VoIP macht mobil

Rechtliches und Handwerkszeug

Lediglich E-Plus erlaubt dank einer entsprechenden Kooperation Skype-Telefonate auch über die eigenen Datenflatrates. Bei T-Mobile, Vodafone und O2 gilt hingegen: Wer voipt, sündigt - und kann infolge dessen gekündigt werden. Allerdings ist bislang noch kein Fall bekannt geworden, in dem es tatsächlich zu einer Kündigung des Kunden gekommen wäre.

© Foto: Sven Hoffmann - Fotolia

Und für die Zukunft naht Abhilfe im Sinne zusätzlicher Tarifoptionen: So will etwa T-Mobile noch in diesem Sommer eine VoIP-Option ab 9,95 Euro pro Monat anbieten, die etwa die Nutzung von Skype "legalisieren" würde. Auch Vodafone hat entsprechende Pläne, nennt aber noch keine konkreten Zahlen.

Dabei ist es grundsätzlich verständlich, dass sich die Netzbetreiber vor Konkurrenz durch Skype und Co. schützen wollen. Doch langfristig könnten sich Mobilfunkanbieter in ganz normale Internet-Provider wie etwa 1&1 oder Freenet verwandeln, die es im Sinne der Netzneutralität grundsätzlich nichts angeht, welche Geschmacksrichtung von Daten gerade über ihre Leitungen verschickt wird.

Aber das ist Zukunftsmusik; im Hier und Jetzt müssen die Netzbetreiber schon aufgrund der durchwachsenen Sprachqualität - von Skype einmal abgesehen - keine Angst vor scharenweise via VoIP telefonierenden Kunden haben. Zumal zwar die VoIP-Anrufe an sich wenig bis gar nichts kosten, eine Datenflatrate beim Mobilfunkanbieter aber unumgänglich ist - und auch die kostet Geld.

Das Handwerkszeug zum Voipen

Wenn Sie VoIP in einem WLAN ausprobieren möchten, brauchen Sie ein kompatibles Smartphone. Dazu zählen alle Geräte, die unter Windows Mobile laufen und eine WLAN-Schnittstelle haben, wie etwa das Samsung Omnia SGH-i900.

Außerdem können Sie natürlich mit Apples iPhone respektive seinen Nachfolgern über das Internet telefonieren, und von Smartphone-Gigant Nokia kommen alle S60-Modelle mit WLAN-Schnittstelle in Betracht, also etwa das Nokia E72 und sein Vorgänger E71, der Bestseller N95 oder die neuen Touchscreen-Geräte.

Selbst Android-Nutzer stehen nicht abseits - das Google-Handy G1 muss zwar mit einigen Einschränkungen leben, taugt aber grundsätzlich für Telefonate im SIP-Standard. Die jeweils passende Software finden Sie rechts vorgestellt.

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