Brennstoffzellen-SUV

Hyundai Nexo im Test: Car Connectivity und Reichweite

Mit dem Nexo bietet Hyundai die zweite Generation seines Brennstoffzellen-SUVs an. Technik und Reichweite überzeugen im Test und machen Lust auf mehr.

Inhalt
  1. Hyundai Nexo im Test: Car Connectivity und Reichweite
  2. Hyundai Kona Elektro im Test
Hyundai Nexo

© connect

Der Mid-Size-SUV Hyundai Nexo muss sich im Test​ beweisen.

Die connect-Redaktion testet von Hyundai das neue Mid-Size-SUV Nexo, welches sich in futuristischem Design präsentiert. Der avantgardistische Look steht dem Testwagen, den connect in Oslo ausprobieren konnte, genauso gut wie der Lack in mattem Grau – schließlich fährt hier die Automobiltechnik der Zukunft vor.

Brennstoffzelle sorgt für Energie

Denn der Nexo kommt mit einem Elektroantrieb, dessen Batterie nicht wie sonst von außen per Ladekabel oder Verbrennermotor mit Energie gespeist wird, sondern diese über eine Brennstoffzelle selbst erzeugt, indem er Wasserstoff aufspaltet. Als einzige Emission fällt dabei Wasserdampf an, der im Alltag für kleine Pfützen unter dem Nexo sorgt. Eine relativ kleine Batterie mit 1,56 kWh dient bei der Energiegewinnung als Strompuffer für den Elektromotor, der mit einer Leistung von 120 Kilowatt (163 PS) und einem maximalen Drehmoment von satten 395 Newtonmeter aufwarten kann. 

Hyundai Nexo Totwinkel-Assistent

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Der Totwinkel-Assistent blendet beim Blinken das Rückspiegelbild in den 7 Zoll großen Monitor des Instrumentenclusters ein und sorgt so für zusätzliche Sicherheit auf der Autobahn oder auch im Stadtverkehr.

Dieses steht, wie bei E-Autos üblich, auch beim Nexo vom Start weg parat, um das 4,67 Meter lange und mindestens 1889 Kilogramm schwere SUV im Test zügig, aber trotz der aufwendigen Technik herrlich unspektakulär anzutreiben. Vier Tasten für Fahren, Rückwärts, Neutral und Parken stehen beim Shift-by-Wire-System in der etwas zu breiten Mittelkonsole parat, die drei Fahrmodi Normal, Eco und Sport sorgen für unterschiedliche Dynamik-Charaktere. 

Lesetipp: Rechtliche Grundlagen für Assistenzsysteme im Auto

Für die Bevorratung von Wasserstoff hat der Nexo gleich drei feuerresistente Hochdrucktanks an Bord, die zusammen 6,33 Kilogramm des Antriebsmittels fassen, was einem Volumen von über 156 Litern entspricht. Untergebracht sind die Tanks unter der Rückbank sowie im Heckbereich. Mit dieser Menge an Wasserstoff verspricht Hyundai eine Reichweite nach neuer WLTP-Norm von starken 666 Kilometern. An Gepäckraum stehen dank der intelligenten Verteilung dennoch 461 bis 1466 Liter zur Verfügung.

Hyundai Nexo Touchscreen

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Der 12,3 Zoll große, fein auflösende Breitbild-Touchscreen bietet eine übersichtliche Menüstruktur und auf Wunsch sogar eine Splitscreen-Darstellung mit bis zu drei Themen.

Viele Helfer, top Infotainment 

Passend zu der modernen Antriebstechnik haben die koreanischen Ingenieure dem Nexo auch viele Assistenzsysteme spendiert. So kommt das SUV mit einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage sowie diversen Helfern für Staufahren, aktives Spurhalten, autonomes Notbremsen, automatisches und fernbedienbares Einparken sowie einem Totwinkel-Warner. Letzterer blendet das Rückspiegelbild in sein 7 Zoll großes Display im Instrumentencluster ein. 

Hyundai Nexo Assistenzsysteme

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Die Assistenzsysteme lassen sich über Tasten am Lenkrad und im Cockpit links daneben einfach ein- und ausschalten.

Auch die Infotainment-Abteilung gefiel im ersten Test. Die Bedienung erfolgt mit Tasten und Reglern in der Mittelkonsole sowie über den 12,3 Zoll großen Touchscreen. Der bietet eine clevere Splitscreen-Darstellung mit bis zu drei Funktionen in einer Ansicht, etwa Navigationskarte, Musikwiedergabe und Antriebsinfo. Dazu gesellen sich ein Soundsystem von Krell, Android Auto und Apple Carplay sowie eine induktive QI-Ladefunktion für Smartphones. 

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Alles bestens also? Nicht ganz, denn leider gibt es neben der aktuell nur rudimentären Infrastrukur an Wasserstofftankstellen einen weiteren Haken, denn mit mindestens 69.000 Euro ist der Nexo für die Brennstoffzellentechnik zwar günstig, doch leisten können sich diesen Betrag wohl nur die wenigsten. Schade, denn die Zukunft macht richtig Spaß.

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