Nokias Strategie 2019

Nokia nimmt Kurs Richtung Oberklasse

Nokia (HMD) hat auf dem Mobile World Congress 2019 vier neue Smartphones vorgestellt, darunter den Highender Nokia 9 PureView. Für 2019 hat man sich einiges vorgenommen, erklärt der neue Chef für die DACH-Region, Eric Matthes, im Gespräch mit connect.

Es wird immer besser

© Nokia

2019 will Nokia die Karte Software-Updates stärker ausspielen.

Neben dem PureView mit seiner beeindruckenden Penta-Kamera (alle Infos und erste Einschätzung) stehen auf dem MWC 2019 Einsteigerprodukte im Vordergrund: Nokia 4.2, Nokia 3.2 und Nokia 1 Plus (alle Infos hier) kosten weniger als 200 Euro und laufen mit dem aktuellen Betriebssystem Android 9 – die erfolgreiche Strategie, auf Android One und einen mehrjährigen Software-Support auch im 100-Euro-Bereich zu setzen, wird also weitergeführt.

Nokia gehört zu den wenigen Smartphone-Herstellern, die auf der Gewinnerseite stehen, das Wachstum der letzten zwei Jahre ist beeindruckend. Bei Feature Phones ist man weltweit Nummer 1, bei Smartphones ist man in Europa und Deutschland unter den Top 5 und hat damit aus dem Stand etablierte Marken wie HTC oder Sony überholt. 

Das hohe Tempo bringt viele Herausforderungen mit sich, etwa ständige Anpassungen der Organisation. Das kann man auch an einem Personalwechsel erkennen: Seit Februar 2019 leitet Eric Matthes das Geschäft von HMD in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er übernimmt das Ruder von Sebastian Ulrich, der als neuer Global Head of B2B Sales & Marketing künftig das internationale Geschäft mit Unternehmenskunden betreut. Matthes ist in der Branche kein Unbekannter, bei HTC leitete er zuletzt das komplette Westeuropageschäft.

Im Gespräch mit connect erklärte er, dass mit dem Personalwechsel eine Reorganisation in Europa einhergeht, mit den neuen Fokusregionen UK, Frankreich und DACH, die für HMD besonders wichtig sind.

Mit dem PureView wolle man sich im oberen Segment positionieren. Er vermied das Wort Oberklasse, denn „mit 649 Euro sind wir immer noch unter den Spitzenmodellen der Konkurrenz“.

Er skizzierte auch, wie es 2019 unter seiner Führung weiter gehen soll: Nokia will sich stärker im Fachhandel positionieren und auch abseits von Media Markt und Co mehr Präsenz zeigen. Ebenfalls auf seiner Agenda steht eine Portfolio-Bereinigung. „Wir sind sehr mittelklasselastig und einige Modelle sind preislich zu nahe beieinander positioniert“. Die dritte Baustelle sieht Matthes beim Thema Online – man werde die eigene Shop-Präsenz stärken und auch den Kundensupport und die Kommunikation über das Internet, Stichwort Social Media, ausbauen. 

Nokia hat auf der Pressekonferenz den Slogan „it just keeps getting better (Es wird immer besser)“ in den Vordergund gestellt, der auf die mehrjährigen Software-Updates abzielt, die ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal aller Nokia-Phones sind. In Deutschland wird man diesen Satz 2019 öfter sehen, denn wie Matthes erklärte, will man das Thema stärker in den Vordergrund stellen, gleichzeitig sollen die Ausgaben für Marketing und Werbung hochgefahren werden.

Nokia 9 Pureview mit Penta-Optik

© Hersteller

Das Nokia 9 Pureview steckt in einem eleganten Glas-Gehäuse, das von einem Rahmen aus 7000er Aluminium zusammengehalten wird.

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