Testbericht

Yamaha CD-S 2000

Es gibt sie wieder, die schönen Geräte. Wie den CD-Player S-2000 von Yamaha.

  1. Yamaha CD-S 2000
  2. Datenblatt
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© Archiv

Der 1300 Euro teure Player CD-S 2000 nimmt widerspruchslos neben CDs auch hochauflösende Super Audio CDs auf der Alu-Schublade seiner "rigid & silent loader unit" entgegen. Die Stereo-Spur der SACDs (und der CDs) gibt er an Cinch- oder an symmetrische XLR-Ausgänge weiter. Des Weiteren verdaut er die datenreduzierte Kost von MP3- oder WMA-Scheiben. Aber in erster Linie will dieses vorbildlich leise surrende Laufwerk natürlich mit bester Digital-Nahrung - selbst gebrannt oder fremdbespielt - gefüttert werden. Wozu sonst die beiden im Differenz-Modus arbeitenden Digital/Analog-Wandler Burr-Brown PCM 1792, welche die nachfolgenden Verstärkerstufen vollsymmetrisch und damit äußerst störgeräuscharm und wenig störanfällig versorgen? Oder die zwei Netztransformatoren: ein Schnittbandkern-Typ für die digitale, ein Ringkern für die analoge Seite der Signalverarbeitung. Und damit Stör-  impulse nun wirklich keine Chance mehr haben, ins Nutzsignal vorzudringen, kann man per "pure direct" sogar das Display und die digitalen Ausgänge abschalten.

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© M.Wehner

Gut behütet: Das CD/SACD-Laufwerk des CD-S 2000 verbirgt sich in einem schirmenden Vollmetallgehäuse.

Hörtest

Die so ansprechend nostalgisch verpackte moderne Technik machte auch im Hörraum eine glänzende Figur. Mit bestens organisierten Klängen nahm der Player für sich ein. Er zeigte vor allem mit SACDs unglaublichen Detailreichtum. Die wuchtigen Kontrabässe zu Beginn von Mahlers 2. Sinfonie (Pierre Boulez, DG) raunzten die Hörer geradezu an. Allerdings offenbarte sich dann mit gängigen CDs ein eher sachlich-nüchterner als anheimelnd-warmherziger Charakter des Players. Zart modellierte Frauenstimmen wie die von Joni Mitchell ("Hejira", Warner) oder eng verzahnte Duos von Violine und Viola (Mozart: Sinfonia Concertante, Fischer/Nikolic, Pentatone) wirkten minimal abgehackter, weniger im Fluss als über den 105-Punkte-Platzhirsch Marantz SA 15 S1.

Eine tolle Überraschung erlebte die Jury allerdings, als sie den CD-Player symmetrisch mit dem Verstärker-Partner verkabelte. Jetzt holte der CD-S 2000 im Vergleich mit dem Marantz merklich auf. Klarheit und Straffheit nahmen weiter zu, gleichzeitig mischten sich noch mehr feine Schwingungen und Schwebungen ins Geschehen. Im Duett sind die Yamahas also noch attraktiver.

Yamaha CD-S 2000

HerstellerYamaha
Preis1300.00 €
Wertung100.0 Punkte
Testverfahren1.0

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