Smartphone

BQ Aquaris M4.5 im Test

Mit dem spanischen Hersteller BQ betritt ein neues Gesicht die Smartphone-Bühne. Kann das Mittelklasse-Modell Aquaris M4.5 im Test eine Charakterrolle spielen?

BQ Aquaris Smartphone

© BQ

Mit dem spanischen Hersteller BQ betritt ein neues Gesicht die Smartphone- Bühne.

EUR 214,00

Pro

  • günstiger Preis
  • kompakte Bauform
  • helles Display
  • 10 GB interner Speicher
  • gute Ausdauerwerte
  • Dual-SIM-Betrieb
  • Wechselspeicherslot
  • Blitz für Selfies
  • 5 Jahre Garantie

Contra

  • einfache Materialanmutung
  • geringe Softwareausstattung
  • schwache Kameraqualität
  • niedrige Displayauflösung
  • fest verbauter Akku

Fazit

connect-Urteil: 374 von 500 Punkten (befriedigend)
74,8%

Es gibt leichtere Aufgaben, als eine neue Marke im Smartphone-Markt etablieren zu wollen. Das weiß auch der Newcomer BQ – und macht deshalb gleich mit einem Alleinstellungsmerkmal auf sich aufmerksam: Die Spanier bieten fünf Jahre Garantie auf ihre Produkte – das Vertrauen in die eigene Qualität ist offensichtlich da.

Günstig, aber auch einfach

Das Portfolio von BQ besteht aktuell aus vier Tablets sowie zehn Smartphone- und Phablet-Modellen, die sich direkt über die Webseite des Herstellers kaufen lassen. Zum Test landete das Aquaris M4.5 für 200 Euro in der Version mit 2 GB Arbeits- und 16 GB Nutzerspeicher in der Redaktion. Zwei günstigere Varianten mit anderen Speicherkombis sind vom M4.5 ebenso erhältlich wie Varianten mit 5 und 5,5 Zoll großen Displays, die dann auf den Namen M5 und M5.5 hören.

BQ Aquaris Telefon-Versicherung

© Screenshot Connect

Zusätzlich zur 5-Jahres-Garantie bietet BQ eine Telefon-Versicherung für etwa 20 Euro jährlich an.

Leider merkt der Nutzer bereits beim Erstkontakt, wo BQ den Rotstift beim M4.5 angesetzt hat. So lag dem Testgerät weder ein Ladegerät noch ein Headset bei, und die Materialanmutung ist selbst für diese günstige Preisklasse sehr einfach geraten. Die matte Rückseite des schwarzen Testgeräts, eine weiße Version ist alternativ verfügbar, ist sehr schnell von Fingerabdrücken überzogen. Auch die überstehende Displayumrandung des 4,5-Zoll-Screens ist nicht gerade als schön zu bezeichnen.

Die Anzeige selber kommt mit einer recht geringen Auflösung von 540 x 960 Pixeln daher, was aber angesichts des relativ kleinen Bildschirms gerade noch durchgeht. Dafür ist die Helligkeitsausbeute mit 475 cd/m2 hervorragend, die Darstellung der Inhalte in Ordnung.

Dual-SIM-Option an Bord

Die 64-Bit-Plattform MT6735M aus dem Hause Mediatek sorgt mit vier 1-GHz-Kernen für ein ordentliches Bedientempo im Alltag. Dazu beherrscht das BQ den Umgang mit zwei SIM-Karten, von denen eine sogar im LTE-Netz funken darf. Dazu gesellt sich ein Micro- SD-Slot, mit dem die 10 GB an freiem Nutzerspeicher einfach erweitert werden können.

BQ Aquaris Einstellungen

© Screenshot Connect

Die Verwaltung der SIM-Karten ist sehr einfach gelöst und lässt sich für Daten, Telefonie und SMS definieren (links). Das Kameramenü lässt sich nur im Panorama-Modus aufrufen und überrascht mit fehlender Übersetzung (rechts).

Die restliche Ausstattung ist übersichtlich. Lediglich ein UKW-Radio sowie die 8-Megapixel- Hauptkamera mit Doppelblitz und die 5-Megapixel-Kamera auf der Front fallen hier auf. Letztere bietet für Selfies sogar einen eigenen Blitz auf der Gerätevorderseite. Die Bildqualität ist jedoch hier wie da nur durchschnittlich. Zudem lässt sich das Einstellungsmenü nur finden, wenn der Nutzer den Panorama-Modus anwählt. Hier gibt es also noch viel Verbesserungspotenzial.

Die Benutzeroberfläche des M4.5 trägt hauptsächlich natives Android zur Schau, dafür aber die moderne 5.1-Version. Hier fehlt es BQ allerdings an cleveren eigenständigen Softwarelösungen, wie es etwa die großen Hersteller vorexerzieren. Die Bedienung des Aquaris M4.5 gelingt aber problemlos.

Ordentliche Vorstellung im Labor

Nach der bisher eher durchwachsenen Vorstellung konnte das Aquaris M4.5 im Labor wieder Boden gutmachen. Sowohl die Ausdauerwerte mit knapp 23 Stunden Gesprächszeit im GSMEinsatz als auch die sieben Stunden im praxisnahen Mischbetrieb sind gut. Dies gilt auch für die Funkergebnisse. In der Summe ist es für den Newcomer BQ dennoch ein holpriger Start in die Smartphone- Welt.

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