Testbericht

Huawei Mediapad 7 Vogue im Test

18.11.2013 von Inge Schwabe

Das Huawei Mediapad 7 Vogue hält im Test lange durch und funktioniert auch als Telefon. Das Display erweist sich bei den Messungen jedoch als Schwachpunkt.

ca. 2:40 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Huawei Mediapad 7 Vogue im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Huawei Mediapad 7 Vogue
Huawei Mediapad 7 Vogue
© Huawei

Pro

  • tadellose Verarbeitung
  • Videos lassen sich per DLNA streamen
  • schnelles HSPA+-Modem
  • Telefon-Interface

Contra

  • grobe Displayauflösung

Vogue, so heißt nicht nur eine Modezeitschrift: Das französische Wort steht im Deutschen sinnhaft für "zeitgemäß". Wie zeitgemäß ist das Huawei Mediapad 7 Vogue?

Aus rein modischer Sicht beschränkt sich das 7-Zoll-Tablet auf zwei klassische Farbvarianten: Es kommt entweder mit schwarzem Displayrahmen und schwarz-titangrauer Rückwand oder mit weißem Displayrahmen und einer silberfarbenen Rückwand. Verarbeitet ist das Tablet tadellos; auch der Versuch, es zu verwinden, führt zu keinerlei Geräusch.

Display: Eher unzeitgemäß

Beim Display haben die Huaweianer dann nicht wirklich hoch gegriffen: Die Blickwinkelstabilität bei seitlicher Sicht auf das Tablet sowie der mittlere Kontrast von 1:150 sind durchschnittlich. Mit 298 cd/m2 kann man das Vogue dennoch auch draußen aus der Tasche ziehen, um seine Mails zu checken.

Mit Filmen in HD-Auflösung kommt das Vogue gut klar, auch wenn die Auflösung mit 600 x 1024 Pixeln dem High-Definition-Standard nicht entspricht. Der nämlich definiert sich durch ein Minimum von 720 x 1280 Pixeln. Das kann Huawei definitiv besser, wie wir vom Mediapad 10 FHD wissen.

Ausstattung: Android plus kleine Helfer

Bei nur einem Lautsprecher muss man auch auf Raumklangeffekte verzichten. Solche bekommt man unter Umständen zu hören, wenn man das Video am Fernseher ansieht. Einen HDMI-Ausgang kann das Mediapad 7 Vogue zwar nicht vorweisen, doch Bilder und Videos lassen sich ganz modern per DLNA streamen. Man kann auch Inhalte aufs Tablet streamen, also von anderen Medien-Servern im selben WLAN.

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Auch sonst bringt das Huawei 7 Vogue, bei dem die Benutzeroberfläche Emotion UI die Bedienung von Android 4.1.2 erleichtern soll, einige Helfer mit - etwa die Office-Suite von Kingsoft und ein Tool für die Sicherung der Tabletdaten auf einer Micro-SD. Bis zu 32 Gigabyte werden erkannt, sodass der knappe interne Speicher von verfügbaren 5 Gigabyte vernünftig erweitert werden kann.

Huawei Mediapad 7 Vogue
Das Huawei Mediapad 7 ist in zwei Farbvarianten erhältlich.
© Hersteller

Für den spontanen Austausch lässt sich mit einem optionalen Adapter ein USB-Stick anschließen. Über das mitgelieferte Datenkabel kann man das Mediapad 7 Vogue mit einem PC verbinden und das Tablet entweder mithilfe der Software HiSuite verwalten oder auf einfache Weise Dateien austauschen, zum Beispiel mit der 3-Megapixel-Kamera aufgenommene Fotos.

Telefonfunktion: Mit Headset praxistauglich

Angesichts der vergleichsweise gering auflösenden Kamera ohne Blitz, des mittelmäßigen Displays und des knappen Speichers wäre das Mediapad 7 Vogue, für das Huawei einen Preis von 249 Euro empfiehlt, eigentlich recht teuer. Der 7-Zöller kann aber noch mehr: Die Chinesen haben ihm nicht nur ein schnelles HSPA+-Modem spendiert, sondern auch ein Telefon-Interface.

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Nach wie vor sind 7 Zoll kein Gardemaß für einen Telefonapparat. Vorstellbar ist aber, dass man mit dem Tablet vor sich liegend, über ein optionales Headset mit Freunden das Abendprogramm diskutiert oder den Kinotipp bequem direkt vom Tablet aus per SMS versendet.

Labormessungen: Tolle Ausdauer

Den Weg zum Lichtspielhaus findet Google Maps anschließend auch in fremder Umgebung hinreichend zackig - dank der bis zu 42 Mbit/s schnellen mobilen Datenverbindung und integriertem GPS-Empfänger. Um den Akku muss man sich dabei nicht sorgen: Im connect-Ausdauertest, einem Mix aus Web-Recherchen, Downloads im WLAN und Videoplayback, zeigte das Huawei Mediapad 7 Vogue mit 7:20 Stunden ein sehr gutes Stehvermögen.

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