Tipps & Tricks

WLAN verbessern - so geht's

9.9.2015 von Rainer Müller

Das WLAN zu Hause ist meist die zentrale Anlaufstelle ins Internet, doch ab und zu hakt es. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr WLAN verbessern und das Funknetz schnell, sicher und stabil am Laufen halten können.

ca. 3:25 Min
Ratgeber
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  1. WLAN verbessern - so geht's
  2. Frequenzen und Kanäle
  3. Reichweite
  4. Sicherheit
WLAN Gesetz
WLAN Gesetz
© Shutter_M / shutterstock.com

Noch vor wenigen Jahren bestand ein gängiges Heimnetz meist nur aus Router und PC. Inzwischen kommen immer mehr Geräte zum Einsatz, die nur noch per WLAN ins häusliche Netzwerk integrierbar sind. Kaum jemand kann oder will daher zu Hause auf die komfortable Drahtlosverbindung ins Web verzichten. 

Gerade Smartphone- und Tablet- Nutzer sind auf einen soliden WLAN-Empfang angewiesen, da sie häufig ihren Standort wechseln. Wer möchte schon von der Küche ins Wohnzimmer marschieren müssen, um ein Kochrezept online nachzuschlagen, weil am Herd der Empfang zu schlecht ist?

 Ähnliches gilt für das Herunterladen von Musik, den Abruf von Filmen oder das Aktualisieren von Apps. Und den Mobilfunkvertrag will zu Hause auch niemand ohne Not belasten. Zumal der Empfang im Haus auch oft mau ist. 

Tipps und Tricks 

Wie lässt sich das eigene Funknetz also so einrichten, dass mobile Geräte über eine stabile Verbindung ins Internet kommen? Was ist zu tun, wenn man nicht in allen Räumen einen ausreichenden Empfang hat? Wie schützt man das WLAN gegen unerwünschte Eindringlinge? Einige grundlegende Ratschläge dazu haben wir für Sie zusammengestellt.

Einrichtung 

Bereits bei der Installation und Konfiguration des Drahtlosnetzwerks kann man Schwachstellen vorbeugen und den Komfort erhöhen.

Auf den Standard achten

Der erste Schritt ist, den alten WLAN-g-Router durch ein WLAN-ac-Modell zu ersetzen. Der verbreitete 802.11g- Standard, der mit einer maximalen Übertragungsrate von 54 Mbit/s funkt, ist bereits veraltet.

Die neueren Standards 802.11n und 802.11ac erlauben dagegen je nach verwendeter Hardware 150, 300, 450 oder gar bis zu 1300 Mbit/s. Zudem nutzen sie verschiedene Übertragungstechniken, mit denen sich selbst ungünstige Verbindungsstrecken besser überbrücken lassen.

Standort bestimmen

Um die Leistung des WLAN-Routers zu optimieren, muss der ideale Standort gefunden werden. Oft bringt schon eine minimale Neupositionierung eine deutliche Leistungssteigerung. Solange zwischen dem Router und dem angeschlossenen Gerät Sichtkontakt besteht, arbeitet die Funkstrecke normalerweise flott. Doch je nach Grundriss kann die Signalstärke und damit die Leistung an manchen Stellen deutlich abfallen. Mit Freeware-Tools wie dem Ekahau HeatMapper auf dem Laptop lässt sich der optimale Router-Standort bestimmen.

Router Standort
Der Standort des Routers bestimmt auch über die Qualität des WLAN-Netzes in verschiedenen Bereichen des Hauses.
© Weka/ Archiv

Verbindung mit WPS

Alle Router und Geräte ab dem WLAN-Standard 802.11n unterstützen die komfortable Verbindungsmethode Wi-Fi Protected Setup (WPS).  Damit entfällt das lästige und oft fehlerträchtige Eintippen der meist langen WPA-Passwörter, um Geräte mit dem Funknetz zu verbinden. Am einfachsten ist die sogenannte Push Button Configuration (WPS-PBC).

Wie der Name andeutet, reicht dabei je ein Knopfdruck oder Klick am WLAN-Router und am jeweiligen Client, der verbunden werden soll. Die erfolgreiche WPS-Aktivierung am Router wird häufig durch eine blinkende LED angezeigt.

Gastzugang einrichten

Dass alle Geräte im Heimnetz jederzeit aufeinander zugreifen können, ist sinnvoll und praktisch – solange es die eigenen sind. Möchte man sein WLAN jedoch für Besucher freigeben, wird es problematisch. Sobald Sie Ihr Passwort an eine dritte Person weitergeben, wird das entsprechende Gerät zum vollwertigen Netzwerk-Client und kann auf sämtliche Ressourcen zugreifen. Deshalb sollten Sie einen Gastzugang mit eingeschränkten Freigaben und Zugriffsrechten einrichten.

Gastzugang
Für den Besuch sollten Sie einen eigenen Gastzugang einrichten.
© AVM

Signalleistung erhöhen

Die Sendeleistung lässt sich oft per Konfiguration verbessern. Ist das Funknetz des Routers zu schwach, versuchen Sie einfach, dessen Sendeleistung zu erhöhen. Bei vielen WLAN-Routern ist das problemlos möglich.

Die Sendeleistung der Funkmodule wird in der Regel als relativer Wert in Prozent angegeben, teilweise auch als absoluter Wert in Milliwatt (mW). Um die optimale Reichweite zu erzielen, sollte dieser Wert jeweils auf das Maximum gesetzt werden, also auf 100 Prozent oder auf 100 mW im klassischen 2,4-GHz-Band. Naturgemäß steigt damit allerdings auch der Stromverbrauch des Routers.

Smartphone-Zugriff

Wer von seinem Smartphone oder Tablet aus auf den WLAN-Router zugreift, findet mit der „FritzApp WLAN“ von AVM eine nützliche Anwendung. Mit Hilfe der kostenlosen Android-App lässt sich unter anderem vom Mobilgerät aus die Signalstärke jedes beliebigen WLAN-Routers an verschiedenen Stellen im Heimnetz ermitteln.

Zudem ermöglicht die Anwendung eine komfortable Verbindung des Mobiltelefons mit dem Router per Knopfdruck (WPS) – eine sehr hilfreiche Funktion, die in modernen Smartphones oft ein wenig versteckt ist.

Dualband Router DLS3590
Der Dualband-Router DSL-3590 von D-Link.
© D-Link

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