Versteigerung der 5G-Frequenzen

Drillisch legt zum Start der 5G-Frequenzauktion vor

Die Bundesnetzagentur hat die Versteigerung der 5G-Frequenzen begonnen. In den ersten Bieterrunden legte der Neueinsteiger Drillisch mit hohen Geboten vor.

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© 3GPP

Die Bundesnetzagentur versteigert die Frequenzen für 5G, den Nachfolger von LTE.

Der Startschuss für die 5G-Frequenzauktion fiel am Dienstag am Sitz der Bundesnetzagentur in Mainz. In dem Bieterverfahren werden insgesamt 41 Frequenzblöcke in den Bereichen 2 GHz und 3,4 bis 3,7 GHz versteigert. Diese bieten hohe Kapazitäten bei einer vergleichsweise geringen Reichweite. Zur Auktion zugelassen ist neben den etablierten Netzbetreibern Telefónica, Telekom und Vodafone auch die United-Internet-Tochter Drillisch.

Der Neueinsteiger hat in der ersten Auktionsrunde dann auch gleich mit Geboten von bis zu 25 Millionen Euro auf einzelne Frequenzblöcke vorgelegt. Die anderen drei Bieter stiegen mit den vorab festgelegten Mindestgeboten zwischen 1,7 und 5 Millionen Euro vorsichtiger ein.

Alle 41 Frequenzblöcke werden gleichzeitig versteigert. Dabei geben die Bieter ihre Gebote in voneinander getrennten Räumen ab. Jede Auktionsrunde dauert maximal eine Stunde. Danach werden die aktuellen Gebote von der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Nach den ersten zwölf Runden steht das Gesamtgebot am Mittwochvormittag bereits bei rund 345 Millionen Euro.

Die Dauer der Versteigerung ist offen. Erst wenn auf keinen der Blöcke mehr ein valides Gebot eingeht, wird die Versteigerung beendet. Dies kann mehrere Wochen dauern.

Für die erfolgreichen Bieter hat die Bundesnetzagentur bereits vor Beginn der Versteigerung Versorgungsauflagen festgelegt. Diese bestimmen, dass bis Ende 2022 jeweils 98 Prozent der Haushalte je Bundesland und alle Bundesautobahnen sowie die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege mit mindestens 100 Mbit/s versorgt werden müssen. Für den Neueinsteiger Drillisch gelten abweichende Auflagen.

Noch kurz vor Beginn der 5G-Frequenzauktion hatten die Netzbetreiber Eilanträge gegen die Rahmenbedingungen gestellt. Diese wurden vom Kölner Verwaltungsgericht Ende letzter Woche abgewiesen, so dass die Versteigerung nun wie geplant stattfindet.

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