Testbericht

Dali Lektor 1

24.2.2009 von Redaktion connect und Andreas Günther

Boxenkäufer, die mit Scheuklappen auf die reine Punktezahl blicken, könnten in Form der Dali Lektor 1 manche Chance zum Wohlklang übersehen - und sich womöglich die falsche Box für ihren Raum ins Heim holen. Schließlich sucht das AUDIO-Team die Testkandidaten auch nach Nutzwert aus: Welche Box ist für wen die beste?

ca. 1:05 Min
Testbericht
  1. Dali Lektor 1
  2. Datenblatt
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© Archiv

So jubeln wir jetzt über die Dali Lektor 1 als unseren Vertreter für die Kategorie der edlen "Kleiner-geht-es-nicht-Boxen". Mit 3,1 Kilo Lebendgewicht stehen wir vor dem dünnsten Lautsprecher in diesem Testfeld. Ein schönes Nichts, sehr punktgenau abgespeckt und klar adressiert: Dieser Lautsprecher ist eine echte "Regalbox", sie gehört so nah an die Raumwand wie möglich und deklassiert dann andere Kandidaten, die zwar nominell den einen oder anderen Punkt mehr haben, aber im Regal zu dröhnenden Störenfrieden mutieren. Dali erreicht diese oft gewünschte Eigenschaft mit einer sinnvollen Abstimmung der doppelten, nach vorne hin geöffneten Bassreflex-Röhre.

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© H.Härle

Verstärkerfreundlich ist die Impedanz dieses Wichtes, ein wenig Spannung sollte der Amp allerdings schon abgeben können. Denn die Lektor 1 versteht sich auf feinste Auflösung und saubere Dynamikspitzen. So spendieren die Dali-Entwickler dem schönen Winzling eine gehobene 28-Millimeter-Seidenkalotte, die recht stabil auch über 20 Kilohertz hinaus agiert.

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Zeichen einer höheren Kaste: Die Lektor punktet mit dem feinsten Terminal im Test. Eine Eigenentwicklung, ebenso die Chassis. Das Erkennungszeichen liegt in der Tiefe: eine Papiermembran mit Holzfasern verstärkt und versiegelt.
© H.Härle

Als Sparringspartner geben die Dänen eine Papiermembran mit versteifenden Holzfasern hinzu, eingefärbt in dunklem Rot, dem Dali-Erkennungszeichen. Merke: Hier will jemand etwas zeigen. Nämlich, auf wie wenig Raum ein großes Klangbild entstehen kann. Wir stimmen zu und vergeben in diesem Testfeld Bestnoten für Detailtreue, Ortbarkeit und Räumlichkeit. Wären wir noch Studenten, würden noch auf kleinem Raum leben und eine Vorliebe für hochaufgelöste Klassik haben - dies wäre der Toplautsprecher. Bassorgien oder hohe Pegel verbieten sich von selbst. Doch der c-Moll-Quartett-Satz von Schubert mit dem Borodin-Quartet - genau hier zeigte die Dali eine hörbare Überlegenheit in der Abbildung eines sehr definiert reflektierenden Raumes.

Dali Lektor 1

Dali Lektor 1
Hersteller Dali
Preis 340.00 €
Wertung 62.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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