Smartphone-Speicher

Apps auf SD-Karte verschieben

Micro-SD-Karte als portablen Speicher formatieren

© Screenshot WEKA / connect

Die meisten Smartphones mit Karten-Slot und Android 6.0 binden externe Speichermedien unter „Einstellungen/Speicher“ separat ein. Wird der portable Speicher entnommen, sind die Icons ausgelagerter Apps, hier Barcoo und Piano Tiles 2, im Startscreen ausgegraut.

Wie kann ich mein Speichermanagement optimieren? 

Wenn möglich sollten Sie auf dem internen Speicher zuerst Platz schaffen, indem Sie Ihre persönlichen Daten wie Fotos, Ihre Musiksammlung und speicherhungrige App-Daten wie Offline-Karten auf den Micro-SD-Speicher packen. Für Anwendungen gilt: Selten benötigte Programme, die viel Platz beanspruchen, sollten vor ihren häufig genutzten,​ leistungszehrenden Mitstreitern auf die Micro-SD-Karte wandern. Unter „Einstellungen/ Apps“ sehen Sie, wie viel Speicherplatz das jeweilige Programm belegt und ob sich der Speicherort ändern lässt. Fehlt hier der Button „Ändern“, ist der Installationsort fix. LG empfiehlt, Apps, die eng an Webdienste gekoppelt sind und Elemente wie Widgets verwenden, auf dem fest integrierten Speicher zu belassen. Tipp: Verschieben Sie die Anwendung im Zweifelsfall probeweise auf die Micro-SD-Karte und prüfen Sie, ob die App auch dort stabil läuft.​

Was ist bei der internen Speichererweiterung zu tun? 

Vor der Einrichtung sollten Sie die Inhalte der Speicherkarte prüfen und sichern. Möglicherweise erhalten Sie bei der Formatierung als interner Speicher die Warnung, dass der gewählte Datenträger zu langsam sei. Solange eine brauchbare Micro-SD-Karte (UHS-I) im Schacht steckt, können Sie diese Meldung zumindest für Tests ignorieren. Die Option „Daten in neuen Speicher verschieben“ ist unserer Erfahrung nach mit Vorsicht zu genießen. Das klappte oft nicht. Wählen Sie hier „Später verschieben.“ Die eingelegte Micro-SD-Karte können Sie wieder als portablen Speicher formatieren. Vorsicht: Dabei gehen die Daten der Karte komplett verloren, verschieben Sie also zuvor die ausgelagerten Anwendungen​ wieder auf den Speicher.

Was ist, wenn ich eine Karte, auf der sich Apps befinden, entnehme? 

Fehlt eine zur internen Speichererweiterung eingesetzte Karte, verschwinden deren Anwendungen komplett vom Startbildschirm und aus dem App-Drawer. In den Praxistests traten zwar keine unmittelbaren Fehlfunktionen oder Abstürze auf. Gerade im Adoptable-Storage-Modus, bei dem wohl auch Systemdateien auf der Micro-SD-Karte abgelegt werden können, verbietet sich aber die Entnahme im Alltagsbetrieb. Eine Adoptable-Storage-Karte zwischenzeitlich gegen eine als portablen Speicher genutzte Karte einzutauschen, ist zwar möglich, vor diesem Hintergrund aber nicht empfehlenswert. 

Deutlich weniger riskant ist es, eine als portabler Speicher genutzte Karte zu entnehmen. Die Icons fehlender Apps sind hier ausgegraut. 

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Wie leidet die Performance, wenn Apps auf SD-Karte installiert sind? 

Wir haben auf neun Android-6.0-Smartphones Apps wie den Webbrowser Opera Mini und Spiele mit anspruchsvoller Grafik wie Real Racing 3​ auf dem internen Speicher und auf verschiedenen Micro-SD-Karten ausprobiert. Selbst auf lahmeren Class-10-Standardkarten liefen sogar die Games stabil und flüssig; Hänger oder Abstürze waren die absolute Ausnahme. Die niedrigen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten der Micro-SD-Karten führten bei Programmstarts aber zu längeren Ladezeiten: Je langsamer die Karte war, desto mehr Geduld war hier gefragt. 

Dieses Verhalten überrascht nicht: Sind die Anwendungen erst einmal aus dem schnellen oder langsameren Speicher geladen, greifen sie im Wesentlichen auf dieselben Prozessoren und Arbeitsspeicher des Phones zurück. Das positive Ergebnis sollte allerdings nicht zu dem voreiligen Schluss führen, dass jede App auf jeder Speicherkarte und in jedem Smartphone reibungslos läuft. Was passiert, wenn der fest integrierte Speicher an seine Kapazitätsgrenzen stößt, die Micro-SD-Karte Verschleißerscheinungen zeigt oder einen Defekt aufweist, muss die Langzeitpraxis​ zeigen. Eines aber steht fest: Auch outgesourcte Apps​ können ihren Job gut machen. Ob die Karten dabei als interner oder als portabler Speicher formatiert waren, hatte auf die Performancetests keinen großen Einfluss.​

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