Navigieren ohne GPS

Google Maps auf Apple

3.4.2008 von Redaktion connect und Oliver Stauch

ca. 1:35 Min
Ratgeber
  1. Google Maps im Einsatz auf mobilen Geräten
  2. Ortung: So funktioniert's
  3. Google Maps auf Nokia
  4. Google Maps auf Sony Ericsson
  5. Google Maps auf Apple
  6. Google Maps auf mobilen Geräten: Fazit

Google Maps mit WLAN-ortung: iphone und iPod Touch sind nicht nur revolutionäre Mobilgeräte, sondern seit dem Software-Update Anfang 2008 auch vorreiter neuer Ortungsmethoden.

Route
Die Route kann durchgeklickt werden.
© Archiv

Bis vor kurzem war Google Maps auf iPhone und iPod-Touch nur ein nett zurechtgemachter Routenplaner mit Karten- oder Satelliten-Ansicht. Doch seit dem Software-Update auf 1.1.3 im Januar 2008 können beide Geräte auch die eigene Position feststellen. Hierzu bedient sich Apple dem auf WLAN basierenden WiFi-Positionierungsservice WPS (Wireless Positioning System) der amerikanischen Firma Skyhook Wireless. Die hat die großen US-Städte mit einem Funkwagen abgefahren und dabei alle empfangbaren WLAN-Hotspots kartografiert. Auch die WLAN-Hotspots mehrerer deutscher Städte - auch die privaten - sind bereits in der Datenbank enthalten.

Einstellungen
Elegant und einfach gelöst.
© Archiv

Zur Positionierung ist eine aktive Internet-Verbindung erforderlich, denn das Gerät schickt die Liste der empfangbaren Hotspots an einen Server und erhält als Antwort die Position. Beim iPod Touch ist die Funktion mangels GSM folglich nur gegeben, wenn man sich an Ort und Stelle ins WLAN-Netz einloggen kann, was eventuell kostenpflichtig ist. Im städtischen Umfeld funktionierte das Prinzip beim Test Mitte Februar 2008 hervorragend und bestechend genau, außerhalb der Stadt war es jedoch schnell vorbei mit der Herrlichkeit. Ebenso unmöglich ist es, beim Laufen oder Fahren die Position kontinuierlich zu verfolgen - aber als Start einer Route oder zum Suchen umliegender Sonderziele eignet sich das Prinzip ganz hervorragend.

Kartendarstellung
Die Kartendarstellung bietet viel Infos.
© Archiv

Selbst über die langsame Edge-Internet-Verbindung des iPhones dauerte die Positionierung selten länger als eine halbe Minute. Wer beim Aktualisieren der Datenbank helfen und nicht warten will, bis das Messfahrzeug vor der eigenen Haustür vorbei fährt, kann sein WLAN-Netz unter www.skyhookwireless.com/howitworks/submit_ap.php in die Datenbank eintragen. Das iPhone hat über die Abdeckung von Skyhook Wireless hinaus die Möglichkeit, via GSM-Handynetz die eigene Postion zu bestimmen. Hier kämpfen das Gerät und die Google-Maps-Anwendung aber mit den gleichen Problemen wie die Kollegen von Nokia und SonyEricsson: Die Positionierung gibt oftmals nur einen groben Anhaltspunkt von mehreren tausend Metern an, wo man sich befindet - zum Auffinden von POIs ist das gerade noch so ausreichend, zur Routenberechnung oder gar für die aktive Navigation mit Sprachausgabe jedoch ist das definitiv ungeeignet. Hier ist also weiterhin GPS gefragt.

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