Smart Speaker mit Alexa

Huawei AI Cube im Hands-On: Smarter Speaker und 4G-Router

31.8.2018 von Lennart Holtkemper

Auf der IFA 2018 hat Huawei mit dem AI Cube einen smarten Lautsprecher vorgestellt, der auch als 4G-Router dient. Wir konnten uns den Speaker schon einmal genauer ansehen.

ca. 2:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Huawei AI Cube Farben
Huaweis AI Cube hat einen integrierten 4G-Router und Amazons Sprachassistenten Alexa.
© connect

Nahtlose Konnektivität war einer der Leitgedanken bei der Entwicklung des AI Cubes, so Kevin Leo, Verantwortlicher für die kabellose Gerätesparte bei Huawei. Man könnte meinen, Huawei ist etwas spät dran, um im Smart-Speaker-Markt noch einen anständigen Aufschlag hinzulegen. Dieser wird schließlich vom Google Home und Amazons Echo beherrscht. Doch Huawei kombiniert seinen smarten Speaker zusätzlich mit einem 4G-Router.

Durch das einstecken einer SIM-Karte mit entsprechendem Tarif beherrscht der AI Cube so LTE CAT 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Download. Alternativ kann man an der Unterseite des Speakers auch ein LAN-Kabel anschließen. Smartphone oder Tablet bindet man dann per AC-WLAN an den Speaker an, das 2,4 und 5 GHz mit bis zu 1.200 Mbit/s unterstützt. Wer sich mehr als einen AI Cube zulegt, kann die Lautsprecher auch zu einem Mesh-Netzwerk zusammenfügen.

Huawei AI Cube Anschlüsse
Bei Bedarf kann auch ein LAN-Kabel an Huaweis AI Cube angebunden werden.
© connect

Design und Soundqualität

Warum Huawei ihr Produkt AI Cube genannt hat, bleibt uns ein Rätsel. Ist der Speaker doch so gar nicht würfelförmig, sondern hat eher die Anmutung eines in die Länge gezogenen Google Home. Auch die Materialauswahl und Farbe ähnelt dem Home verblüffend. So wird der untere Bereich, in dem die Lautsprecher sitzen, von einem grauen Mesh-Gewebe umschlossen und der restliche Korpus besteht aus weißem Plastik. Die Qualität der Verarbeitung ist dabei allerdings sehr gut.

Die künstliche Intelligenz im runden Würfel stammt von Amazons Sprachassistenten Alexa. Per Sprachbefehl steuert man so sein Smart Home, die Musik oder fragt nach dem Wetterbericht. Wenn Alexa aktiv ist, erkennt man das an einem farbig leuchtenden Ring, oberhalb des Lautsprechers. Für die Spracherkennung verbaut Huawei ebenfalls auf der Oberseite vier Mikrofone – eines für jede Himmelsrichtung. Wer nicht möchte, dass Alexa die ganze Zeit mithört, findet auch eine haptische Stummtaste für die Mikros. Die Lautstärkesteuerung nimmt man, wenn nicht über Sprache, über zwei berührungssensitive Tasten vor.

Huawei AI Cube Top
Auf der Oberseite des AI Cubes befinden sich vier Mikros zur Sprachsteuerung. Wenn das Licht leuchtet, ist Alexa aktiv.
© connect

In einem ersten Test hatte Alexa im AI Cube hin und wieder einige Schwierigkeiten, die Befehle zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Das kann jedoch auch an der lauten Testumgebung gelegen haben. Für die Zukunft zeigte sich Huawei auf der Präsentation übrigens offen, auch andere Assistenten wie den Google Assistant zu unterstützen.

Musik gibt der AI Cube über Resonanzkörper mit insgesamt 400 ml Fassungsvermögen wieder. Die Lautsprecher stammen dabei jedoch nicht von einem Premium-HiFi-Hersteller. Was die Lautstärke betrifft, machte der Speaker beim ersten Reinhören eine ganz gute Figur. Für unseren Geschmack waren die Bässe jedoch etwas zu unterrepräsentiert.

Huawei AI Cube Unterseite
Auf der Unterseite des AI Cubes findet sich der Einschub für die SIM-Karte.
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Verfügbarkeit und Preis

Bis Huaweis AI Cube im Handel erhältlich ist, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Laut unseren Informationen wir der Speaker voraussichtlich ab Dezember verfügbar sein. Die Preisspanne wird sich dann zwischen 200 und 300 Euro bewegen. Genauere Informationen dazu werden aber noch bekannt gegeben. Wahrscheinlich wird der AI Cube auch über die Netzbetreiber mit passenden Datentarifen vertrieben. Wir können uns vorstellen, dass die Einmalzahlung für das Gerät dann deutlich niedriger ausfällt, als die jetzt angepeilte UVP-Preisspanne und der Rest über den Tarif abbezahlt wird. 

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