Testbericht

Falk F12

11.8.2009 von Redaktion connect und Sebastian Stoll

Auffallen um jeden Preis? Nein danke! Bei Falk gibt man sich bescheiden: Ein unauffälliges und dennoch schickes schwarzes Gewand umhüllt das kompakte Gerät. Doch die Optik täuscht: Auch Falks Neueinsteiger F12 für 350 Euro ist vollgepackt mit Komfort.

ca. 2:20 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Falk F12
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Falk F12
Falk F12
© Archiv

Pro

  • Benutzerführung ist selbsterklärend
  • gutes Timing der Sprachansagen
  • übersichtliche 3-D-Darstellung

Contra

  • Spracheingabe nimmt viel Zeit

Fazit

Connect-Urteil: 445 von 500 Punkten sehr gut; Preis/Leistung: befriedigend


89,0%

Falk F12
Das Falk F12: unauffällig, aber doch schick
© Fotos: Peter Fenyvesi, Hersteller

Das Falk F12 ist ein Navi mit einigen außergewöhnlichen Funktionen. Doch dazu später mehr, beginnen wir zunächst mit den Brot-und-Butter-Funktionen: Die Benutzerführung des F12 ist logisch und selbsterklärend, sämtliche Menüs wie Einstellungen, Zieleingabe und das Hauptmenü lassen sich über den Startbildschirm zügig erreichen.

Die Zieleingabe erfolgt entweder klassisch über Ort, Straße und Hausnummer oder über die Abfrage zusätzlicher Routenoptionen. Hier werden verschiedene Faktoren wie Fortbewegungsmittel, Routenart und zu meidende Strecken abgefragt. Aber auch bei Falk geht's ganz ohne lästige Tipperei: Dank der Sprachsteuerung kann man sich im Sitz zurücklehnen und dem System das nächste Ziel diktieren.

Im Test funktionierte dies sehr gut, nicht zuletzt wegen der einfachen und selbsterklärenden Bedienung: Sämtliche Elemente auf dem Bildschirm können per Sprachbefehl ausgewählt werden - die richtige Bezeichnung steht erfreulicherweise unter dem jeweiligen Icon. Nach jeder Ansage bekommt man eine Trefferliste angezeigt, auf die der Sprachbefehl zutreffen könnte. So ist man stets sicher, dass die Eingabe stimmt.

Anderthalb Minuten bis zum Start

Falk F12
Übersichtliche 3-D-Darstellung
© Archiv

Der Nachteil ist, dass die Eingabe wesentlich mehr Zeit benötigt - im Test vergingen fast anderthalb Minuten, bis die Navigation endlich startete. Zum Vergleich: Die manuelle Eingabe dauerte gerade einmal 40 Sekunden. Da muss jeder selbst entscheiden, was ihm lieber ist.

Bei Nutzung der Bluetooth-Freisprecheinrichtung macht diese Sprachsteuerung auf alle Fälle Sinn: Nummern lassen sich so ganz einfach aufsagen und anrufen. Auch lernfähig ist das Gerät: Das Pendant zu Navigons "My Routes" heißt bei Falk "schlaue Route".

Das System berücksichtigt die gefahrene Geschwindigkeit der letzten 1000 Kilometer und sendet die Werte anonym an einen Falk-Server, sobald das Gerät mit einem PC verbunden wird. Gleichzeitig werden die korrigierten Tempowerte anderer Falk-Nutzer auf das Navi geladen. Das Ganze wird zusätzlich mit Erhebungszeiten und Wochentagen verknüpft. Man bekommt also je nach Tageszeit immer die Route, die ein schnelles Ankommen verspricht.

Zuverlässige Navigation

Falk F12
Detaillierte Infos über Reiseziele
© Archiv

Zudem erhöht der Stauwarner TMC Pro die Chance, nicht im liegenden Verkehr Zeit zu verlieren. Die Stauinfos werden via Text-to-Speech angesagt, der TMC-Status lässt sich jederzeit auf der Karte ablesen. Lediglich die Darstellung der Blechlawinen fällt etwas mager aus: Ein kleiner Pfeil mit Warnschild deutet den Stau an - die Länge ist so nur schwer zu erkennen.

Ansonsten navigierte das F12 meist zuverlässig, lediglich einmal leitete es uns durch eine Tempo-30-Zone. Ebenfalls erfreulich ist das Timing und die Verständlichkeit der Sprachansagen: So findet man auch ohne Blick auf die Karte ans Ziel. Letztere gefällt im Übrigen durch eine übersichtliche 3-D-Darstellung, vor allem die Nachtansicht ist leicht ablesbar.

Das F12 verdient die Bezeichnung Flaggschiff zu Recht - nicht zuletzt wegen des umfangreichen Reiseführers: Diese Zugabe hält etliche interessante Reiseziele und Zusatzinformationen bereit. 

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