Smartes Display mit Google Assistant

Archos Hello 7 im Praxis-Test: Sprachassistent mit Display

Mit Hello hat Archos Smart Displays auf den Markt gebracht, die Amazon Spot und Show Konkurrenz machen sollen. Wir haben den Hello 7 ausprobiert.

Display Lautsprecher

© Archos

Hello 7 ermöglicht auch die Steuerung von Smart Home-Komponenten, hier wird die Lichtfarbe einer Hue Lampe gewählt.

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EUR 155,46

Pro

  • Flexibel aufstellbar durch 3000 mAh Akku
  • Hoch und quer aufstellbar
  • Bedienbar wie ein Android Tablet
  • Unabhängig von anderen Mobilgeräten

Contra

  • Verarbeitung tw. nicht hochwertig
  • Langsame Hardware
  • Display spiegelt
Gut

Die Archos Hello-Serie ist für den französischen Hersteller, der vor allem für Smartphones bekannt ist, der Einstieg in den Smart-Home-Bereich. Die Display-Lautsprecher, die bereits auf der letztjährigen CES angekündigt und auf der IFA 2018 zu sehen waren, sind seit Ende letzten Jahres verfügbar und gehören in dieselbe Produktkategorie wie etwa ein Amazon Echo Show​ oder Spot. Wir haben den Hello 7 mit einem 7 Zoll-Display in der Praxis getestet.

Ausstattung und Bedienung

Der Hello 7 ist solide und platzsparend verpackt. Mit im Lieferumfang dabei sind das Netzteil zum Aufladen sowie ein USB-Kabel und eine kurze Bedienanleitung.

Letztendlich ist der erste Eindruck der eines in ein Gehäuse integrierten Tablets. Das Gehäuse aus Kunststoff mit Echtholzeinsatz und grauer Stoffbespannung über dem Lautsprecher macht einen modernen Eindruck und dürfte sich in jede Wohnumgebung gut und dezent einfügen.

Leider wirkt das Hello 7 nicht ganz so hochwertig verarbeitet, wie man es erwarten würde. Vor allem bei den Bedienknöpfen oben bzw. seitlich über dem Display hat man den Eindruck, ein billiges Produkt in den Händen zu halten. Der Schieberegler zum mechanischen Abdecken der Kamera ist nicht leichtgängig und schließt bzw. öffnet eher plump. Auch der Widerstand beim Ein-/Ausschaltknopf sowie beim Deaktivierungsknopf für das Mikrofon ist eher schwergängig und bei stehendem Gerät verrutscht eher das Gerät als dass es sich zum Beispiel ausschaltet.

Display-Lautsprecher

© Archos

Hello 7 lässt sich hoch oder quer aufstellen. Das Design ist modern und puristisch.

Dafür bietet gerade das Hello 7 ein tolles Feature: Es lässt sich sowohl hoch- als auch querkant aufstellen, je nachdem, was man gerade mit dem Tablet macht.   

Hello 7 nutzt als Betriebssystem Android 8 Oreo. Das hat den Vorteil, dass bereits auf einem anderen Android-Gerät verwendete Apps und Daten über das Google-Konto synchronisisert werden können und eigentlich alle Anwendungen, für die im Google Play Store eine App verfügbar ist, auch auf Hello verwendet werden können. Zudem ist mit dem Betriebssystem bereits der Google Assistant vorinstalliert und muss nur noch durch eine Spracherkennung eingerichtet werden, um anschließend zur Verfügung zu stehen.  

Die Hardware selbst ist ok, etwas langsam vielleicht, was man vor allem beim Starten und auch bei der Reaktionsschnelligkeit ab und an merkt. Zum Einsatz kommen der Quad-Core-Prozessor mit 1,3 GHz  und die GPU PowerVR GE8300 sowie 2 GByte RAM.  Als Speicher sind 16 GB vorhanden, die sich bis auf 32 GB erweitern lassen.

Sprachassistent, Smart Home und Klang

Ist Google Assistant aktiviert und eingerichtet, dann funktioniert der Sprachassistent tadellos. Auch im Stand-By-Modus des Archos Hello 7 reagiert er auf das bekannte "OK, Google" und erledigt all die Dinge, die ein Sprachassistent eben so erledigen soll, ob es um das Starten einer Playlist geht oder um die Wettervorhersage für den Tag geht.

Archos setzt für die Steuerung des smarten Zuhauses auf die eigene App, Archos Hello Connect. Die App ist relativ simpel und komfortabel zu bedienen und ermöglicht ebenso wie etwa Google Home oder Amazon Alexa, smarte Geräte wie Licht, Thermostate oder Sicherheitskameras steuern. Dafür sind bereits Räume in der App angelegt, denen der Anwender nur noch Geräte zuweisen und dafür die gewünschten Routinen festlegen muss.

Die Hello Connect App wurde in Zusammenarbeit mit Tuya Smart entwickelt und unterstützt smarte Produkte von mehr als 10.000 Herstellern. Zudem lassen sich die Sprachassistenten Alexa und Google integrieren, so dass auch auf diesem Weg die Steuerung des Smart Homes über die App möglich ist. 

Archos bringt übrigens auch eigene smarte Geräte auf den Markt. Den Anfang machte eine smarte Glühbirne, die Archos Smart WiFi Bulp. 

Das Mikrofon funktionierte zur Sprachsteuerung einwandfrei und lässt sich auch auf Knopfdruck deaktivieren. Die Wiedergabe von Ton und Musik erfolgt über den integrierten 10W-Lautsprecher. Der Klang ist dabei durchwegs gut, so dass auch das Ansehen eines Videos oder das Hören von Musik Spaß macht. Und da der Hello 7 über einen eingebauten Akku verfügt, muss er - anders als etwa Echo-Geräte - nicht ständig mit einer Stromquelle verbunden sein, um zu funktionieren, sondern lässt sich auch einfach mal mit auf den Balkon nehmen, um dort für musikalische Untermalung  zu sorgen. Ein paar Stunden hält er dabei durch, bevor er wieder mit einer Stromquelle verbunden werden muss. 

Kamera und Display

Archos Hello ist mit einer 5 Megapixel-Frontkamera ausgestattet, die unter anderem Videotelefonie ermöglicht. Beim getesteten gerät war zudem die Cawice-App installiert, mit der Archos Hello 7 sogar selbst zur Überwachungskamera wird. Wer nicht möchte, dass die Kamera Bilder aufnimmt, kann sie mechanisch per Schieberegler verschließen.

Das Touch-Display des Hello 7 mit 7 Zoll Diagonale bietet eine HD-Auflösung von 1.280 x 800 Pixel und stellt alle Inhalte ordentlich und scharf dar. leider spiegelt das Display sehr, das heißt, steht man nicht direkt davor, blickt man seitlich darauf oder sind bestimmte Lichtquellen an, dann muss man schon direkt davorstehen oder sitzen, um die Inhalte zu erkennen. Eine kleine Verbesserung in Sachen Spiegelung wäre wünschenswert. 

Fazit

Das Archos Hello 7 ist Sprachassistent, Smart-Home-Basis und Unterhaltungszentrale in einem. Letztendlich erhält man ein Tablet mit schönen und nützlichen Extras. Die wenigen echten Kritikpunkte sind nicht tragisch, zumal sich das Hello 7 sehr flexibel  durch integrierten Akku, flexible Aufstellmöglichkeit und den von einem anderen Mobilgerät unabhängigen Betrieb zeigt.   

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