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Testbericht Huawei Honor im Praxistest

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Huawei Honor im Praxistest
Huawei Honor im Praxistest
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Falls noch irgendjemand glaubt, dass aus China nur Billigware zu uns kommt, sollte sich das Huawei Honor anschauen. Für rund 300 Euro bietet das Android-4-Smartphone eine hervorragende Ausstattung.

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Optisch reiht sich das Honor ins Heer der Touchscreen-Phones ein: Die Front ist schwarz, an den Ecken etwas abgerundet, in der Mitte leuchtet ein 4 Zoll großer Touchscreen aus 480 x 854 Pixel. Durch die etwas gewölbte und geriffelte Rückseite liegt das 135 Gramm schwere Gerät satt und sicher in der Hand. Neben der schwarzen gibt es auch noch eine weiße Variante.

Das Honor ist spürbar in Kunststoff verpackt, billig wirkt das Ganze dennoch nicht, zumal die Verarbeitung grundsolide ist. Der Akkudeckel sitzt sicher, für eine wirklich edle Verarbeitung reicht’s nicht ganz: Die zwei Tasten zum Einschalten und zur Regelung der Lautstärke wackeln ein wenig unter dem Finger und dem Micro-USB-Anschluss unten am Gehäuse fehlt eine schützende Abdeckung. Das ist aber für diese Preisklasse völlig in Ordnung.

Android 4 und viel Ausstattung

Huawei hat das Honor letzten Herbst vorgestellt und in einigen Ländern ist es bereits auf dem Markt. Doch nicht zuletzt aufgrund der Android Version 4.0.3, die bislang nur wenige Geräte bieten, wirkt das Honor keineswegs angestaubt. Die Hardware-Ausstattung ist durchaus auf der Höhe der Zeit. Neben WLAN (802.11 b/g/n) bietet das Smartphone Internetzugang per HSPA mit theoretisch maximal 14,4 MBit/s beim Empfang und 5,75 MBit/s beim Datenversand. Bluetooth, ein GPS-Empfänger und ein UKW-Radio sind ebenfalls dabei.

Für eine lange Ausdauer hat Huawei einen großen Akku mit 1900 mAh spendiert. Der interne Speicher soll beim Serienmodell 4 GB fassen, per MicroSD-Karte kann er um 32 GB erweitert werden. Da schaut die Konkurrenz in der Preisklasse schlechter aus.

Huawei Honor

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Was im Vergleich zu den Topmodellen fehlt: Der 1,4-Gigahertz-Prozessor arbeitet nur mit einem Kern. Entsprechend reagiert das Honor nicht ganz so flott auf Eingaben, wirklich lahm ist es aber keinesfalls. Die Wartezeiten beim Aufruf einer Anwendung lagen im Test nie über einer Sekunde und in den meisten Fällen deutlich darunter.

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Die 8-Megapixel-Kamera samt einer kleinen LED als Blitzersatz konnte uns im ersten Test nur bedingt überzeugen. Mangels Kamerataste lässt sich der Autofokus nicht gezielt steuern und bei mäßigen Lichtverhältnissen zeigte sich schnell ein kräftiges Bildrauschen. Bei guten Lichtverhältnissen hingegen gelingen gute, kontrastreiche Aufnahmen, Videos zeichnet das Honor mit HD-Auflösung in ordentlicher Qualität auf (720p).

Android pur

Während die Geräte prominenterer Marken häufig mit Hersteller-eigenen Diensten wie Content-Stores (Sony Music Unlimited) oder auch Push-Diensten (Motorola Motoblur) aufgemotzt werden, bietet das Huawei im Wesentlichen Android 4 pur. Und das hat Google ja mit jeder Menge eigener Dienste für den mobilen Alltag versorgt: etwa mit Maps, Navigation, dem Android Market, der jetzt Google Play heißt, Youtube oder Google+. Bei Google Play gibt’s dann noch Nachschub auch von anderen Anbietern. Und mit Cloud+ findet sich dann doch ein Dienst von Huawei, der unter anderem die Daten auf dem Smartphone im Netz sichert.

Fazit

Das Huawei Honor ist ein solides, gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone, das als eines der ersten Modelle überhaupt Android 4 bietet. Dem Vergleich mit der Konkurrenz hält es locker stand und wer nicht mehr als 300 Euro für sein neues Smartphone ausgeben will, sollte das Honor auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Technische Daten:

Maße: 122 x 62 x 12 mm, 135g
Display: 4 Zoll, 480 x 854 Pixel
Prozessor: 1,4 GHz Singelcore-Prozessor
Speicher: 4 GB, erweiterbar per MicroSD-Karte (bis zu 32 GB)
Akku: 1900 mAh
Plattform: Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich)
Marktstart: März
Preisempfehlung: 299 Euro

 
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