Testbericht

Lautsprecher JBL LSR 2328 P

Der Bass reichte bei der JBL LSR 2328 P (970 Euro das Paar) bis in Regionen um 40 Hertz, was passiven Kompaktboxen vielfach nur mit Unterstützung durch separate Woofer gelingt.

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  2. Datenblatt
Lautsprecher JBL LSR 2328 P

© Archiv

Lautsprecher JBL LSR 2328 P

Vom vermutlich bekanntesten Studioausrüster der Welt, der amerikanischen Traditionsmarke JBL, erreicht uns ein wahrlich pfundiges Angebot für kostenbewusste Studioeinsteiger. Zum Listenpreis von exakt 964 Euro kommen zwei gut 12 Kilogramm schwere Nahfeldmonitore ins Haus, die alles Wesentliche mitbringen, was Soundtüftler zum Arbeiten brauchen.

Lautsprecher JBL LSR 2328 P

© Julian Bauer

Die Ortsanpassung erfolgt über zwei kleine Schiebeschalter. Mit drei Eingängen ist die Box für alle Anwendungen gerüstet.

Dazu gehören vier leistungsfähige Endstufen (zwei pro Box), deren anteilige Kosten beim Preisvergleich mit Passivboxen nicht unter den Tisch fallen sollten. Zwei symmetrische Eingänge (XLR und Klinke) sichern den Kontakt zur Studiowelt, eine Cinchbuchse erfreut den HiFi-Anwender und die wachsende Schar derer, die einen Spielpartner für ihren PC suchen und nicht erst noch großartig in Kabel und Verstärker investieren wollen.

Bestückt ist die mattgraue Box mit einem hoch belastbaren, 8-zölligen Bassmitteltöner. Der ihm zugeordnete Reflextunnel auf der Gehäuserückseite ist  strömungsgeräuschmindernd gestaltet und kühlt im Nebeneffekt die Endstufen. Der 1-zölligen Hochtonkalotte mit resonanzarmer Gewebemembran ist eine ovale Linse vorgeschaltet, die das Rundstrahlverhalten im Übernahmebereich optimiert, der steilflankig (Filter 4. Ordnung) bei 2000 Hertz erfolgt.

Dass die LSR 2328 dem Profibereich entstammt, zeigen die Messwerte: Die Schalldruckkurven verlaufen wie mit dem Lineal gezogen, der Bass reicht bis in Regionen um 40 Hertz, was passiven Kompaktboxen vielfach nur mit Unterstützung durch separate Woofer gelingt.

Lautsprecher JBL LSR 2328 P

© Julian Bauer

Die glattflächige Schallwand vermeidet harte Kanten, auch sind keinerlei Schrauben zu sehen. Die ovale Linse im Bereich des Hochtöners sorgt für ein gutmütiges Rundstrahlverhalten.

Dass die JBL preisbezogen extrem gut klingt, war schon nach wenigen Takten klar. Dynamisch ausladend durchpflügte sie die gängigen Folterscheiben und hatte keine Mühe, in zwei bis drei Meter Entferung noch jene Schalldrücke zu erzeugen, die Musik zum ganzheitlichen, auch körperlich spürbaren Erlebnis machen. Dynaudio Focus 110 A oder Genelec 8040 A mochten zum doppelten Preis noch schlackenloser tönen, doch ihr Geld ist die bei aller Neutralität warm und geschmeidig tönende JBL allemal wert.

Ebenfalls an preisbewusste Einsteiger richtet sich die A 7 der jungen Berliner Boxenmarke ADAM Audio, die für paarweise knapp 1000 Euro mit einer auffallend aufwendigen Chassisbestückung aufwarten kann. Mit  der A 7 lieferte sich die LSR 2328 P heiße Gefechte mit wechselnden Favoriten. Die ADAM klang etwas prägnanter, die JBL einen Hauch neutraler.

+ Neutraler und kraftvoller Klang, auffallend preiswert

- Grundtonbereich minimal ungenau

JBL LSR 2328 P

HerstellerJBL
Preis964.00 €
Wertung48.0 Punkte
Testverfahren1.0

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