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Geneva Touring S und L im Test

Kompaktradios sind heute besser denn je. Im Test zeigt das die Touring-Serie von Geneva deutlich: Bei den Modellen S und L trifft feinstes Finish auf schön erwachsenen Klang.

Guter Ton an jedem Ort: Geneva Touring S und L im Test

© Geneva

Links: Geneva Touring S. Rechts: Geneva Touring L.

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EUR 349,00

Pro

  • harmonisch, mit echter Bassinformation (Touring L)
  • erstaunlich erwachsen (Touring S)

Contra

  • etwas überbrilliant (Touring S)

Fazit

Audio-Klangurteil: Touring L: sehr gut (83 von 100 Punkte); Preis/Leistung: überragend, Touring S: sehr gut (71 von 100 Punkte); Preis/Leistung: überragend
Gut

Genau in diesem Moment sitze ich im Garten – vor mir das MacBook, rechts neben mir ein Radio von Geneva. Da fühlt man sich wie der kleine König im eigenen Reich. Was auch und gerade an der Klangpräsenz des Radios liegt.

Wirklich gut ist den Schweizer Ingenieuren dieser Klangwandler gelungen. Der Sound ist stattlich, weit und geht deutlich über die reinen Maße des Radios hinaus. „Touring“ nennt Geneva die Serie. Soll heißen: Mit diesen Radios kann/soll man auf Tour gehen. Nichts einfacher als das: Eingebaut ist ein Akku, wenige Minuten genügen um ihn komplettaufzuladen. Das Modell „L“ hält über 30 Stunden die Spannung. Bestboten für diese Praxiswerte.

Guter Ton an jedem Ort: Geneva Touring S und L im Test

© Geneva

Der Geneva Touring im Farbton schwarz.

DAB+ ist ein echtes Plus

Die zweite Bestnote gibt es für das Design. Die obere Bedienebene ist aus dem massiven Aluminium gefräst. Jeder Druckknopf gibt eine präzise Rückmeldung an die Finger. Dazu die Teleskopantenne, die ausgewachsen, leichtgängig und ultrastabil ist. So ähnlich müssen sich unsere Eltern gefühlt haben, als sie mit dem Kofferradio im Gepäck in Italien eingefallen sind. Nur alles viel moderner.

So ist ein DAB+-Empfänger an Bord – ein echtes Argument in Zeiten, da die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten immer lauter über das Ende von UKW diskutieren. Natürlich ist auch ein UKW-Empfänger eingebaut, doch jeder Praxisnutzer wird schnell sein Herz an die DAB+-Option verlieren. Hier ist jeder Sender logisch nach dem Alphabet geordnet, hier erscheint sofort der Name plus Zusatzinformationen zu den aktuellen Titel und Interpreten. Wer DAB+ bislang kritisch gesehen hat – hier brechen die Dämme, man wird zu Fan.

Technik, Farben und ein kleineres Modell

So klassisch es aussieht – dieses Radio ist vollgepackt mit neuester Technologie. Zum Beispiel bereitet ein Digital-Verstärker die Kraft auf. Dazu waltet noch ein digitaler Audioprozessor im Hintergrund. Sieht man nicht, muss man nicht wissen – aber die Klangausbeute ist phänomenal. Dabei pulsiert hier „nur“ ein Treiber mit 3,5 Zoll in der Diagonalen. Das Ganze funktioniert als Zweiwege-System – darüber liegt eine 19-mm-Kalotte. Als Zugabe für Smartphone-Freunde gibt es Bluetooth.

Bleibt für den Fan nur eine Frage: Welche Farbe soll es sein? Der Korpus ist überzogen mit farbigem Leder, die Spannbreite reicht von Schwarz, Weiß, Rot bis Cognac.

Wer Geld und Raumsparen will: Es gibt auch das Modell Touring S. Hier wird alles komprimiert. Die Fronthöhe sinkt von 17 auf 10 cm, minimale 800 Gramm liegen in der Hand. Ein Winzling, aber mit der Klangkraft der Großen. Ein echter Hingucker und Handschmeichler.

Fazit

Die Schweizer von Geneva dürfen sich rühmen, die schönsten, klangstärksten und elegantesten Kompaktradios der Gegenwart zu bauen.

Guter Ton an jedem Ort: Geneva Touring S und L im Test

© Geneva

Der Geneva Touring S im Farbton rot

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