Testbericht

Garmin Nüvi 860

Robuste und hochwertige Verarbeitung, einfache Bedienbarkeit und schnelle Funktion: Das nüvi 860 vereint alles, was Garmin-Navigationssysteme seit Jahren auszeichnet.

Inhalt
  1. Garmin Nüvi 860
  2. Datenblatt
  3. Wertung

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Testbericht Garmin Nüvi 860

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Typische Garmin: Die großen Buttons des Hauptmenüs

Eine überbordende Feature-Vielfalt hingegen war noch nie Sache der Amerikaner, und so richtig günstig waren die Navis aus den Staaten ebenfalls nie. Ihr Geld wert waren die Geräte aus Kansas hingegen schon immer - und das möchte das neue Topmodell für stolze 599 Euro auch sein.

Erstmals mit Sprachsteuerung

Um das zu erreichen, hat nun selbst Garmin etwas tiefer in die Featurekiste gegriffen und erstmals eine Sprachsteuerung in eines seiner Navigationssysteme integriert. Diese Funktion wird mit einer kleinen Lenkrad-Fernbedienung per Knopfdruck aktiviert und beendet - das ist ausgesprochen praktisch. Eine eingeblendete kleine Sprechblase in der oberen rechten Bildschirmecke zeigt an, ob das System gerade lauscht (grün) oder anderweitig beschäftigt ist (rot).

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Kleine Spielerei: Symbol-Darstellung anderer Autos

Die Besonderheit: Wirklich jeder auf dem Bildschirm angegebene Text unterhalb der Icons oder in Untermenüs kann als Befehl gesprochen werden. Bei der Zieleingabe erfasst das nüvi sogar Städte- und Straßennamen am Stück.

Die Erkennung klappt fast jedes Mal sofort und besitzt zudem eine angenehm hohe Fehlertoleranz: Während andere Sprachsteuerungen bei Nichtverstehen gern auch mal ganz andere Funktionen als die gewünschte ausführen, bleibt das Garmin in solchen Situationen fast immer Regel ungerührt.

Klassenüblicher Standard

Die weitere Ausstattung umfasst eine Europakarte im internen Speicher, TMC, Bluetooth-Freisprechanlage, FM-Transmitter, Diebstahlschutz, MP3-Player und einige Spiele. Das liest sich zwar umfangreich, ist im Klassenumfeld aber mittlerweile Standard.Die Scheibenhalterung des Garmin ist sehr praktisch, da sie kaum Platz braucht.

Außerdem schließt man das Stromkabel direkt an der Halteplatte an und nicht am Navi - folglich genügt es, beim Einsteigen einfach nur das Gerät aufzusetzen. Im Kabel ist auch der TMC-Empfänger untergebracht, dessen Antenne leider als Wurfkäbelchen ausgelegt ist und so für etwas Kabelsalat sorgt.

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Die Bluetooth-Freisprechanlage übermittelt auch den Akku-Status des Handys

Die Darstellung der Menüs ist von Garmin bestens bekannt und gefällt mit der freundlichen, bunten Optik und den schnellen Reaktionszeiten. Bei der Zieleingabe geht es jedoch etwas gedrängt zu. Auch verstecken sich die Einstellungen mehrere Klicks hinter der Schaltfläche "Zubehör" - warum?

Noch dazu fehlen einige Einstellmöglichkeiten: So kann man zum Beispiel den Inhalt der beiden Info-Felder unter der Kartendarstellung nicht verändern.

Sichere Routenführung

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Für Statistiker: Die Tacho-Darstellung des Garmin

Im praktischen Einsatz schlägt sich das Garmin sehr gut: Es rechnet schnell, führt zuverlässig und lässt sich einfach bedienen - ohne dabei freilich Rekorde zu brechen. Die Kartendarstellung blendet auf Wunsch nun auch Sonderziele als Icons in die Karte ein, was jedoch schnell ein bisschen zu viel des Guten ist, da immer alle Icons auf einmal zu sehen sind.

Die Konkurrenz ist da weiter und blendet je nach Zoomstufe diverse POIs aus oder fasst gleiche zusammen. Der TMC-Staufunk wiederum ist nur über Untermenüs zu erreichen, und obwohl der Bildschirm mit guter Ablesbarkeit und hoher Auflösung überzeugt, könnte die Darstellung der Straßen feiner aufgelöst sein. Spurassistent oder Geschwindigkeitswarnung gibt es nicht, dafür eine gut verständliche Text-to-Speech-Sprachausgabe.

Fazit: Achillesferse ist der Preis

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Listenansicht der berechneten Route als mitlaufende Pfeildarstellung

Die Achillesferse des Garmin nüvi 860 ist sein Preis von 599 Euro. Nicht, dass dieser völlig unangemessen wäre - aber Konkurrenten mit ähnlichem Funktionsumfang gibt es bereits für deutlich weniger Geld. Qualitätsbewusste Käufer liegen mit dem nüvi 860 trotzdem richtig.

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