Car Connectivity

Der neue Hyundai Ioniq Elektro im ersten Test

Der neue Hyundai Ioniq Elektro kommt ab 35.000 Euro mit umfangreicher Car Connectivity samt App und 300 km Reichweite. connect konnte das Auto bereits testen.

Hyundai Ioniq Elektro

© connect

Hyundai hat sein Elektroauto Ioniq Elektro aktualisiert. Ab knapp 35.000 Euro bekommt man eine großzügige Serienausstattung an Assistenzsystemen, eine starke Connectivity samt Smartphone-App und über 300 km rein elektrische Reichweite.

Der Hyundai Ioniq hat uns bereits in seiner ersten Generation sehr viel Freude bereitet. Seinerzeit hat uns insbesondere gefallen, dass eine Modellreihe mit gleich drei zukunftsgerichteten Antriebskonzepten dem umweltbewussten Autofahrer eine echte Wahl bietet.

Nun hat uns Hyundai in Amsterdam die Möglichkeit geboten, den neuen Ioniq Elektro einem ausgiebigen Praxistest zu unterziehen. Neben einer umfangreichen optischen Überarbeitung des äußeren Erscheinungsbildes und des Innenraumes, hat sich auch in punkto Connectivity und Antrieb viel getan.

Hyundai Ioniq Elektro nun mit Smartphone-App

Die wohl spannendste und wichtigste Neuerung ist der neue Telematikdienst Bluelink, der in Verbindung mit dem aufpreispflichtigen Radio-Navigationssystem Einzug in den Ioniq hält. Ein integriertes 4G-Modem mit entsprechender SIM-Karte versetzt den Fahrer in die Lage, über die neue App von seinem Smartphone aus die Ladung des Fahrzeugs zu programmieren und den aktuellen Ladezustand sowie die Reichweite zu prüfen. Außerdem kann man aus der Ferne die Türen ver- und entriegeln, die Klimaanlage steuern und Zielangaben an das Navigationssystem senden.

Herzstück des Infotainmentsystems ist der 10,25 Zoll große Touchscreen, über den sich nun auch Live-Services abrufen lassen. Diese bestehen neben Echtzeit-Verkehrsdaten und Ladesäulen in der Umgebung samt deren Verfügbarkeit auch aus freien Parkplätzen. Darüber hinaus bietet das System eine lokale Suche nach interessanten Zielen (POI) und Wettervorhersagen.

Auch das Sprachdialogsystem wurde aktualisiert. Dank einer Online-Anbindung konnte Hyundai das Sprachverständnis und die damit präzisere Beantwortung der Fragen verbessern. Das optionale Radio-Navigationssystem bringt darüber hinaus ein Infinity-Soundsystem ins Innere des Ioniq, das seinem satten Klang über acht Lautsprecher Ausdruck verleiht. Musik kommt dabei auf Wunsch auch über das Smartphone, das man mit Android Auto oder Apple Car Play anbinden kann. Im Navi-Paket ist zudem ein Update-Versprechen enthalten: Bis zu 10 Jahre nach Produktionsende finden kostenlose Kartenupdates ihren Weg in den Ioniq.

Hyundai Ioniq Elektro Navigation

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Herzstück des Infotainmentsystems ist ein Touchscreen mit 10,25 Zoll. Neu sind Live-Services wie Echtzeit-Verkehrsdaten und eine verbesserte Sprachsteuerung.

Viele Assistenzsysteme bereits in der Serienausstattung

In puncto Sicherheit geht der neue Ioniq Elektro ebenfalls keine Kompromisse ein. Die Serienausstattung enthält dabei eine elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle samt fahrdynamischem Stabilitätsmanagement, einen aktiven Aufmerksamkeitsassistenten, eine Rückfahrkamera inklusive Einparkhilfe hinten und einen aktiven Spurhalteassistenten. Letzterer registriert über die Kamera in der Frontscheibe ein unbeabsichtigtes Verlassen der eigenen Fahrspur.

Als Gegenmaßnahme stehen dem Fahrer vier Programmstufen zur Auswahl. In der höchsten hält das Fahrzeug innerhalb der Fahrbahnmarkierungen selbstständig den Kurs. Wenn gewünscht, greift das System bei Überfahren einer Begrenzungslinie aber auch nur mit geringen Korrekturkräften auf die Lenkung zu, stößt eine akustische Warnung aus oder lässt sich ganz abschalten. Reagiert ein Fahrer im Vorfeld einer möglichen Kollision nicht auf die optischen und akustischen Warnsignale, leitet der autonome Notbremsassistent eine kontrollierte Vollbremsung ein. Der Hyundai Ioniq ist dabei außerdem in der Lage, Fußgänger und Radfahrer zu erkennen und bei einem drohenden Zusammenstoß automatisch zu bremsen.

Hyundai Ioniq Elektro Screens App

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Eine der spannendsten Neuerungen ist die Smartphone-App zum Ioniq Elektro. Hierüber kann man den Akkustand prüfen oder das Auto aufsperren.

Ioniq Elektro nun mit stärkerem Antrieb und höherer Reichweite

Im Kern des überarbeiteten Ioniq Elektro steht der aufgewertete Antrieb. Das Fahrzeug verfügt über einen vergrößerten Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von nun 38,3 kWh statt wie bisher 28 kWh. Dadurch steigt die Reichweite mit einer vollgeladenen Batterie auf ca. 311 km nach WLTP-Norm. Gleichzeitig erhöhte Hyundai die Leistung des Elektroaggregats von 88 kW auf 100 kW.

An einer Schnellladestation kann der Ioniq Elektro per CCS-Ladekabel in unter einer Stunde auf 80 Prozent seiner Kapazität geladen werden. Die dafür notwendige Technik ist serienmäßig an Bord. Die Leistung des On-Board-Chargers wurde durch den Hersteller von 6,6 kW auf 7,7 kW erhöht. Dadurch verkürzt sich die Zeit für einen vollständigen Ladezyklus an einer entsprechenden heimischen Wallbox. Bei 4,6 kW Ladestrom ist der Ioniq in rund 8 Stunden geladen.

Doch auch während der Fahrt kann der Ioniq Elektro per Rekuperation Energie zurückgewinnen. Die Stärke reguliert der Fahrer dabei über Lenkradwippen. So kann man den Wagen anhalten, ohne die Fußbremse zu nutzen, indem man einfach die linke Wippe am Lenkrad festhält. Das System zur Energiegewinnung steuert darüber hinaus die Bremsstufe abhängig von der Straßenneigung und der Fahrsituation des vorausfahrenden Autos beim Ausrollen.

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Erstes Fazit zum Hyundai Ioniq Elektro

Der neue Ioniq Elektro hat sich in allen Bereichen erfreulich und vor allem zeitgemäß weiterentwickelt. Mit einem Grundpreis von 34.900 Euro schafft es Hyundai auch mit dem Ioniq Elektro ein Angebot zu schaffen, das bei der Preis-Leistung seine Herausforderer suchen muss. Gerade mit Blick auf die großzügige Serienausstattung. Qualität in der Verarbeitung und technische Finesse konnten auf Anhieb überzeugen. Zudem gibt es eine Garantie von 5 Jahren, die an keine Laufleistung gebunden ist. Auf die verbaute Hochvoltbatterie erhöht Hyundai sogar die Laufzeit um weitere drei Jahre oder aber 200.000 Kilometer. Wir finden, dass die Versuchung, sich auf die Elektromobilität einzulassen, mit dem Ioniq Elektro noch nie so groß war.

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