Indoor-Kamera mit Alexa-Unterstützung

Blink Mini: Sicherheitskamera für 39,99 Euro im Test

Die Amazon-Tochter Blink hat sich auf Sicherheitskameras spezialisiert. Die Blink Mini überwacht Innenräume zum günstigen Preis. Wie macht die WLAN-Cam ihren Job?

© Blink

Blink Mini: IP-Kamera für Innenräume mit HD-Auflösung.

Die Blink Mini für den Inneneinsatz trägt ihren Namen völlig zurecht: Das kleine Plastikgehäuse findet überall Platz. Zur Stromversorgung liegt der Überwachungskamera ein Netzteil mit einem zwei Meter langen Micro-USB-Kabel bei – wer eine längere Strippe braucht, kann diese ersetzen. 

Man kann die Cam einfach aufstellen oder mittels zweier mitgelieferter Schrauben und einer Halterung fest anbringen. Die Einrichtung ist kinderleicht: Die App "Blink Home Monitor" aufs Smartphone laden, Benutzerkonto einrichten, die Kamera per QR-Code-Scan hinzufügen und den an die angegebene E-Mail-Adresse gesendeten Koppel-Code eingeben, fertig.

Für den Betrieb ist lediglich eine 2,4-GHz-WLAN-Verbindung mit mindestens 2 Mbit/s notwendig. Die Mini lässt sich auch in vorhandene Blink-Kamerasysteme einbinden.

Bewegungssensor und Aktivitätszonen

Die Blink Mini löst mit 1080p in HD-Qualität auf. Die Bildqualität ist gut, dank Infrarot-Nachtsicht erkennt man auch bei Dunkelheit das Geschehen. Der Blickwinkel von 110 Grad nimmt zudem einen breiten Ausschnitt ins Visier. Eine blaue LED signalisiert, wenn die Kamera aufzeichnet. 

Wobei die per Bewegungssensor ausgelösten Videos bereits ein paar Sekunden vor dem eigentlichen Ereignis starten. Laut Blink wird das Video in einem fortlaufenden Puffer im lokalen Speicher der Kamera zwischengespeichert. Diese Daten werden ständig und automatisch überschrieben, es sei denn, die auf dem Gerät installierte Videoanalyse-Software erkennt Bewegungen.

Wer die Blink Mini mit einem Apple-Gerät nutzt, sollte aufpassen: Im Test musste die Blink-App auf dem iPhone geöffnet bleiben, zumindest im Hintergrund. Ist sie geschlossen, wird nichts aufgezeichnet. Bei einem zusätzlich eingebundenen Huawei-Modell liefen die Videos auch bei gestoppter App an (und erscheinen in dieser Kombi dann auch auf dem iPhone, sobald man die Blink-App wieder öffnet).

Die Steuerung der Kamera ist ebenfalls sehr einfach. Über die App kann man die Cam per Fingertipp schnell ein- bzw. ausschalten. Ebenso lässt sich der Bewegungssensor (de)aktivieren. Der reagiert zuverlässig, ist von Haus aus aber sehr eifrig. Im Test reichte bereits der bewegte Schatten von Bäumen, um eine Aufnahme zu starten. In der App kann man die Empfindlichkeit aber anpassen. Zudem lässt sich das Aufnahmefeld der Kamera über in Kacheln aufgeteilte Aktivitätszonen gezielt einschränken.

Feintuning in der App

Generell bietet die App einige Möglichkeiten zum Feintuning. Auch Zeitpläne sind einstellbar. Die Länge der Videoaufzeichnung beispielsweise kann man über einen Schieberegler festlegen: zwischen 5 und maximal 30 Sekunden sind möglich.

Will man ohne Anlass nach dem Rechten sehen, hilft die Live-Ansicht: Ein Tipper löst ein Foto oder eine Aufnahme aus und zeigt das aktuelle Geschehen.

© Blink/Screens: WMP

Über die App Blink Home Monitor lassen sich Einstellungen vornehmen.

Ansprache über die Kamera

Die Blink Mini beherrscht auch die Zwei-Wege-Audiokommunikation. So kann man über das Smartphone in der Live-Ansicht Personen oder Haustiere ansprechen – etwa die Katze vom Tisch verscheuchen oder dem Hund gut zureden.

Kleiner Tipp: Um eventuelle Antworten zu verstehen, den Sprechen-Knopf loslassen, sonst hört man nichts. Da haben wir als Nicht-Funker anfangs gerätselt...

Gut: Die Live-Ansicht lässt sich auch ins größere Querformat drehen und zoomen.

Koppelt man die Blink Mini mit einem Alexa-fähigen Gerät, startet dies per Sprachbefehl eine Live-Aufnahme oder schaltet die Cam ein- bzw. aus. Ein Echo Show, Echo Spot oder Fire TV zeigt auf Zuruf das Kamerabild auf seinem Display.

Videospeicher: In der Cloud oder lokal

Gespeichert werden die Aufnahmen in der Amazon-Cloud. Der Onlinehändler spendiert Käufern bis 31. März 2021 ein kostenlos Blink-Plus-Cloud-Speicher-Abo, danach kann man ein Blink-Basic-Abo für ein Einzelgerät (3 Euro/ Monat oder 30 Euro/Jahr) oder ein Blink-Plus-Abo für eine unbegrenzte Anzahl an Kameras am selben Ort abschließen (10 Euro/Monat oder 100 Euro/Jahr).

Begrüßenswert: Wer lieber lokal speichert, darf sich auf das Blink Sync-Modul 2 freuen, das Amazon im Lauf des Jahres für 39,99 Euro anbieten will. Daran lässt sich ein optionales USB-Flashlaufwerk andocken, das Videos von bis zu zehn Blink-Mini-Kameras aus einem Haushalt speichern kann. Die Filme kann man über die Smartphone-App Blink Home Monitor aufrufen, teilen oder herunterladen. Wer den USB-Speicher an einen Computer anbindet, kann auch dessen Monitor zur Anzeige nutzen.

Fazit

Die Blink Mini bietet für knapp 40 Euro einen einfachen Weg, Innenräume zu überwachen. WLAN und ein Smartphone reichen zum Betrieb, Einrichtung und Bedienung gehen leicht von der Hand.

Die in Aussicht gestellte lokale Speicherlösung spart Abokosten und sorgt dafür, dass die sensiblen Daten auf keinem Server landen.

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