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Heimvernetzung Das kann DLNA

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DLNA
Bei Wohnzimmergeräten, aber auch Windows-PCs hat sich DLNA als Vernetzungsstandard etabliert.

Neben der Datenverbindung per WLAN oder Netzwerkkabel kommt es auch darauf an, dass die vernetzten Geräte sich ohne komplizierte Konfiguration im Netzwerk erkennen und ihre Inhalte gegenseitig verstehen. Um dies zu gewährleisten, hat der Herstellerverbund Digital Living Network Alliance (DLNA) eine Reihe von Protokollen und Standards entwickelt.

Viele Hersteller sind dabei

Die Unterstützung für diesen Standard ist sehr breit, sodass auch Geräte unterschiedlicher Hersteller sowie unterschiedliche Gerätetypen wie zum Beispiel Smartphones und Fernseher zusammenarbeiten. Zu den über 250 Mitgliedern der Digital Living Network Alliance zählen Cisco, Ericsson, Hewlett-Packard, Microsoft, Motorola, Nokia, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony und Toshiba.

DLNA-kompatible TV-Geräte finden passende Server im Heimnetz und greifen auf deren Inhalte zu.
DLNA-kompatible TV-Geräte finden passende Server im Heimnetz und greifen auf deren Inhalte zu. ©

DLNA-kompatible Geräte werden durch ein Logo gekennzeichnet. Steht es nicht auf dem Gerät selbst, findet es sich zumindest in den technischen Daten, im Handbuch und/oder auf dem Bildschirm beim Einschalten.

Unter den großen Firmen fehlt eigentlich nur Apple – die Kalifornier kochen mit Airplay ihr eigenes Süppchen. Es gibt jedoch verschiedene Softwarelösungen wie den Twonky Media Server (20 US-Dollar) oder Elgato EyeConnect (50 Euro), die DLNA-Funktionen auch auf Macs zur Verfügung stellen.

Der DLNA-Standard sorgt dafür, dass Geräte im Heimnetzwerk zusammenarbeiten und für Medieninhalte wie Musik, Filme und Fotos gemeinsame Formate unterstützen.

Playerfunktionen sind in vielen Fernsehgeräten mit Smart-TV-Features eingebaut. Ältere Geräte lassen sich mit Zusatzboxen wie DLNA-kompatiblen Mediaplayern, Web-TV-Boxen oder Spielkonsolen nachrüsten. Als DLNA-Server fungiert in der Regel Ihr PC, aber auch NAS-Speicher oder Konsolen wie Sonys Playstation 3 können diesen Job übernehmen.

Auch Spielkonsolen wie Sonys Playstation 3 sind sowohl DLNA-Player als auch DLNA-Server.
Auch Spielkonsolen wie Sonys Playstation 3 sind sowohl DLNA-Player als auch DLNA-Server. ©

DLNA auch mit dem Smartphone

Auch Smartphones können ihre Inhalte als DLNA-Server im Heimnetz zur Verfügung stellen. Ist eine solche Funktion – wie etwa auf einigen Geräten von Samsung, Sony oder LG – nicht schon ab Werk installiert, finden sich in den App-Stores Zusatzprogramme, die ein Smartphone zum DLNA-Server oder bei Bedarf zum DLNA-Player machen. Für die Vernetzung genügt es, wenn Player und Server im gleichen Heimnetzwerk angemeldet sind.

Wo dies nicht praktikabel ist – etwa wenn Sie Ihre Smartphone-Fotos auf einem fremden Fernseher zeigen wollen –, ist auch ein Zugriff per WiFi Direct Mode möglich. Dazu muss der Empfänger (meist also der Fernseher) in diesen Modus geschaltet werden. Der Player findet dann bei der WLAN-Netzsuche den entsprechenden Direct Access Point und kann sich nach Passworteingabe anmelden.

Unter Windows müssen Sie die Freigaben für Ihre „Heimnetzgruppe“ gezielt festlegen.
Unter Windows müssen Sie die Freigaben für Ihre „Heimnetzgruppe“ gezielt festlegen. ©

DLNA im Detail

Ein DLNA-kompatibles Gerät kann entweder die Rolle eines Digital Media Server (DMS) übernehmen und somit Inhalte im Netzwerk bereitstellen. Oder die eines Digital Media Players (DMP) und somit die zur Verfügung gestellten Inhalte wiedergeben.

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Viele Geräte können beides – zu einem Zeitpunkt führen sie aber immer nur eine dieser Funktionen aus. Ergänzend gilt es noch Digital Media Controller (DMC – etwa Einsatz eines Smartphones als Fernbedienung), Digital Media Renderer (DMR – Wiedergabegeräte, die von einem Digtal Media Controller ferngesteuert werden; oft identisch mit einem Digital Media Player) sowie Digital Media Printer (DMP – DLNA-kompatible Drucker).

Für Mobilgeräte wurde außerdem noch definiert: Mobile Digital Media Uploader (M-DMU – sie können Daten auf einen ­Digital Media Server hochladen) und Digital Media Downloader (M-DMD – sie finden Dateien auf einem Digital Media Server und laden sie von dort herunter). Für die Datenformate wurden als Mindestanforderung JPEG, LPCM und MPEG-2 festgelegt.

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