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Testbericht

Nokia E5 im Test

Nokia E5
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Das Nokia E5 erobert trotz altem Symbian mit hervorragenden Laborwerten und praxisgerechter Ausstattung den dritten Rang der Smartphone-Bestenliste.

Nokia E5
Nokia E5 ©

Smartphones mit vollwertiger Schreibmaschinen-Tastatur haben bei Nokia eine lange Tradition. Jüngstes Exemplar dieser bei der Businessklientel sehr beliebten Messaging-Spezialisten ist das E5 für günstige 249 Euro. Das setzt auf den gleichen Formfaktor wie die edleren Geschwister E71 und E72 und ist in Weiß oder Schwarz erhältlich.

Licht und Schatten auf der Front

Mit großformatigen Metalltasten auf der Front und dem ebenfalls metallenen Akkudeckel hat Nokia das E5 hübsch verpackt, für sicheren Halt beim Telefonieren sorgen die matten Kunststoffoberflächen. So gerüstet macht der Finne deutlich mehr her als es der günstige Preis erwarten lässt. Zumal auch die Verarbeitung kaum Anlass zur Kritik gibt.

Der E-Mail-Client ist übersichtlich und verwaltet auch mehrere Postfächer.
Der E-Mail-Client ist übersichtlich und verwaltet auch mehrere Postfächer. ©

Diese muss sich das Nokia aber an anderer Stelle gefallen lassen. Als kleines Handicap entpuppte sich im Test das Display. Die Anzeige ist mit knapp 2,4 Zoll recht klein und löst zudem lediglich mit 320 x 240 Pixeln auf. So verdonnert das E5 seinen Besitzer zu sehr viel Scrollarbeit beim Browsen.

Auch die Wiedergabe von Bildern oder Filme gehört nicht zu den Stärken des E5. Dafür weiß die Schreib­maschinentastatur, die hier sogar üppiger ausfällt als beim großen Bruder Nokia E72, zu überzeugen. Mit ihren großen und nach oben hin gewölbten Drückern lässt sie sich ausgesprochen komfortabel nutzen. Die Druckpunkte sind sauber definiert, bei jeder Betätigung geben die Tasten ein satt klingendes Geräusch von sich, das die Eingabe bestätigt. Auch die helle Beleuchtung des Keypads ist im Alltag hilfreich. Die 5-Wege-Steuerung verdient sich dank ihrer spielfreien Wege und der guten Bedienbarkeit ebenfalls ein Lob.

Als Benutzeroberfläche kommt beim E5 eine an das Bildschirmformat angepasste S60-Variante zum Einsatz. Wer allerdings noch nie mit Symbian in Kontakt gekommen ist, der wird sich zu Beginn mit der Handhabung sicherlich etwas schwer tun. An manchen Stellen ist das Bedienkonzept einfach zu komplex geraten, und die zahlreichen, oftmals verschachtelten Menüs mit vielen Einträgen machen die Handhabung nicht unbedingt einfacher.

Hat man sich mit dieser Tatsache  arrangiert und etwas Hirnschmalz in die Einarbeitung investiert, stellt die Bedienung aber kein großes Problem mehr da – zumal das E5 auch einige Leckerbissen zu bieten hat. So gefällt etwa der Startscreen, der sich an die eigenen Wünsche anpassen lässt. Dazu stehen dem Nutzer gleich fünf verschiedene Varianten zur Verfügung.

Tolle Ausstattung, Top-Laborwerte

Mit Quickoffice lassen sich Dateien studieren und bearbeiten.
Mit Quickoffice lassen sich Dateien studieren und bearbeiten. ©

Die Ausstattung weist nur sehr wenige Lücken auf. Von HSPA über WLAN bis hin zur kostenlosen GPS-Navigation hat das E5 alles an Bord, was man sich von solch einem Telefon nur wünschen kann. So kann das Gerät über das Programm Quickoffice sogar Word- oder Excel-Dateien bearbeiten, per Sprachsteuerung einzelne Funktionen aufrufen oder per Sprachausgabe auch Nachrichten vorlesen. Clients für Facebook und Co. sind ebenso an Bord wie für Instant Messaging und E-Mail.

Eine Galavorstellung lieferte das E5 im Labor der Test­factory ab. Egal, welche Messung auch anstand – das Nokia meisterte alle ihm gestellten Aufgaben mit Bravour. Die Ausdauer liegt mit 22 Tagen Standby- sowie knapp elf Stunden Gesprächszeit im E-Netz auf gutem Niveau. Vor allem die für den täglichen Einsatz relevante typische Ausdauer im Mischbetrieb kann mit 3:27 Stunden überzeugen.

connect-Kurzbewertung
connect-Kurzbewertung ©

Dazu gesellen sich sehr gute Sende- und Empfangseigenschaften und eine klare, gut verständliche Akustik. So gerüstet steht dem Telefonieren auch im ländlichen Raum oder in anderen schlecht versorgten Gebieten kaum etwas im Wege. Eins muss dem Käufer aber klar sein: Multimedia-Spaß und mobiles Surf­vergnügen sind nicht die Sache des E5.
 

 
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Inhalt
  1. Nokia E5 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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