Kommunikation, Projektmanagement, Zeiterfassung

Apps fürs Home Office: Produktiv von zu Hause arbeiten

Wenn die eigenen vier Wände zum Büro werden muss vieles neu organisiert werden. Wir zeigen Ihnen Apps, mit denen Sie im Home Office durchstarten.

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App-Tipps fürs produktive Arbeiten im Homeoffice.

Kommunikation

Am stärksten leidet die Kommunikation mit Kollegen, Kunden und Partnern. Klar, Telefon und E-Mail bleiben das Mittel der Wahl. Doch persönliche Treffen können sie nur teilweise ersetzen. Deswegen erleben Videotelefonie und -konferenz gerade ihren großen Durchbruch: Sie können Ihre Gesprächspartner sehen, was das Verständnis erhöht und das Gefühl der Isolation ein bisschen mindert. Mit zusätzlichen Funktionen wie Dateiversand, Bildschirmfreigabe und Whiteboard erleichtern die Anbieter die Zusammenarbeit. 

Über Skype von Microsoft können Sie Videokonferenzen mit bis zu 50 Teilnehmern kostenfrei durchführen. Chat-Funktion, Dateiversand und Bildschirmfreigabe sind inklusive. Die Software gibt es als App für Android, iOS, macOS und Windows und außerdem im Browser. 

© Microsoft

Skype

WebEx und Zoom richten sich noch stärker an den Bedürfnissen von geschäftlichen Anwendern aus. So können Sie zusätzlich auch Umfragen unter Gesprächsteilnehmern durchführen und auf ein virtuelles Whiteboard zeichnen. Das Teilnehmerlimit liegt bei 100 Teilnehmern, aber Zoom beschränkt die Gesprächsdauer im Gratis-Tarif auf 40 Minuten je Treffen. 

Projektmanagement

Im Home Office entfällt so mancher Zwang. Das gilt nicht nur für die Kleiderordnung, auch die Anwesenheitspflicht ist erfahrungsgemäß weniger streng geregelt. Ein bisschen Selbstdisziplin braucht es, damit die gelockerten Regeln nicht in Unproduktivität umschlagen. Hilfe dabei leisten Apps für das Task- und Projektmanagement.

© Todoist

Todoist

In Todoist erfassen Sie Ihre Aufgaben und Projekte. Mit zahlreichen Ansichten und Funktionen verschafft Ihnen die App das Gefühl, alles im Griff zu haben und nichts zu vergessen. Die App sieht ansprechend aus und belohnt mit spielerischen Elementen wie „Karma-Punkten“, in denen sich Ihre Produktivitätsfortschritte ausdrücken. Der Einstieg ist kostenfrei, zusätzliche Funktionen wie das Hinzufügen von Aufgaben per E-Mail kosten ab 3 Euro im Monat. 

Mit Todoist können Sie auch Teams managen. Alle Mitglieder werden in der Software hinterlegt, anschließend können Sie ihnen Projekte und Aufgaben zuordnen. Apps wie Asana und Teamwork bieten mehr Funktionen, zum Beispiel Gantt Charts, Abrechnung und Zeiterfassung. Wer jetzt schon absehen kann, dass die Anforderungen nach den ersten Schritten stark wachsen werden, sollte sich auch diese Apps ansehen. Teamwork ist gratis für bis zu zwei Projekte und fünf Teammitglieder. Asanas Gratis-Tarif umfasst bis zu 15 Mitglieder.

Alle drei Apps gibt es für Android, iOS und außerdem laufen sie im Browser. Teilweise stehen sie auch in Form von Desktop-Versionen für macOS und Windows zum Download bereit. 

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Dateien bearbeiten und teilen

Wenn es „nur“ um das Teilen von Dateien geht, dann ist Dropbox der wohl unangefochtene Platzhirsch. Im Gratis-Tarif erhalten Sie 2 Gigabyte Online-Speicherplatz. Über die zugehörige App oder per Web laden Sie Dateien in die Dropbox und bei Bedarf auch wieder herunter. Sie können ganze Ordner oder einzelne Dateien für andere Nutzer freigeben, wahlweise nur für den Download oder auch für die Bearbeitung. Die zugehörige App ist für alle wichtigen Betriebssysteme erhältlich. Zwei Terabyte Speicherplatz kosten ab 10 Euro im Monat.

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Dropbox

Was Dropbox fehlt sind Funktionen zum Bearbeiten von Dateien. Das ist bei Google Docs/Drive, Microsoft Office 365/OneDrive und dem hierzulande zu Unrecht weniger bekannten Zoho Office/Docs besser gelöst. Dabei handelt es sich jeweils um ein Gespann aus Office-Apps und Online-Speicher. So können Sie Dateien wie Texte, Tabellen und Präsentationen nicht nur in der Cloud speichern, sondern dort auch gemeinsam mit anderen bearbeiten. 

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Google Docs

Google Docs ist das Einstiegsangebot von Google. Es richtet sich primär an private Anwender, lässt sich aber auch in kleinen Teams sinnvoll nutzen. Toll sind Funktionen wie das zeitgleiche Arbeiten mehrerer Nutzer im selben Dokument und 15 Gigabyte kostenloser Speicherplatz in Form von Google Drive. Wer den Team-Zugriff zentral managen möchte, der kommt um das Upgrade auf Googles G Suite nicht herum (ab 4,68 Euro/Monat und Nutzer). Unter Android und im Webbrowser funktionieren Googles Office-Anwendungen toll. iPhone und iPad behandelt Google aber stiefmütterlich. Selbst auf essentielle Funktionen wie die Nutzung des geteilten iPad-Displays warten Apple-Nutzer ewig. 

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Microsoft Office

Microsoft arbeitet hier ausgewogener. Vertraute Apps wie Word, Excel, Outlook und Powerpoint stehen in guter Qualität für Android, iOS, macOS und Windows zur Verfügung. Außerdem laufen die Apps auch im Webbrowser unter www.office.com. Geschenkt gibt es bei Microsoft aber nichts. Office 365 kostet ab 69 Euro im Jahr beziehungsweise einmalig 149 Euro. Dann ist aber auch 1 Terabyte Cloud-Speicher inklusive, der bei Microsoft OneDrive heißt.

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Zoho Office

Zoho Office ist Teil von Zohos Cloud-Speicher Zoho Docs. Auffällig ist das großzügige Gratis-Angebot: Es umfasst Teams mit bis zu 25 Mitgliedern, von denen jedes 5 Gigabyte Speicherplatz erhält. Sie lassen sich zentral verwalten. Mehr Speicherplatz und Zusatzfunktionen, zum Beispiel passwortgeschützte Links zu freigegebenen Dateien, kosten ab 4 Euro/Monat und Nutzer. Mit Writer, Sheet und Show bietet Zoho Office Pendants zu Word, Excel und Powerpoint. Der Funktionsumfang ist riesig, aber die Übersichtlichkeit fehlt zuweilen. Bestes Beispiel: Mit Zoho WorkDrive gibt es noch ein zweites, Zoho Docs ähnelndes Angebot. Perspektivisch soll es Zoho Docs ablösen. Das erfährt man aber nur im Zoho-Forum. 

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Zeiterfassung

Viele, die im Home Office arbeiten, müssen ihre Arbeitszeit nachweisen - gegenüber anderen oder einfach für sich selbst.

Wenn die Zeiterfassung nichts kosten soll, dann greifen Sie zu Toggl​ (u.a. für Android, iOS, macOS, Windows und im Web). Der Autotracker erfasst Zeiten automatisch anhand von Apps, die Sie verwenden und über Keywords. Sie können die Zeiten Projekten zuordnen und wenn Sie zum Beispiel von einem Anruf unterbrochen werden stoppt die Erfassung automatisch. Exportieren lassen sich die Daten als PDF- oder CSV-Datei. Zusatzfunktionen kosten ab 9 US-Dollar/Monat, zum Beispiel für das Task-Management und Auswertungen, die beim Finden von Zeitfressern helfen. ​

© Toggl

Toggl

Speziell die automatische Zeiterfassung ist nach unserer Erfahrung besonders wichtig. Ohne sie droht ein unvollständiges Protokoll. Toggls Autotracker ist gut, der von RescueTime​ ist besser. Hilfreich ist insbesondere das Regelwerk, über das Sie die automatische Zuordnung erfasster Zeiten zu verschiedenen Tätigkeiten steuern. Allerdings dauert es ein bisschen, bis man die App auf diese Weise an die eigenen Anforderungen angepasst hat. Nach Ablauf der 14tägigen Testfrist kostet RescueTime ab 6 US-Dollar im Monat. Enthalten sind Apps für Android, iOS, macOS und Windows, außerdem Erweiterungen für die Browser Chrome und Firefox. ​

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