphone zusammen und werden dann nur gemeinsam angezeigt.​

Einen Ausweg kann in diesem Fall wieder der Umweg über den Desktop-PC darstellen. Dort lassen sich zumindest Kontakte aus dem Windows-Adressbuch als vCard-Datei exportieren und anschließend in Google Kontakte wieder einlesen. Von dort wandern sie dann aufs neue Android-Telefon. Leider funktioniert dieses Prinzip jedoch nicht mit Kalendern. Hier empfiehlt es sich, den gewünschten Kalender entweder aus Outlook (im Falle iOS und Windows Phone) oder aus dem Webportal iCloud.com zu exportieren und die so erzeugte iCal-Datei anschließend in Google Kalender einzulesen.​

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