Festnetz- und DSL-Test

Sipgate: Konstante Leistungen im DSL-Test

Der VoIP-Provider betreibt kein eigenes DSL-Netz und kann deshalb nur wenig optimieren. Im Netztest zeigt Sipgate im Vergleich zum letzten Jahr konstante Leistungen.

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Der bundesweit aktive VoIP-Provider richtet sich an Privat- und auch Geschäftskunden und lockt diese mit kostenloser oder zumindest sehr günstiger Sprachtelefonie. Weil der in Düsseldorf ansässige Anbieter kein eigenes Zugangsnetz betreibt, testet zafaco seine VoIP-Anschlüsse über DSL-Leitungen der Telekom.

Eine Bewertung von Datenübertragungen wäre deshalb sinnlos - für sie ist Sipgate nicht zuständig. Und auch die Messung von Querverbindungen zu anderen NGN-Anbietern oder in Mobilfunknetze wäre wenig aussagekräftig, weil auch diese Netzabschnitte nicht im Einflussbereich von Sipgate liegen. Wie in den Vorjahren nimmt der Anbieter deshalb auch im Festnetztest 2013 außer Konkurrenz teil.

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Schwierig bei Datenlast: Testverbindungen über Sipgate zu Gegenstellen im eigenen Netz liefern die schlechteste Sprachqualität (PESQ-Werte unter 4), sobald die Leitung mit parallelen Downloads belastet wird.

Festnetz- und DSL-Test 2013

Eine praktische Auswirkung des auf die reine VoIP-Dienstleistung beschränkten Geschäftsmodells der Düsseldorfer: Sie können den Datenverkehr auf der DSL-Leitung nicht durch Quality-of-Service-Mechanismen (QoS) beeinflussen. Sichtbar wird dies etwa, wenn die Leistung durch parallelen Datenverkehr belastet wird.

Dann leidet die Sprachqualität deutlich - oder technisch ausgedrückt: Der durchschnittlich gemessene PESQ-Wert sinkt in 29 Prozent der Fälle unter die wichtige Schwelle von 4,0.

Auch die gemessenen Sprachlaufzeiten sind deutlich länger als bei vollwertigen Netzbetreibern. Ein Komplettausfall sind zudem die von zafaco erstmals untersuchten DTMF-Tonübertragungen: Sie funktionieren über Sipgate-Verbindungen schlicht nicht.

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Festnetz- und DSL-Test 2013

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Fazit: Konstante Qualität

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Ergebnisse in etwa konstant. Starken Fokus legte der Anbieter auf die Integration von Mobilfunkkarten in sein Netz, wofür er als virtueller Netzbetreiber (MVNO, Mobile Virtual Network Operator) SIM-Karten im E-Plus-Netz vertreibt. Da sich dieses Angebot aber nur an Geschäftskunden richtet, fand es in diesem Test keine Berücksichtigung.

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